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Risikobegrenzung: Auf Wertpapierkredite sollte verzichtet werden

Haben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt, einen Kredit aufzunehmen und damit mehr Geld für Wertpapierkäufe zur Verfügung zu haben? Vergessen Sie es lieber!

Natürlich könnten Sie einen zusätzlichen Gewinn verbuchen, falls die gekauften Wertpapiere eine höhere Rendite abwerfen, als Sie für Kreditzinsen aufbringen müssen.

Doch wie sieht es mit der Sicherheit dieser höheren Rendite aus?

Sicher ist nur eins: Sie müssen den Kredit samt Zinsen irgendwann zurückzahlen. Die Rendite der Wertpapiere ist dagegen von der Entwicklung der Börse abhängig. Verläuft diese in die falsche Richtung, kann dies fatale Folgen haben.

Eine kleine Musterrechnung verdeutlicht die (Hebel)Wirkung von kreditfinanzierten Wertpapierkäufen.

Nehmen wir einmal an, Sie besitzen 10.000 € und leihen sich weitere 10.000 € zu einem Zinssatz von 7% hinzu. Die Gesamtsumme von 20.000 € investieren Sie in verschiedene Aktien.

Fall 1: Steigende Kurse

Ihre Aktien steigen in einem Jahr um 20%.


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Aus 20.000 € sind 24.000 € geworden. Abzüglich der Kreditsumme von 10.000 € und den Kreditzinsen von 700 € verbleiben Ihnen 13.300 €.

Bezogen auf Ihren Ausgangsvermögen von 10.000 € haben Sie einen Gewinn von 33% gemacht. Die Hebelwirkung des Kredits bescherte Ihnen 13% zusätzlichen Gewinn.

Fall 2: Fallende Kurse

Hier fallen Ihre Aktien um 20%. Die 20.000 € sind auf 16.000 € geschrumpft. Abzüglich der Kreditsumme und Kreditzinsen verbleiben Ihnen lediglich 5.300 €.

Natürlich tritt die Hebelwirkung auch ein, wenn es nach unten geht. Die Zinsen verstärken die Hebelwirkung in diesem Fall noch.

Statt eines Minus von 20% ohne Kredit, müssen Sie mit Kredit ein Minus von 47% verkraften.

Fall 3: Seitwärtsbewegung

Die Börse tendiert seitwärts, Der Wert Ihrer Aktien bleibt unverändert. Nach Rückzahlung von Kreditsumme und Zinsen verbleiben Ihnen 9.300 €.

Obwohl Ihre Aktien noch genauso viel wert sind, haben Sie 7% Ihrer ursprünglichen 10.000 € durch Zinszahlungen verloren.

Wie Sie an diesem Beispiel sehen, lohnen sich kreditfinanzierte Wertpapierkäufe nur, wenn Sie an der Börse die Kurse zuverlässig vorhersagen können – und dies wird (leider) immer eine Wunschvorstellung bleiben.

Risikobegrenzung: Lassen Sie sich nicht in guten Börsenphasen verleiten

Viele Anleger haben in Crashphasen Haus und Hof verloren. Sie hatten sich in den vorherigen Jahren so an steigende Kurse gewöhnt, dass Sie jegliche Scheu vor Kreditspekulationen verloren hatten.

Das Risiko wurde völlig außer Acht gelassen. Das böse Erwachen kam spätestens mit dem Zeitpunkt, als der (Rest)Wert der Aktien, die Kreditsumme unterschritten hatte.

Mehr zum Thema: Risikobegrenzung: Das Depot richtig absichern

In diesem Fall können die Banken die Notbremse ziehen und ihre Kunden zum Verkauf aller Positionen zwingen, um die Rückzahlung des Kredits sicherzustellen.

Machen Sie nicht den gleichen Fehler und verzichten Sie lieber grundsätzlich auf den kreditfinanzierten Wertpapierkauf. Auch wenn es in Boomphasen verführerisch wirkt, von der Hebelwirkung zu profitieren, denken Sie stets auch an das Risiko.

Die Börse ist schließlich keine Einbahnstraße – und der Hebel funktioniert auch in die andere Richtung!

10. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.