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Risikobegrenzung bei Einzelpositionen: Auf Stoppkurse und Disziplin kommt es an

Überlegen Sie sich bereits beim Kauf eines Wertpapiers, wie viel Verlust Sie maximal hinnehmen wollen.

Ein Wert von 15 bis 25% hat sich in der Praxis für Aktien bewährt. Dabei gilt: Je kurzfristiger Ihr Anlagehorizont, desto enger sollten Sie den Stoppkurs an den Einstiegskurs setzen.

Stoppkurse dienen auch zur Gewinnabsicherung

Stoppkurse dienen nicht ausschließlich der Verlustbegrenzung. Sie können auch zur Sicherung bereits angefallener Gewinne genutzt werden.

Dazu erhöhen Sie den jeweiligen Stoppkurs, wenn ein Wertpapier signifikant im Kurs gestiegen ist.

Auf diese Weise profitieren Sie von weiteren Kursgewinnen, ohne befürchten zu müssen, den aufgelaufenen Gewinn wieder vollständig zu verlieren.

Natürlich ist der zeitliche Aufwand, nach jeder kleinen Kurssteigerung eine Anpassung des Stoppkurses durchzuführen, zu groß. Ich empfehle Ihnen folgende Vorgehensweise:

Jedes Mal, wenn das Wertpapier nach dem letztmaligen Festlegen des Stoppkurses um etwa 10 bis 15% angestiegen ist, ziehen Sie den Stoppkurs nach.


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Beispiel: Sie kaufen eine Aktie bei 80,00 €. Den Stoppkurs setzen Sie auf 68,00 € (als maximalen Verlust haben Sie in diesem Beispiel 15% festgelegt).

Die Aktie steigt auf 90,00 €. Sie möchten wiederum maximal 15% vom aktuellen Kurswert verlieren. Ihren neuen Stoppkurs setzen Sie daher auf 76,50 €. Steigt die Aktie weiter auf 100,00 €, ziehen Sie den Stoppkurs auf 85,00 € nach.

Stop-Loss oder Mental-Stopp – welche Variante der Stopp-Strategie besser zu Ihnen passt

Wenn Sie eine Stopp-Strategie verfolgen wollen, haben Sie die Wahl zwischen zwei Arten von Stoppkursen: Stop-Loss-Aufträgen und gedanklichen Stoppkursen. Die grundlegenden Unterschiede:

  • Stop-Loss-Aufträge werden automatisch ausgeführt, sobald der Kurs des Wertpapiers das angegebene Limit berührt oder unterschreitet. Der Verkauf erfolgt dann zum nächsten Kurs.
  • Eine Alternative zu den automatisch ausgeführten Stop-Loss-Aufträgen besteht in gedanklichen Stoppkursen (Mental-Stopps). Werden diese unterschritten, erteilen Sie selbst einen Verkaufsauftrag, den Sie in diesem Fall mit einem Limit versehen können

Diese Variante der Stopp-Strategie ist zeitaufwändiger, da Sie Ihre Positionen permanent im Auge behalten müssen, schützt Sie aber vor dem „ungewollten Ausstoppen“ in Folge hoher Tagesschwankungen.

Schlüsselfrage: Sind Sie diszipliniert genug?

Welche Variante vorteilhafter für Sie ist, hängt davon ab, ob Sie die notwendige Selbstdisziplin aufbringen, um die (mentale) Stopp-Strategie konsequent zu handhaben.

Die Möglichkeit zur Überprüfung der Situation vor dem endgültigen Verkauf beim Mental-Stopp kann sich sowohl als Vorteil als auch als Nachteil erweisen

Mit einem Mental-Stopp können Sie zudem auf Sondersituationen flexibel reagieren. Wenn Panik an den Börsen herrscht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Übertreibung nach unten stattfindet und darauf bald eine Erholung folgt.

In einem solchen Fall sollten Sie auf den Verkauf der Aktien verzichten.

In den meisten Fällen ist es allerdings kaum möglich zu beurteilen, ob die Entwicklung dauerhaft oder – wie bei den Sondersituationen – nur kurzfristig ist. Im Zweifel sollten Sie sich für den Verkauf entscheiden.

Die konsequente Handhabung ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg einer Stopp-Strategie. Der Verzicht auf den Verkauf der Position trotz Unterschreitung des gedanklichen Stoppkurses muss unbedingt die Ausnahme bleiben.

21. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.