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Riskante Open-End-Zertifikate immer stärker im Kommen

Nicht alle Hebel-Zertifikate haben eine beschränkte Laufzeit, also einen vorher definierten Fälligkeitstermin.

Immer häufiger werden Hebel-Zertifikate ohne Laufzeitbeschränkung emittiert.

In der Fachsprache heißen sie auch „Open- End-Hebel-Zertifikate“.

Der Vorteil dieser neuen Variante liegt auf der Hand: Sollte sich der Markt in Ihrem Sinne entwickeln, müssen Sie nicht auf den Kalender schauen, sondern können die Gewinne zeitlich unbegrenzt laufen lassen.

Aber dieser Vorteil einer unbegrenzten Laufzeit wird teuer erkauft: Im Gegenzug erhöhen die Emittenten in festen Abständen (oft einmal pro Monat) den Basispreis und die Knock-out-Barriere.

Daher aufgepasst: Wenn ein Hebel-Zertifikat länger im Depot liegt, kann es zu deutlichen Verschiebungen kommen. Die Knock-out-Barriere rückt immer näher, vor allem, wenn sich die Kurse des Basiswerts über einen bestimmten Zeitraum nur seitwärts bewegen.

Das ist speziell dann gefährlich, wenn sich der Anleger zwar die Knock-out-Barriere zum Einstiegszeitpunkt gemerkt, jedoch das langsame Vorrücken nicht weiter beachtet hat.

Open-End-Zertifikate: Informieren Sie sich laufend

Falls Sie ein Hebel-Zertifikat ohne Laufzeitbeschränkung kaufen, sollten Sie regelmäßig die aktuelle Knockout-Barriere überprüfen. Verlassen Sie sich dabei aber nie auf die Angaben von Magazinen, Internet-Portalen oder Online-Brokern, denn deren Daten sind allzu oft veraltet.


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Informieren Sie sich direkt beim Emittenten, also der Bank, die das Zertifikat auf den Markt gebracht hat, um verlässliche und vor allem stets aktuelle Daten zu bekommen.

Rufen Sie dort an oder schauen Sie auf der entsprechenden Internet-Seite nach.

Optionsscheine: Wenig transparent, dafür aber auch kein Knock-out-Risiko

Anders als Hebel-Zertifikate sind Optionsscheine und vor allem deren Kursentwicklung nicht so transparent. Auch dieses Anlageinstrument bezieht sich auf einen Basiswert, und auch hier wird der Kurs gehebelt.

Das Prinzip funktioniert so: Mit Optionsscheinen (Englisch: Warrant) haben Sie das Recht, eine bestimmte Menge eines Basiswerts zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen (dann nennt sich der Optionsschein Call) oder zu verkaufen (dann nennt sich der Optionsschein Put).

Bei europäischen Optionsscheinen haben Sie dieses Recht nur am Ende der Laufzeit, bei amerikanischen Optionsscheinen auch schon während der Laufzeit. Der Basiswert ist, wie bei Hebel-Zertifikaten auch, meist eine Aktie oder ein Index.

Wie viele Einheiten des Basiswerts Sie für Ihren Optionsschein bekommen, gibt das Bezugsverhältnis an.

Üblich sind Bezugsverhältnisse von 1:1 (beispielsweise eine Aktie für einen Optionsschein) bis zu 1:1.000 (eine Aktie für 1.000 Optionsscheine).

Beispiel: Ausstattung eines Optionsscheins auf den DAX

WKN/ISIN: BN7ZLW / DE000BN7ZLW4 Typ: Kauf-Optionsschein (Call),europäisch Basiswert: DAX (Index) Bezugsverhältnis: 1:100 Basispreis: 5.900 € Omega-Hebel: 2,87 Laufzeit: 19.06.2009 Optionsscheinpreis: 23,10 € Kurs des Basiswerts: 7.498 €

Der Käufer dieses Optionsscheins erwirbt das Recht, sich am 19.06.2009 für 100 Optionsscheine den dann aktuellen Punktestand des DAX (in €) zum Preis von 5.900 € zu kaufen (also zum Basispreis).

Dafür zahlt er pro Optionsschein den Preis von 23,10 €.

Vorteil: Steigt der DAX weiter, wird der Optionsschein immer wertvoller (steigt der DAX um nur 10%, gewinnt der Optionsschein 28,7%).

So kommt die Hebelwirkung zustande

Sie erzielen bei einem Anstieg des Basiswerts mit gleichem Einsatz höhere Gewinne oder Sie erzielen mit niedrigerem Einsatz die gleichen Gewinne wie beim Direktkauf etwa der Aktie.

So oder so wird der Kursgewinn der Aktie gehebelt. Um wie viel, das hängt von der Art und Ausstattung Ihres Optionsscheins ab.

Vorsicht: Auch Verluste werden gehebelt

Die Hebelwirkung funktioniert aber auch hier umgekehrt. Denn fällt der Aktienkurs, verliert auch der Optionsschein überproportional an Wert.

Wenn sich der Basiswert (also die Aktie oder der Index) bis zum Laufzeitende nicht so entwickelt wie erwartet, verlieren Sie schlimmstenfalls sogar Ihren gesamten Einsatz.

Aber: Anders als Hebel-Zertifikate können sich Optionsscheine von zwischenzeitlichen Kursverlusten wieder erholen, denn es gibt hier keine Knockout-Barriere, die den Schein vor seiner Fälligkeit wertlos verfallen lässt.

31. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.