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Robotisierung vernichtet Millionen Arbeitsplätze

Da wir keine Politiker sind und uns deshalb auch nicht politisch korrekt ausdrücken müssen, geben wir Ihnen in dieser Stelle, wie gewohnt, einen ungeschönten Blick hinter die Kulissen.

So verfahren wir nun also auch bei einem Thema, das vielen Lesern an die Nieren gehen dürfte:

Es betrifft die anstehende Massen-Arbeitslosigkeit aufgrund der wachsenden Automatisierung.

Durch die Robotisierung werden Millionen Arbeitsplätze vernichtet

Sie wissen, dass immer mehr Maschinen die menschliche Arbeitskraft ersetzen werden.

Laut einer Studie der Volkswirte der Direktbank ING-Diba wird dies dramatische Folgen auf den deutschen Arbeitsplatz haben.

Von den rund 31 Mio. sozialversicherungspflichtigen und geringfügig Beschäftigten, die dabei berücksichtigt wurden und welche einen Arbeitsplatz haben, werden in den kommenden Jahren fast 60% abgebaut.

Das entspricht etwa 18,3 Mio. Beschäftigten, die durch Maschinen und Software ersetzt werden.

Während die Politik diese Katastrophe verschweigt, sprechen die Eliten hinter verschlossenen Türen darüber, wie etwa bei der Global Conference in Beverly Hills Anfang Mai 2016.

Vorteile der Eliten durch Automatisierung

Auf der Global Conference kam die Elite hinsichtlich der Vorteile durch die Automatisierung schnell auf den Punkt.


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Denn diese wird und soll die Qualität der Produkte verbessern sowie die Fehler verringern – und vor allen Dingen: die Arbeitskraft reduzieren.

Damit ist natürlich die menschliche Arbeitskraft gemeint. Einen wirklich sicheren Arbeitsplatz gibt es somit nicht mehr.

Denn clevere Computer-Programme sind die Hauptverursacher für die Lohnstagnation in der Mittelschicht. So einfach ist das.

Nun wissen Sie auch, weshalb Dienstleister in den vergangenen Jahren hunderttausende Arbeitsplätze durch Software-Programme ersetzt haben: aus Kostengründen.

Niemand wird verschont

So werden in den nächsten 10 Jahren (Stand: 2016) auch in den Banken 30% Stellenkürzungen prognostiziert. Ein Beispiel gefällig?

In Dortmund kündigte die Sparkasse Ende 2015 an, 16 Filialen zu schließen und durch Automaten zu ersetzen.

Der Finanzdienstleistungs-Sektor steht dahingehend also auch am Pranger. Ein Bankjob ist längst kein sicherer mehr, wie er es über Jahrhunderte hinweg war.

Selbst Mitarbeiter von Anwaltskanzleien werden vom Automatisierungswahn betroffen sein.

Schon heute macht dort eine selbstanalysierende Software hochqualifiziertes Personal unnötig.

Genauso läuft es auch für Taxi-, Bus- und LKW-Fahrer, weil Branchen-Unternehmen immer mehr in selbstfahrende Fahrzeuge investieren.

Auch hier wieder ein Beispiel: In australischen Minen steuern Roboter die Lastwagen – und nicht mehr die menschlichen Fahrer.

Politik macht Werbung für die Automatisierung, ohne die Hintergründe zu erklären

Vielleicht denken Sie jetzt anders, wenn der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger, vor die Kamera tritt und lauthals verkündet, dass die digitalen öffentlichen Dienste modernisiert werden sollen;

Und wenn er deutlich macht, Europa könne seine führende Rolle nur dann behaupten, wenn sich die Unternehmen erfolgreich und rasch der Digitalisierung öffnen würden.

Oettingers Kollegin Elżbieta Bieńkowska, Kommissarin für den Binnenmarkt, Industrie und Unternehmertum, legt nach: Für sie ist die Digital- und Realwirtschaft nicht mehr voneinander zu trennen.

Notwendig seien Investitionen in digitale Technologien in Bereichen wie fortgeschrittene Fertigung, intelligente Energie, automatisiertes Fahren oder elektronisches Gesundheitswesen.

Hier müsse man eine Führungsrolle anstreben.

Automatisierung ist gleich Massen-Arbeitslosigkeit

Sie wissen jetzt, was diese hehren Worte tatsächlich bedeuten; dass Digitalisierung, Automatisierung, Robotisierung oder wie immer die Reindustrialisierung auch genannt wird, eines nach sich ziehen wird:

Massenarbeitslosigkeit, die klammheimlich verschwiegen wird.

23. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.