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Rocket Internet Börsengang: Das sollten Anleger über den Giganten wissen

Mit dem Börsengang von Rocket Internet könnte in diesem Jahr das größte IPO in Deutschland anstehen. Laut Medienberichten sind bereits die US-Investmentbanken Morgan Stanley und JP Morgan mit den Vorbereitungen für einen Börsengang befasst.

Das von den Samwer-Brüdern im Jahr 2007 gegründete Unternehmen bezeichnet sich selbst als der weltgrößte Internet-Inkubator. Die Samwer-Brüder (Marc, Oliver und Alexander) genießen fast schon einen legendären Ruf, verkauften die Internet-Unternehmer bereits im Jahr 1990 den eBay-Klon alando für geschätzte 50 Mio. € an eBay.

Rocket Internet – Brutstätte für junge Internet-Firmen

Seither fungiert Rocket Internet als eine Art Brutstätte für junge und wachstumsstarke Internet-Unternehmen, die später möglichst gewinnbringend an die Börse gebracht werden sollen. Der Wert von Rocket Internet wird auf 3 bis 5 Mrd. € geschätzt. Kurz vor dem Börsengang stellt sich für den Anleger die Frage, wie groß ist Rocket Internet wirklich?

Unter dem Dach von Rocket Internet befinden sich insgesamt 75 Unternehmen, die weltweit über den Globus aktiv sind. Zu den bekanntesten Marken gehören der Online-Modehändler Zalando, die Partnerbörse eDarling, aber auch weniger bekannte Unternehmen wie Home24, lamoda, ClickBus und Lamudi.

Rocket Internet zeigt weltweit Flagge

Das Team von Rocket Internet verfügt über große Erfahrung. Seit 1999 wurden mehr als 100 marktführende Internet-Unternehmen in über 50 Ländern aufgebaut. Laut Angaben der Risikokapitalgesellschaft Kinnevik – die Gesellschaft hält 24,2 Prozent an Rocket Internet – erreicht der Berliner Internet-Inkubator mehr als 1 Mrd. Internet- und 3 Mrd. Mobile-Nutzer in fünf Schlüsselregionen (Europa, Russland, Asien-Pazifik, Lateinamerika und dem Mittleren Osten).

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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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Dabei deckt Rocket Internet nicht nur Länder mit der größten Internet- und Mobile-Verbreitung wie die USA und China ab, sondern auch schnell wachsende Märkte in Lateinamerika, Afrika, dem Mittleren Osten und Asien.

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Konzentration auf drei Sektoren

Ziel von Rocket Internet ist es, marktführende Online-Unternehmen in den drei Sektoren E-Commerce, Marktplätze und Finanztechnik zu entwickeln. Dabei kopiert Rocket Internet erfolgreiche Geschäftsmodelle, die sich bereits anderswo in der Welt bewährt haben. Bestes Beispiel ist hier der Online-Händler Zalando, eine Art Kopie des Online-Modehauses Zappos, das mittlerweile Amazon.com gehört.

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Insgesamt hat Rocket Internet seit 2009 mehr als 60 Unternehmen ins Leben gerufen, die in mehr als 100 Ländern aktiv sind. Seit 2011 verzeichneten die Firmen unter dem Dach von Rocket Internet mit mehr als 25.000 Mitarbeitern 4,7 Mrd. Seitenaufrufe. Gleichzeitig haben die von Rocket Internet betreuten Unternehmen mehr als 44 Mio. Fans auf Facebook.

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Kritik an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells

Der geplante Börsengang von Rocket Internet dürfte in Deutschland sicherlich für viel Aufmerksamkeit sorgen. Dennoch sollten Privatanleger vorsichtig sein. Rocket Internet versucht erfolgreiche Geschäftsmodelle zu kopieren, neue Innovationen sucht man bei den Berlinern allerdings vergeblich.

Doch genau hierin könnte das große Problem liegen. Zur Jahrtausendwende trat mit CMGI schon einmal ein Internet-Inkubator mit großen Ambitionen an. Das börsennotierte US-Unternehmen CMGI hielt Beteiligungen an über 70 führenden Internet-Firmen, darunter an den Suchmaschinen Lycos und AltaVista. Heute existiert CMGI in der Form nicht mehr.

Der Grund: Wie alle Internet-Inkubatoren war auch CMGI von einer erfolgreichen Exit-Strategie abhängig. Das heißt für Anleger: Nur wenn es Internet-Inkubatoren wie Rocket Internet gelingt, Marktführer in lokalen Märkten aufzubauen, an die Börse zu führen oder an einen Investor zu verkaufen, verdient das Unternehmen auch Geld. Gelingt dies nicht, können sich sehr schnell Verluste anhäufen.

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Mehr Grafiken und Informationen wie Rocket Internet sich selbst aktuell sieht gibt es in folgender Firmen-Präsentation aus der auch obige Grafiken stammen:

24. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands