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Rohstoff-Firmen: Zu hohe Schulden sind wichtiges Auschluss-Kriterium

In einem vorangegangenen Beitrag habe ich Ihnen an dieser Stelle erst einmal die wichtige Bedeutung von Schulden bei Rohstoff-Firmen näher gebracht.

Zudem zeigte ich Ihnen, dass allein die Produktion noch nicht dazu ausreicht, um das Risiko bei Aktien zu minimieren.

In dieser Ausgabe soll es nun konkret darum gehen, wie Sie tatsächlich die Schulden-Situation von Rohstoff-Firmen am besten analysieren.

So analysieren Sie die Schulden-Situation eines Unternehmens richtig

Damit eine Sache schon einmal von vornherein klar ist:

Im aktuellen Marktumfeld mit den immer noch niedrigen Preisen ist ein Rohstoff-Unternehmen mit gar keinen oder wenigen Schulden generell besser aufgestellt als ein Konkurrent mit hohen Schulden.

Allerdings muss Ihnen auch klar sein, dass hohe Schulden an sich noch kein KO-Kriterium bei der Aktien-Auswahl darstellen.


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Dazu müssen sie allerdings tiefer in die Bilanz einsteigen und schauen, wann denn bei den hohen Schulden die größten Fälligkeiten liegen.

Für die Praxis bedeutet das: Selbst bei einem Unternehmen mit einem Schuldenstand von 10 Mrd. Dollar spielen diese Schulden nicht so eine große Rolle, wenn die Fälligkeiten dafür erst in 6 oder 8 Jahren sind.

Im aktuellen Niedrigzins-Umfeld haben viele Unternehmen tatsächlich günstige Finanzierungs-Bedingungen bekommen oder im Laufe der Zeit die laufenden Kredite auf günstige Finanzierungs-Bedingungen umgestellt.

Daher bieten sich immer wieder Chancen auch bei diesen Unternehmen trotz des hohen Schulden-Standes.

Wenn es Firmen auf Jahressicht gelingt, ihre Schulden derzeit deutlich abzubauen, ist das ein weiterer positiver Aspekt bei  Rohstoff-Firmen.

Große Werte wie Barrick Gold haben es beispielsweise im Geschäftsjahr 2015 geschafft, ihren eigenen Schuldenstand um rund 3 Mrd. Dollar zu senken.

Das ist ein enorm hoher Wert und zeigt die operative Kraft des nach Produktions-Menge weltgrößten Gold-Produzenten.

Schulden-Abbau ist immer positiv zu bewerten

Zum Schulden-Abbau laufen aber auch Programme, bei denen Randgeschäfts-Felder beispielsweise veräußert werden.

Das ist auch erst einmal positiv zu bewerten, denn ein Gold-Produzent muss vielleicht nicht unbedingt noch große Kupfervorkommen im Produkt-Portfolio aufweisen.

Wenn dort frisches Kapital durch den Verkauf von kompletten Minen oder auch nur Anteilen daran erzielt werden kann, ist das auch ein weiterer positiver Aspekt.

Am besten, doch am seltensten

Am liebsten sind mir jedoch Unternehmen, die auf Jahressicht die eigenen Cash-Reserven steigern können und zudem über wenig Schulden verfügen.

In solchen Fällen erkennen Sie, dass aus dem laufenden Cashflow der Minen genügend Kapital hereinkommt, um auch das Unternehmen ertragreich zu führen.

Allerdings muss ich Ihre Euphorie hier gleich bremsen. In diese Kategorie fallen tatsächlich nur die allerwenigsten Rohstoff-Unternehmen – v. a. nach 4 Jahren Bärenmarkt.

Wer aber diese Marktphase ohne viele weitere neue Schulden überstanden hat, gehört tatsächlich zu den Topwerten.

31. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.