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Rohstoff Iridium – Exotisches Edelmetall als lohnendes Investment?

Es ist ein äußerst seltener Rohstoff: Iridium, das schwerste und härteste Metall, das Element mit der größten Dichte, die auf der Erde zu finden ist. Damit ist es nahezu fälschungssicher. Iridium lockt auch Privatanleger. Doch die Investitionsmöglichkeiten sind risikoreich und äußerst begrenzt.

Rohstoff Iridium: das schwerste Element

Ein exotischer Rohstoff wie Iridium übt nicht nur auf avantgardistische Anleger Reiz aus. Wer einen kleinen Kubikzentimeterwürfel des silber-weiß schimmernden Metalls in der Hand hält, verspürt sein erstaunliches Gewicht von 22,65 Gramm. Ein solcher „Iridium-Cube“ wird weltweit einzig vom Reutlinger Juwelier Lachenmann seit 2011 angeboten. Damals war er 810 € wert, heute etwas mehr als die Hälfte.

Während des rasanten Preisanstiegs um fast 100% allein 2010 kam auch die Scheideanstalt Heimerle & Meule aus Pforzheim auf die Idee, Iridium als Pulver in versiegelten Plexiglas-Safebags anzubieten. Andere Möglichkeiten, Iridium in physischer Form zu präsentieren, gibt es nicht – weder Barren noch Münzen.

Harte und hitzebeständige Legierungen für die Industrie

Grund ist die extreme Härte des Edelmetalls, weswegen es in der Industrie gebraucht wird. Es ist das korrosionsbeständigste Element. Verwendet wird es ausschließlich als Beimischung von Legierungen. Gerade in Verbindung mit anderen Elementen zeigt sich der Grund für die Namensgebung: Es schimmert in den verschiedensten Farbvarianten – Das griechische Wort Iris steht für Regenbogen.

Eingesetzt wird Iridium vorwiegend zur Härtung von Platinlegierungen. Die hohe Korrosionsbeständigkeit wird unter anderem in der chemischen Industrie, der Medizin- und Raumfahrttechnik genutzt. Da Iridium extrem temperaturstabil ist, finden sich Iridium-Katalysatoren beispielsweise in Raketentriebwerken.


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Iridium gehört wie Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium und Osmium zur Gruppe der Platinmetalle. Als Rohstoff mit äußerst geringen Vorkommen gehört Iridium zu den seltenen Metallen. Es ist seltener als Platin und Gold. Gefördert wird es in Südafrika, Kanada, Russland, Japan und auf Borneo.

Die Fördermenge liegt zwischen 4 und 5 Tonnen jährlich. Jüngsten Plänen der NASA zufolge könnte Iridium neben anderen seltenen Rohstoffen künftig auch auf dem Mond abgebaut werden.

Volatiles Rohstoff-Zertifikat

Aktuell und auf der Erde jedoch ist Iridium genauso selten wie entsprechende Anlagemöglichkeiten. Wer Informationen oder Preise zu Iridium sucht, muss ordentlich recherchieren. Hauptgrund: Anders als beim Gold fehlt eine einigermaßen transparente Preisbildung an der Börse.

Im Vergleich etwa zu Platin oder Palladium ist Iridium allein zu unbedeutend. Wer auf die Entwicklung an der Rohstoffbörse setzen will, findet nur ein Zertifikat auf seltene Metalle wie Rhodium, Ruthenium und Iridium. Mit dem Basket-Zertifikat (ISIN DE000AA0R3X1/ WKN AA0R3X) sind sie seit 2008 auch für Privatkunden handelbar.

Damals galten sie als die „Shooting-Stars“ am Rohstoff-Himmel. Nach einem fulminanten Start und vielversprechenden Aussichten stürzten die Notierungen bis 2009 ins Bodenlose, erlebten 2011 ein Zwischenhoch und pendeln sich derzeit auf niedrigem Niveau ein. Insgesamt eine sehr volatile Entwicklung.

3. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.