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Rohstoffe im Weltraum: Deep Space Industries greift zu den Sternen

Der Rohstoffmarkt könnte in rund zehn Jahren vor einem Umbruch stehen. Bislang wird der Preis gerade von Edelmetallen durch ihr begrenztes Vorkommen beeinflusst. Doch seit geraumer Zeit gibt es ernsthafte Pläne, Rhodium, Palladium, Platin, Iridium oder Gold auch im All zu fördern. Nach aktuellem Kenntnisstand bieten Asteroiden ideale Voraussetzungen.

Rohstoffe im Weltraum – Deep Space Industries und Planetary Resources am Start

Deep Space Industries oder Planetary Resources wollen Rohstoffe im Weltraum abbauen. Als die beiden privaten amerikanischen Firmen vor wenigen Jahren ihre Pläne der Öffentlichkeit vorstellten, wurde klar, dass es sich nicht um Science Fiction handelt. Die Vorstellungen mögen futuristisch anmuten, doch wurden schon enorme Summen in spezielle Technologien investiert.

Deep Space Industries (DSI) aus Kalifornien und Planetary Resources mit Sitz im Bundesstaat Washington haben zwar ein Ziel, verfolgen aber unterschiedliche Konzepte. Während Planetary Resources Ressourcen abbauen und zur Erde transportieren will, sieht Deep Space Industries auch eine Verarbeitung vor Ort vor. Die Kalifornier erkannten das Potenzial, das Planetary Resources 2012 aufzeigte und gründeten ein Jahr später ihr eigenes Unternehmen.


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Asteroid mit mehr Platin als auf der Erde

Das Potenzial ist ein Multimilliardengeschäft mit den Schätzen, die sich in Asteroiden verbergen, vor allem mit Edelmetallen. Experten gehen davon aus, dass bereits ein einziger 500 Meter großer Himmelskörper mehr Platin enthält, als bis heute auf der Erde gefördert wurde. Von den rund 9.000 bekannten sind 1.500 der Erde so nahe, dass der Aufwand einer Mondmission gleicht.

Bevor es in fünf bis zehn Jahren an den eigentlichen Bergbau geht, hält zunächst ein kleiner Erkundungssatellit Ausschau nach geeigneten Asteroiden. Danach folgt ein kleines Weltraumfahrzeug, das dort Bodenproben entnimmt. Langfristig soll eine Weltraumfabrik einen Teil der Rohstoffe in verwertbares Material umwandeln, das mithilfe von 3D-Druckern geformt wird. An Druckern und Fördertechnik, die unter Schwerelosigkeit funktioniert, wird bereits gearbeitet.

Förderfabriken im Orbit

Vor Ort verarbeitet werden Rohstoffe, mit denen eigene Kommunikationsplattformen errichtet werden, die bisherige Satelliten ersetzen. Solarkraftwerke mit Spiegeln sollen die Erde mit Energie versorgen. Und Treibstoffdepots mit Rohstoffen und Wasser der Asteroiden sollen weitere Weltraummissionen erleichtern, weil dann der kostspielige Transport von der Erde entfällt. Ziel ist es, eine ganze Flotte von Raumfahrzeugen zu bauen, die Treibstoff aus Asteroiden herstellen und Edelmetalle abbauen können.

Die beiden Unternehmen Planetary Resources und Deep Space Industries rechnen mit gesamten Anlaufinvestitionen, die den Milliardenbereich übersteigen dürften. Konkrete Zahlen sind schon wegen der Unwägbarkeiten im All schwierig. Zu den namhaften Investoren gehört bei Planetary Resources Google-Chef Larry Page. Hinzu kommen erste Teilfinanzierungen durch die US-Regierung, Institutionen, Werbung und Sponsorenverträge.

Rechtssicherheit und Konfliktpotenzial

Die Kosten für derartige Orbit-Unternehmungen dürften übrigens sinken, wenn immer mehr Firmen den Zukunftsmarkt entdecken. Für die notwendige Rechtssicherheit soll der Ende 2015 verabschiedete Space Act sorgen. In Europa prescht Luxemburg mit einer Gesetzesinitiative voran. Mit gleichzeitig geförderter Forschung und Entwicklung sowie einer Kooperation mit Deep Space Industries zieht das kleine Land Know-how an.

Doch so greifbar der Rohstoffabbau im All auch erscheint, ob alles nach Plan läuft, wird auch von anderen abhängen, die ein Wort mitreden wollen. Russland und Brasilien haben bereits ihren Einspruch gegen die US-Schürfrechte eingelegt. Im internationalen Rechtsbereich dürften noch einige Hürden zu überwinden sein. Noch ist alles in den Kinderschuhen und nur auf spannenden Animationen erkennbar.

Viele offene Fragen

Entsprechend viele Fragen sind offen. So ist der Einfluss auf den bisherigen irdischen Marktpreis von Edelmetallen eine große Unbekannte. Wird er mit den neuen Vorkommen sinken? Wie wirken sich eventuell höhere Förderkosten aus? Und, wird sich das alles tatsächlich lohnen? Was die Marktpreise angeht, so dürfte sich für Privatanleger und Edelmetallfreunde vor 2020 jedenfalls nicht viel ändern.

2. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.