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Rohstoffindex – Basiswissen für Anleger

Mit Indizes wie dem DAX oder dem DOW JONES sind viele Anleger bereits vertraut.

Aber zum Beispiel auch Rohstoffindizes bieten vielen Anlegern interessante Anlagemöglichkeiten  und einen Einstieg in den Handel mit Derivaten.

Rohstoffindex: Die Grundlagen

Viele unterschiedliche Faktoren beeinflussen den Rohstoffmarkt. Um erfolgreich auf Rohstoffindizes zu setzen, sollten mehrere Indizes im Auge behalten werden.

Durch das Betrachten eines einzelnen Rohstoffindex ist eine realistische Darstellung der Marktentwicklung kaum gegeben.

Ein Rohstoffindex kann sehr unterschiedliche Bestandteile beinhalten. Diese reichen von Rohstoffen zur Energiegewinnung bis hin zu Metallen und Agrarrohstoffen.

Mehr zum Thema: Jim Rogers – Rohstoff-Experte par excellence

Zudem unterscheiden sich die verschiedenen Indizes beispielsweise in der Anzahl und Gewichtung der Rohstoffe, den Zinserträgen oder ihrer Rollover-Strategie.

Mehr zum Thema: Die wichtigsten Indizes für Rohstoffe und Immobilien


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Begrifflichkeiten

Die Rohstoffe werden von Anlegern oft über Futures oder Derivate gehandelt.

Da die wenigsten Anleger ihren Rohstoff tatsächlich geliefert bekommen möchten, sorgt der sogenannte „Rollover“ für ein „Herüberrollen“ des Rohstoffes in einen länger laufenden Future-Kontrakt.

Dies führt zu einer Erhöhung der Rendite, insofern der Preis des Rohstoffes für den zukünftigen Liefertermin im Gegensatz zum aktuellen Liefermonat gesunken ist.

Dieser Umstand wird Backwardation genannt.

Der umgekehrte Fall, also ein erhöhter Rohstoffpreis zum nächsten Liefertermin, senkt dementsprechend auch die Rendite. Diese Situation bezeichnet man als Contango.

Mehr zum Thema: Rohstoffmärkte: Gewinnen mit der Preisdifferenz der Future-Kontrakte

Die Handhabung dieser Rollerträge ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal bei den zahlreichen Versionen von Rohstoffindizes.

Verschiedene Varianten von Rohstoffindizes

Die Rollgewinne oder auch Rollverluste werden je nach Index-Version unterschiedlich behandelt.

Bei einem Spot Return Index werden weder Backwardation noch Contango berücksichtigt. Es wird also kein Ausgleich vorgenommen.

Anders sieht es bei einem sogenannten Excess Return Index aus. Hier wird der Rohstoff tatsächlich von dem aktuellen Liefermonat in den nächsten Liefermonat „gerollt“.

Diese Indizes zeigen die Indexentwicklung auf, die sich bei einem tatsächlichen Verkauf und einem neuem Kauf des Rohstoffs abzeichnen würde. Backwardation und Contango werden demnach in die Berechnung einbezogen.

Die 3. Variante wird als Total Return Index bezeichnet. Wie beim Excess Return Index werden Backwardation und Contango einberechnet, jedoch spielen hier auch die Zinserträge eine Rolle.

Es wird nicht sofort der volle Betrag des Kontraktes fällig, sondern vorerst nur eine Sicherheitsleistung (Margin).

Der restliche Betrag kann verzinslich angelegt werden. Dieser Zinsertrag (Collateral Return) ist dann ebenfalls Bestandteil bei der Berechnung des Index.

Rohstoffindex als Indikator

Rohstoffindizes gelten als Indikatoren für die zukünftige Kostenentwicklung der Industrie. Auch inflationäre Strömungen lassen sich mittels dieser Indizes herausfiltern.

Trendwenden am Rohstoffmarkt geben überdies oftmals Hinweise auf die Entwicklung des Rentenmarktes, da sie im Gegensatz zu Anleihen eine Vorlaufzeit von 3 bis 6 Monaten haben.

Enge Zusammenhänge bestehen zudem zwischen Rohstoffindizes und zahlreichen Währungen. Fällt beispielsweise der US-$, steigen die Rohstoffpreise insbesondere im Agrar- und Ölsektor.

Rohstoffindizes bieten somit nicht nur Investitionsmöglichkeiten, sondern finden auch als Indikatoren für zukünftige Wirtschaftsentwicklungen Anwendung.

10. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.