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Rohstoffindex-Zertifikate: Achten Sie auf das Kleingedruckte

Wer einmal etwas anderes möchte, als immer nur Zertifikate auf DAX, EUR/USD oder Aktien zu kaufen, ist bei Rohstoffindizes gut aufgehoben. Hierbei gibt es eine große Auswahl an Basiswerten und noch mehr Produkte, mit denen man auf die Entwicklung der Rohstoffpreise spekulieren kann.

Doch wie so oft entscheidet auch hier das Kleingedruckte, ob ein solches Zertifikat wirklich im Sinne des Anlegers ist.

Index als Basiswert

Kauft man ein Zertifikat mit einem Index als Basiswert, sollte man wissen, warum. Ein Zertifikat auf den DAX ist einfach erklärt: Man gewinnt oder verliert in Abhängigkeit davon, ob der DAX steigt oder fällt. Entscheidend sind demnach die Kursänderungen der 30 wichtigsten Aktienunternehmen in Deutschland, die im DAX gelistet sind.

Hat man ein Put-Zertifikat, steigert sich dessen Wert, wenn der DAX fällt. Andernfalls (wenn man der Meinung ist, dass der DAX steigen wird) kauft  man ein Long-Zertifikat. Spekuliert man auf ein Rohstoffindex-Zertifikat, muss man sich der genauen Zusammensetzung des Rohstoffindex bewusst sein. Denn hier kann es durchaus große Unterschiede geben. Unterschiedliche Rohstoffindizes

Auswahl der Zertifikate

Allein das kann schon zu einem Problem werden, wenn man sich schließlich für den passenden Rohstoffindex entschieden hat. Der Markt bietet eine große Auswahl an Produkten. Discount- oder Bonuszertifikate genauso wie gehebelte Wertpapiere, mit denen man ein Vielfaches gewinnen oder verlieren kann, wenn sich der Basiswert ändert.

Es werden immer wieder neue Kreationen für Rohstoffindex-Zertifikate angeboten. Wichtig dabei ist, sich die Details durchzulesen, denn man sollte nur ein Zertifikat kaufen, wenn man komplett verstanden hat, wie es funktioniert.


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Rohstoffindex-Zertifikate kaufen: Das müssen Sie beachten

Bevor man Rohstoffindex-Zertifikate kauft, muss man sich für einen Rohstoffindex entscheiden. Die Emittenten bieten nicht nur Zertifikate auf die größten und bekanntesten Rohstoffindizes (z.B. CRB), sondern auch auf ganz spezielle Randgruppen im Rohstoffsektor (z.B. RICI Enhanced Cocoa). Genaue Vertragsbedingungen bekommt man jedoch oft erst auf Anfrage.

Möchte man sich möglichst breit aufstellen im Rohstoffmarkt, sollte man sich auch an die größten Indizes halten, die eine Mischung aus sehr vielen Rohstoffen enthalten. Eines muss auch noch erwähnt werden: Zertifikate kosten während der Haltezeit Geld. Sollte sich rein theoretisch der Wert des Rohstoffindex nicht verändern, sinkt der Preis für das Zertifikat mit der Zeit.

Deshalb ist eine 1:1-Abbildung eines Rohstoffindex mit einem Zertifikat unmöglich. Allerdings kommt der Emittent in der Realität sehr nahe an dieses Verhältnis heran. Besonders aus diesem Grund sind die Vertragsbedingungen genau zu studieren, bevor man in ein Rohstoffindex-Zertifikat investiert.

Rohstoff-Zertifikate: Garantieanleihen als Alternative?

Garantieanleihen auf einen Rohstoffindex versprechen eine hohe Sicherheit. Hohe Zinsen und die garantierte Rückzahlung des Einsatzes lockten schon zahlreiche renditehungrige Anleger.

Doch bei näherer Betrachtung dieser Anlage müssen Anleger feststellen: Hohe Renditeversprechungen haben oft einen Haken – oder sogar mehrere.

 

Die Tücken der Garantieanleihe

Der versprochene Kapitalschutz schließt allerdings nicht die Inflation mit ein. Somit verliert das investierte Geld über die Zeit der Investition schon von sich aus an Wert. Nur ein positiver Kursverlauf kann die Gefahr der Geldentwertung auffangen und das Kapital wirksam schützen.

Auch die Gewinndeckelung der Garantieanleihen ist ein Fakt, der berücksichtigt werden sollte. Erzielt die Anleihe einen höheren Gewinn als durch den Deckel vereinbart ist, geht der Anleger bei diesem Zusatzgewinn leer aus.

Ebenso ist die Laufzeit wichtig. Bei einem vorzeitigen Verkauf wird der 100%ige Kapitalschutz nichtig. Man muss mit einem Abschlag von etwa 5% rechnen. Anleger sollten beim Kauf einer Garantieanleihe also bereit sein, sie auch bis zum Ende der Laufzeit halten zu wollen.

Auch der Fiskus darf nicht vergessen werden. Denn wie bei allen Kapitaleinkünften möchte das Finanzamt auch hier seinen Teil vom Kuchen abbekommen. Das heißt: Von dem Gewinn der Garantieanleihe muss zusätzlich auch noch die Abgeltungssteuer von 25% abgezogen werden. Dazu kommen dann noch die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag.

Garantieanleihen – am Ende nur heiße Luft?

Garantieanleihen auf den Rohstoffindex hören sich nur im ersten Moment wie die Erfüllung aller Anlegerträume an. Denn: Der Kapitalschutz beinhaltet weder eine Inflationsbetrachtung noch greift er, wenn die Anleihe vor Ende der Laufzeit verkauft wird.

Zudem fallen die Renditeaussichten in der Regel ebenfalls geringer aus als bei herkömmlichen Anleihen. Positiv wirkt sich der Kapitalschutz allerdings bei einem Abrutschen des Rohstoffindexes ins Minus aus. In diesem Fall ist zumindest das Ausgangskapital des Anlegers gesichert.

Das Fazit: Hohe Renditen sind durch Garantieanleihen auf den Rohstoffindex aber nicht unbedingt gewährleistet. Anleger sollten sich genau überlegen, wie sie investieren wollen.

22. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.