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RoI: Beispielrechnung gibt Aufschluss

Sowohl für Unternehmer als auch für Privatanleger ist der RoI eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl. Sie gibt Aufschluss über die Effizienz einer Investition. Durch die Berechnung dieser Kennzahl wird das Verhältnis zwischen Kapital und Gewinn deutlich.

RoI-Berechnung bei Investitionen sinnvoll

Es ist sinnvoll bei anstehenden Investitionen den RoI des entsprechenden Unternehmens zu berechnen. RoI steht für Return on Investment.

Diese Kennzahl sagt etwas darüber aus in welcher Relation das bereits investierte oder das noch zu investierende Kapital und der Gewinn beziehungsweise potenzielle Gewinn zueinander stehen.

Der RoI kann nämlich auch rückwirkend für bereits getätigte Investitionen berechnet werden. RoI ist der Oberbegriff für Renditekennzahlen und beschreibt die Eigenkapitalrendite und die Gesamtkapitalrendite.

Formeln zur Berechnung des RoI

Der RoI definiert sich folgendermaßen:

Formel  

Return on Investment (ROI) berechnen Methode C

$$\bo\text"ROI"=\text"Umsatzrendite " *\text"Kapitalumschlag "$$
Ergebnis berechnen

Die Umsatzrendite und der Kapitalumschlag lassen sich mithilfe zweier Formeln berechnen:

Formel  

Die Umsatzrendite berechnen

$$\bo\text"Umsatzrendite" = ( \text"Gewinn" / \text"Nettoumsatz"\)*100$$
Ergebnis berechnen

und

Formel  

Den Kapitalumschlag berechnen

$$\bo\text"Kapitalumschlag" = \text"Nettoumsatz" / \text"Gesamtkapital"$$
Ergebnis berechnen

Mehr zum Thema: RoI: Berechnung dank einfacher Formel

Eine Beispielrechnung des RoI macht nun anhand konkreter Zahlen deutlich, wie das Vorgehen in der Praxis aussieht.

RoI: Beispielrechnung erleichtert das Verständnis

Ein Modehaus möchte seine Produkte in Zukunft auch über das Internet vertreiben. Die Erstellung eines entsprechenden Shops kostet das Unternehmen 50.000€. Der dadurch erwartete Umsatz liegt bei 900.000€. Ein Drittel davon kann das Unternehmen als Gewinn verbuchen.

Zuerst muss der Kapitalumschlag berechnet werden. Dafür werden in der Formel für den Nettoumsatz 90.000€ und für das Gesamtkapital 50.000€ einsetzt.

Das Ergebnis dieser Berechnung ist 18. Anschließend wird die Umsatzrendite berechnet, indem der Gewinn von 300.000€ durch den Nettoumsatz von 900.000€ geteilt wird. Die Umsatzrendite liegt somit bei 1/3.

Mithilfe dieser bereits errechneten Zahlen kann nun der RoI bestimmt werden. Hierfür werden 1/3 durch 18 geteilt. Das Ergebnis lautet 6. Prinzipiell gilt: Je höher das Ergebnis einer Berechnung ist, desto lohnenswerter ist die Investition für das Unternehmen.

Der Zielwert sollte schon über 10 liegen, ist aber stark branchenabhängig. Für den Handel gilt, dass der Wert höher sein sollte, für die Industrie reicht auch ein Wert unter 10.

Der RoI reicht als Grundlage nicht aus

Allerdings sollte der RoI nie die einzige Kennzahl sein, auf deren Basis über eine Investition entschieden wird. Eine Risikoanalyse würde sich zum Beispiel noch ergänzend anbieten.

Eine Berechnung des RoIs hat aber nicht nur Vorteile. Dadurch, dass das Ergebnis rein statistisch ist, wird der Einfluss von Zeit auf die Gesamtrentabilität nicht genügend berücksichtigt. Hier empfehlen sich weitere Überlegungen, die dies mit einbeziehen.

Mehr zum Thema: Was ist der RoI? 

Auch beschreibt der RoI nur einen kleinen Teil des betrieblichen Geschehens und liefert nur eine Spitzenkennzahl. Die Entwicklung der Liquidität des Unternehmens wird zum Beispiel gar nicht berücksichtigt.

25. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.