Der Dax schaffte es zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder, die 6000 Punkte zu überwinden.
Damit überraschte der Index Analysten, Kommentatoren, Anleger, Fondsmanager und auch uns. Denn eine derartige Aufwärtsbewegung hat es im ganzen Jahr noch nicht gegeben.
Am Dienstag und Mittwoch ging es insgesamt gleich um fast 10% nach oben. Auslöser war nicht nur die Ankündigung der Notenbanken, die Eurozone mit Geld zu unterstützen.
Vielmehr staut sich derzeit am Markt außerhalb der Aktienbörsen viel Geld. Dies ist Ihre Chance, auch in der neuen Woche – der Dax hat beste Chancen, über 6.000 stabil zu bleiben.
Sachwerte gefragt
Der Dax repräsentiert genau die Anlageklasse, die sich in der kommenden Finanzkrise, Teil II, bestens bewähren wird. Sachanlagen wie Aktien sind das einzige Instrument, um der Geldschwemme zu begegnen.
Je mehr Geld die Notenbanken jetzt an den Markt treiben, desto größer wird der Anlagenotstand werden. Dies wird sich in steigenden Aktienkursen zeigen, wahrscheinlich schon in der neuen Woche. Die Vorzeichen ähneln denen dieser Woche.
Schon am Montag wurde sichtbar, welches Potenzial plötzlich in den Märkten steckt.
Die aufgelaufenen Geldmengen machten alleine beim Dax ein Kursplus von 4,65% aus. Das Handelsvolumen, wichtiges Signal für die Festigkeit der Kursentwicklung, lag bei 3,3 Milliarden Scheinen. Damit übertraf der Handel sogar die durchschnittlichen Bewegungen in den Wochen zuvor.
Alleine das Handelsvolumen aber zeigte am Dienstag, dass die Investoren sich noch über den Kursanstieg vom Wochenauftakt gefreut haben – sie zogen sich zurück. Das Volumen sank um mehr als 13%.
Am Mittwoch dann der große Knall: die Notenbanken in den USA und Japan kündigten das Rettungsprogramm an.
Damit schoss das Interesse, gemessen am Handelsvolumen, gleich um 80% auf 5,495 Milliarden nach oben. Das heißt vor allem, dass Sachwerte gefragt sind.
Die Angst dominierte die Märkte, nicht die Euphorie oder Gier, wie Medien es darstellen wollten.
Deutsche Konjunkturzahlen spielen keine Rolle
Schon am Donnerstag konnten Sie hören, die Konjunktur bei uns sei verantwortlich für die positive Börsenentwicklung.
Falsch, denn: an den anderen Märkten ging es auch aufwärts, zudem ist das Handelsvolumen sicheres Zeichen für die Quelle der steigenden Kurse. Es ist die pure Angst vor den Folgen der steigenden Geldmenge. Daraus aber können Sie auch für die kommende Woche Schlüsse ziehen.
Die Sorge um die Stabilität der Eurozone wird in den nächsten Tagen und auch in den kommenden Wochen nicht geringer.
Wir rechnen damit, dass schon in den kommenden Tagen weitere Herabstufungen durch die Rating-Agenturen die Märkte erneut erschüttern werden.
Die EZB wird wieder Anleihen kaufen und damit die niedrige Rendite sicherstellen. Mit anderen Worten: alles bleibt am Alten. Das weiterhin vorhandene Geld aber wird an die Börsen fließen.
- Dies entspricht fast dem Szenario, das die österreichische Schule vor wenigen Monaten entwickelt hat: ein „CuB“ (Crack up and Boom) – Schauspiel, welches im Zuge der Geldmengenflut zunächst die Aktienkurse weit nach oben treibt.
- Genau dies passierte in den vergangenen Tagen – ablesbar auch am Handelsvolumen.
- Die Geldmenge, die an den Aktienmarkt fließt, wird daher weiter steigen, schon in den kommenden Tagen (unter Schwankungen). Das aber bedeutet:
- Die Aktienmärkte stehen jederzeit vor einem weiteren Ausbruch nach oben. Sogar ein Anstieg bis auf 7.000 Punkte ist unter diesen Voraussetzungen möglich. Setzen Sie dabei aber vor allem auf Aktien substanzstarker Unternehmen. Investoren, die Angst haben, kaufen ohne Phantasie. Wachstumshoffnungen werden sich daher nicht erfüllen.
Achtung: Solche Werte sind beispielsweise die Münchener Rück, Allianz oder Automobilkonzerne wie VW und BMW.
Sie können investieren, wenn Sie nicht auf die höchsten, sondern auf stetige Renditen in einem wachsenden Abwärtsmarkt setzen möchten.
In der neuen Woche wird es aller Wahrscheinlichkeit nach andere Sieger geben – für Ihre Vorsorge spielt dies jedoch keine Rolle.


