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Rürup Rente: Steuern erst im Alter zahlen

2005 wurde sie eingeführt: die Rürup-Rente. Steuern zahlen müssen die Beitragszahler darauf erst im Alter. Im Vergleich zur Riester-Rente ist die Rürup-Rente bislang sehr weit ins Hintertreffen geraten. Mehr als 10 Millionen Riester-Sparern stehen noch nicht mal 1 Million Bürger gegenüber, die sich für die Rürup-Rente entschieden haben.

Rürup-Rente: Steuer-Vorteile für Freiberufler

Selbst in der Hauptzielgruppe der Selbstständigen und Freiberufler ist die neue Basisrente bislang nicht sonderlich gefragt. Dies verwundert vor allem, da diese Berufsgruppen Schwierigkeiten bei der Beantragung der Riester-Förderung besitzen.

Letztere richtet sich nämlich vor allem an sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Beamte.

Die Rürup-Rente steht hingegen allen Interessenten offen und gibt dabei auch keine Beitragsgrenzen vor. Doch dennoch gibt es einige Einschränkungen.

Rente mit einigen Tücken

Das größte Manko ist dabei der fehlende Hinterbliebenen-Schutz. Dieser kann im Einzelfall jedoch mit einem entsprechenden Rentenvertrag umschifft werden, der jedoch zu Rentenminderungen führt.

Hinzu kommt das Problem, dass diese Rentenform nur als lebenslange Pension ausbezahlt werden kann. Einzelzahlungen größerer Summen sind damit nicht möglich. Dafür winken Rürup-Sparern steuerliche vorteile, die sich an der gesetzlichen Rente orientieren.

Rürup-Rente: Steuer beim Finanzamt absetzen

Seit 2015 gilt: Der Höchstbetrag der Rürup-Rente ist an den Maximalbetrag der knappschaftlichen Rentenversicherung, und damit an den aktuellen Beitragssatz, gekoppelt. Dieser liegt 2016 sogar bei 91.800 € pro Jahr, wodurch auch der Höchstbetrag der Rürup-Rente auf 22.766 € steigt.

Maximal können 2016 18.668 € steuerlich angerechnet werden, 2015 waren es noch 17.738 €. Bei Verheirateten verdoppelt sich die Summe auf 37.336 €.

Diese Höchstbeträge gelten jedoch nur für Freiberufler, die nicht in ein Versorgungswerk ihres Berufsstandes einzahlen. Dies kann beispielsweise bei Ärzten oder Anwälten der Fall sein. In diesem Fall würde sich der absetzbare Betrag entsprechend nach unten verändern.

Gleiches gilt bei normalen Arbeitnehmern und Beamten. Diese dürfen ebenfalls geringere Beiträge absetzen. Hier verringert sich der Betrag meist um die Höhe der anderweitig absetzbaren Altersvorsorgebeiträge.

Der Steuervorteil der Rürup-Rente gilt jedoch nur während der Ansparphase. Mit Beginn der Rentenauszahlung gleicht sich die Pension hingegen anderen privaten Vorsorgeformen an.

Rente erst ab dem 62. Lebensjahr

Wer in diesem Jahr einen Vertrag abschließt, bekommt sein Rente frühestens beim Erreichen des 62. Lebensjahres ausbezahlt. Auch hier gibt es also keine größeren Vorteile gegenüber anderen Rentenformen.

Wichtig ist auch: Fondsbasierte Rürup-Verträge können in schlechten Jahren zu Verlusten führen. Es ist also ratsam, diese nur zu wählen, wenn der Grundbedarf im Alter bereits durch eine gesetzliche Rentenversicherung gesichert ist.

Selbstständige und Freiberufler sollten aber dennoch einen Blick auf die Rürup-Rente riskieren. Vor allem steuerlich könnte sich diese Form durchaus lohnen.

4. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.