MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Rüstungs-Geschäfte: Deutsche Unternehmen verdienen daran

Krieg und Terror sind ein großes Problem unserer Zeit und auch dieser Tage leider wieder allgegenwärtig.

Doch wie schon immer in der Geschichte, gibt es auch heutzutage Profiteure von Kriegen.

Selbst deutsche Firmen und – Sie werden es nicht glauben! – sogar deutsche Banken, Versicherungen und Rentenfonds finanzieren diese mit; gar die Atomwaffen-Technologie!

Unheilige Verflechtungen

Ihnen ist vielleicht bereits bekannt, dass es finanzielle Verflechtungen dieser Unternehmen mit Konzernen wie Thyssen Krupp, der Airbus Group (vormals EADS) sowie mit dem britischen Rüstungs-Giganten BAE Systems gibt.

Bei diesen Herstellern von Atomwaffen-Technologien handelt es sich um klassische Mischkonzerne. Sie stellen neben Rüstungs-Gütern auch zivile Produkte her.

Zu ihren Financiers gehören u. a. auch deutsche Finanzdienstleister.

Nachfolgend möchten wir diese hinsichtlich der Atomwaffen-Technologie näher unter die Lupe nehmen.

Eines jedoch noch vorab: 80% der Transaktionen für Atomwaffen-Hersteller entfallen dabei auf Unternehmens-Kredite und die Ausgabe von Unternehmens-Anleihen.

Beide Finanzierungs-Formen kommen Atomwaffen-Konzernen für ihre Refinanzierung direkt zugute. Zudem unterstützen diese so auch die Entwicklung, Produktion und Wartung von Nuklear-Waffen.

Deutsche Bank

Das größte Bankhaus hierzulande unterstützt Konzerne, die u. a. Atomsprengköpfe, nukleare U-Boote, Panzer usw. herstellen oder instand halten.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Konkret hält es entweder selbst oder treuhänderisch Aktien und Anleihen an 4 solchen Unternehmen.

Ihre wichtigsten Kunden dahingehend sind Thyssen Krupp, BAE Systems, die Airbus Group, Honeywell International und Raytheon.

Zudem versorgt die Deutsche Bank 13 Atomwaffen-Konzerne mit Krediten oder Kapitalanleihen.

Verstehen Sie richtig: Es gibt zwar eine interne Rüstungs-Richtlinie, die die Finanzierung von direkten Transaktionen, die mit kontroversen Waffen zusammenhängen, zu denen auch Atomwaffen gehören, untersagt.

Dennoch werden Rüstungs-Mischkonzerne über die Ausgabe von Anleihen oder Unternehmens-Krediten finanziert.

Waffen und Streu-Munition

Außerdem unterhält die Deutsche Bank jährliche Geschäfts-Beziehungen in Höhe von 3 Mrd. € zu den 5 weltweit führenden Waffen-Herstellern.

Das sind Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, General Dynamics, BAE Systems. Die Tochter der Deutschen Bank, die Postbank, investiert zudem in Rüstungs-Exporteure, wie beispielsweise L-3 Communications.

Vergessen Sie in diesem Zusammenhang auch nicht das perfide Geschäft mit der Streu-Munition!

In der Tat: Die Deutsche Bank hat bereits 2009 erklärt, nicht mehr dort hinein zu investieren.

Dennoch gehört sie weiter zu den Spitzenreitern der deutschen Banken im Geschäft mit Streu-Munitions-Herstellern.

Denn sie hält dahingehend Aktien und unterstützt die Streu-Munitions-Hersteller mit Kredit-Vergaben und Ausgaben von Anleihen.

Ein Beispiel: 2011 gewährte die Deutsche Bank dem US-Streubomben-Hersteller Textron einen Kredit von 142,9 Mio. Dollar zur Herstellung von über 50 Streubomben für Indien.

So unterhält die Deutsche Bank Group Geschäfts-Beziehungen zu mindestens 5 Streu-Munitions-Herstellern im Umfang von mehr als 600 Mio. Dollar.

Zudem finanzierte sie über die Unterstützung mit Aktien und Anleihen von ATK Systems die Produktion radioaktiver Uran-Munition für die US-Army.

Commerzbank

Die „Bank an deiner Seite“ versorgte 6 Atomwaffen-Konzerne mit Krediten und Anleihen in Höhe von insgesamt 2,19 Mrd. €. Ihr wichtigster Kunde ist dabei Thyssen Krupp.

Auch die Commerzbank hat seit 2008 eine Richtlinie für Rüstungs-Geschäfte, die eine Finanzierung und Lieferung von Waffen und Rüstungs-Gütern in Konflikt- und Spannungs-Gebiete untersagt.

Ebenso ist die Finanzierung von Transaktionen verboten, die Bezüge zu kontroversen Waffen, wie beispielsweise Atomwaffen, haben.

Allerdings schließt dies nicht Dienstleistungen für Mischkonzerne aus, die „zu einem geringen Teil auch im Rüstungs-Geschäft aktiv sind“.

So investiert auch die Commerzbank weiterhin in Rüstungs-Konzerne, die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind.

Das sind beispielsweise BAE Systems, Boeing, Airbus Group, Rolls-Royce und Thyssen Krupp; außerdem US-amerikanische Streubomben-Hersteller wie etwa Textron, General Dynamics, L-3 Communications und Lockheed Martin.

19. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.