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Ruhestand planen: Diese Checklisten sollten Sie beachten

Durchschnittsrentner Max Mustermann wird statistisch gesehen immer älter, geht gerne auch früher in den Ruhestand, und will seinen Ruhestand genießen. Doch es wird immer weniger Rente: Max Mustermann bekommt heute eine Rente in Höhe von 52% seines letzten Netto-Einkommens. Tendenz fallend.

70% des letzten Netto-Einkommens sollten es allerdings schon sein, meinen die die Vorsorge-Experten vom Fachblatt „Der Geldanlage Berater“. Am Anfang steht die Analyse. Was brauche ich an Geld im Ruhestand? Die Vorsorge-Experten vom „Geldanlage-Berater“ haben eine Faustregel.

Den Ruhestand planen: Faustregel zur Rentenhöhe

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass Sie mindestens 70 bis 75% Ihres letzten Arbeitseinkommens auch im Ruhestand benötigen werden, um die steigenden Lebenshaltungskosten und auch die im Alter höheren Kosten der medizinischen Versorgung zu tragen.

Was Sie an Kapital mindestens einplanen sollten, finden Sie in der Checkliste der Altersvorsorge-Profis vom „Geldanlage-Berater“.

Den Ruhestand planen: Die Checkliste

Die Beträge sind Experten-Prognosen für einen gut situierten Rentner-Haushalt (2 Personen) pro Monat im Jahre 2020:

  • Nahrungsmittel und Bekleidung: 472 €
  • Wohnen inklusive Energie und Instandhaltung: 472 € Hinweis: Auch bei Wohneigentum fallen Betriebs- und Instandhaltungskosten an!
  • Gesundheit und Pflege: 281 €
  • Bildung, Unterhaltung, Reisen und Freizeit: 511 € Hinweis: Je nach Ihren Hobbys und Neigungen kann der Bedarf natürlich auch höher ausfallen.
  • Verkehr/Mobilität: 431 €
  • Sonstige Ausgaben (ohne Vermögensbildung): 392 € Hinweis: Achten Sie besonders auf offene Verbindlichkeiten (z. B. Hypothekendarlehen Eigenheim)

  • Gesamtbetrag der Prognose: 2.559 €

Den Ruhestand planen: Ermitteln Sie Ihren eigenen Bedarf

Ein Tipp der Experten vom „Geldanlage-Berater“: Schreiben Sie einmal all Ihre aktuellen Ausgaben auf ein Blatt Papier. Wenn Sie dabei Schwierigkeiten haben, führen Sie dazu einfach einmal 1 bis 2 Monate ein Haushaltsbuch. Haushaltsbücher gibt es als Vordrucke in jedem gut sortierten Schreibwarenladen zu kaufen.

Stichwort Inflation: Auf die so ermittelten Beträge müssen Sie einen gehörigen Sicherheitszuschlag kalkulieren, da die Preissteigerungen im Schnitt 2% im Jahr betragen. Das heißt, wenn Sie noch 20 Jahre bis zur Rente haben, schlagen Sie getrost 40% auf Ihren heutigen Bedarf auf.

Denken Sie außerdem an Ihre persönliche Lebensplanung: Wollen Sie im Alter viele Reisen unternehmen, erhöhen Sie diese Position entsprechend.

So errechnen Sie die Versorgungslücke

Als erstes kommt immer der Kassensturz. Auch beim Planen des Ruhestands. Die Vorsorge-Experten vom Fachblatt „Der Geldanlage-Berater“ haben eine Checkliste erstellt. Mit der können Sie errechnen, wie viel Geld Sie im Alter haben, und wie viel Geld im Ruhestand fehlt.

Das fehlende Vermögen bauen Sie auf – die Anlage-Profis vom „Geldanlage-Berater“ wissen, wie. Altersvorsorge & Ruhestand – unser Tipp des Tages. Die gesetzliche Rente ist nicht genug für den sorgenfreien Ruhestand – Das ist keine Neuigkeit. Umso wichtiger ist es, den Ruhestand zu planen, auch finanziell.

Ruhestand planen – Erstens: Kassensturz

Ermitteln Sie, was Ihnen im Alter zur Verfügung steht, aus

  • gesetzlicher Rente
  • betrieblichen Renten
  • privaten Renten- und Lebensversicherungen
  • Zinseinkünften
  • Einkünften aus Vermietung/Verpachtung
  • Sonstigem (vorhandenes Vermögen, Erbschaften)

Ruhestand planen – Zweitens: Existenzrisiken absichern

  • Schließen Sie mindestens eine Privathaftpflicht- und eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung ab
  • Sorgen Sie durch Zusatzpolicen für eine umfassende private Absicherung von Krankheit und Pflegefall

Ruhestand planen – Drittens: Geldbedarf ermitteln

  • Aufschreiben der künftigen Lebenshaltungskosten
  • Besondere Wünsche (Hobby, Reisen)
  • Schuldentilgung (Kreditraten)
  • Versorgung von Angehörigen (Studium der Kinder)
  • Einplanung von Inflation und Sicherheitszuschlägen
  • Berücksichtigung der Einkommensteuer

Ruhestand planen – Viertens: Versorgungslücke berechnen

  • Geldbedarf abzüglich Einkommen im Ruhestand = Versorgungslücke
  • frühzeitige Absicherung der Versorgungslücke durch Ausnutzung staatlicher Förderung (Riester/Rürup/Vermögenswirksame Leistungen) und privater Vorsorgemöglichkeiten

Ruhestand planen – 6 Schritte für den Vermögensaufbau im Ruhestand

  1. Sparen Sie monatlich einen festen Betrag an.
  2. Nutzen Sie jede Möglichkeit, Vermögen aufzubauen. Legen Sie Teile von Weihnachts- und Urlaubgeld beiseite, kaufen Sie vergünstigte Belegschaftsaktien, verzichten Sie auf unnötigen Konsum.
  3. Tilgen Sie bis zum Ruhestand alle Schulden. Sie entgehen so Zinserhöhungen und ungeplanten Budgetbelastungen.
  4. Stoßen Sie unrentable oder aufwendige Kapitalanlagen ab. So können Sie Immobilien, die Sie nicht selbst nutzen, „verrenten“ und so eine lebenslange Einnahme erzielen.
  5. Schaffen Sie sich Wohneigentum. So können Sie steigenden Mietpreisen entgehen und haben zugleich eine inflationsgeschützte Sachwertanlage.
  6. Legen Sie Ihr Vermögen sicher an. Je dichter Sie am Ruhestand sind, umso geringer sollte Ihr Aktienanteil am Gesamtdepotsein. Legen Sie Erträge stets wieder an, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

10. September 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.