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Russisches Gasboykott: 7 einfache Tipps für die Selbstversorgung

Seit die Ukraine zum Spielball zwischen Europa, den USA und Russland geworden ist wird es mit neuem Kalten-Krieg-Gerede ernst. Russland hat jetzt den Druck auf die Ukraine erhöht und nun den Gashahn zugedreht, weil das Land nicht in der Lage ist, seine milliardenschweren Altrechnungen zu begleichen.

Während die Politiker im Westen eifrig dabei sind, zu behaupten, dass dies keine Auswirkungen auf die eigene Gasversorgung hat, warnen Experten jedoch genau vor dem Gegenteil. Was aber tun, wenn genau das eintrifft? Wenn die Gasversorgung nicht nur eingeschränkt, sondern vielleicht auch ganz eingestellt wird?

In unserem kleinen Szenario gehen wir davon aus, dass der Bedarf an Gas nicht mehr gedeckt werden kann und man zum Selbstversorger wird. Bevor es um die möglichen Maßnahmen geht, aber ein Blick auf die harten Zahlen rund um den Gasverbrauch in Deutschland und der EU.

Deutschland: Steigender Energieverbrauch

Der Energieverbrauch in Deutschland steigt. Beispielsweise lag er im Jahr 2013 gegenüber 2012 um rund 2,6% höher. Dabei stehen die fossilen Rohstoffe noch immer an erster Stelle. So stieg auch der Verbrauch von Erdgas zur Erzeugung von Wärme im oben genannten Zeitraum um rund 7%.

Wichtige Energieversorgung: Erdgas

Der Erdgas-Anteil am Energiemix aus Gas, Kernenergie, Mineralöl, Stein- und Braunkohle und den erneuerbaren Energien (z.B. Wind- und Wasserkraft) stieg ebenfalls. Er lag letztes Jahr bei satten 22,5%.

Somit ist Erdgas neben Mineralöl der zweitwichtigste Energie-Rohstoff in Deutschland.

Die von der Bundesregierung angestrebte 80% Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien, die momentan bei nicht einmal 12% liegt, ist also mehr als in weiter Ferne.

Knappes Erdgas in Deutschland

Russlands Staatsmonopolist Gazprom liefert rund 30% des Gasbedarfs der EU. Also etwa ein Drittel. Das ist eine ganze Menge. So ist Russland der wichtigste Öl- und Gaslieferant Deutschlands. Vor und während des „Gasstreites“ zwischen der Ukraine und Russland ist klar geworden, dass die EU nicht genug Erdgas besitzt, um die Ukraine bei einem Lieferstopp zu versorgen. Denn das von einem Bürgerkrieg geschüttelte Land benötigt etwa 28 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr.


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Würde die EU dazu in der Lage sein, dann könnten die Europäer die Pipelines in umgekehrter Richtung nutzen. Doch noch eines steht fest: Selbst in Europa könnte das Gas knapp werden, wenn die Russen nicht mehr liefern. Daran ändert letztlich auch die Notversorgung nicht viel.

Die „Gas-Lügen“ der Bundesregierung

Natürlich weiß auch die Bundesregierung von diesen Problemen. Aber um ihre desaströse Ukraine- und Russland-Politik weiter zu verschleiern, sollen deutsche Wähler nichts anderes als wieder einmal beruhigt werden. Wie so oft.

Die Gasspeicher in Deutschland seien gut gefüllt, tönt es vollmundig aus Reihen der Regierung. Es gäbe keinen Anlass zur Sorge. Doch das sind nur Lippenbekenntnisse und Täuschungen. Die wahren Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Gas-Notversorgung in Deutschland

Wenn man einmal die Ankündigungen aus dem Wirtschaftsministerium näher unter die Lupe nimmt, stellt man schnell fest das dort schlicht „Schaumschlägereien“ produziert werden. Und das sind die Fakten, die nicht an die große Glocke gehängt werden: In Deutschland gibt es 50 Speicher mit einem Fassungsvolumen von etwa 23 Milliarden Kubikmetern Gas. Auf sie kann in einem Notfall tatsächlich zurückgegriffen werden.

Doch das ist nicht viel. Denn bei einem durchschnittlichen Verbrauch würde dieses „Not-Gas“ gerade mal 80 Tage lang ausreichen. Das sind keine 3 Monate! Von „keinem Anlass zur Sorge“ kann also nicht mal im Ansatz die Rede sein.

Was passiert, wenn in Deutschland das Gas ausgeht?

Es besteht also berechtigte Sorgen: Denn die Energieversorgungssicherheit mit Erdgas ist in der EU und bei uns absolut gefährdet. Sollte es wirklich dazu kommen, dass hierzulande das Gas knapp wird, dann existiert ein Notfallplan. Er umfasst drei Stufen:

1. Frühwarnstufe: Zunächst wird einfach nur Alarm gegeben, die Entwicklungen werden genau im Blick behalten.

2. Alarmstufe: Rückgriff auf Notfallspeicher, Nachkauf aus anderen Quellen, Verlagerung des Gases innerhalb des internationalen Netzes.

3. Notfallstufe: Die Bundesnetzagentur erhält die Entscheidungsgewalt. Dazu gehört die drastische Regelung der Gasversorgung. Zum Beispiel werden Großverbraucher aus der Industrie vom Netz genommen. Die Beheizung in öffentlichen Gebäuden wird gedrosselt. Die Gasversorgung der privaten Haushaltskunden wird rationiert.

Szenario bei Gasboykott: Welche Vorkehrungen sich treffen lassen

1. Lebensmittel: Beispielsweise eingekochtes Gemüse, Trockennahrung (Reis, Erbsen, Linsen, Nüsse), Brotaufstriche in Gläsern oder Dosen. Ausreichend Trinkwasser nicht vergessen: Drei Liter pro Tag und Person.

2. Gasversorgung: Auch hier steht als erstes die Vorsorge. Und deshalb sollte man sich schon im Vorfeld, also lange bevor es zu Gas-Engpässen kommt, Propangas-Flaschen besorgen.

3. Heizen: Mit den Propangas-Flaschen können einzelne Räume heizen. Auch die Abwärme selbst heizt noch. Fürs Heizen kann man auch Katalyt- oder Baustellenheizer verwenden. Wenn möglich kauft man sich am besten einen Kamin oder Holzofen. Mit einem Vorrat aus trockenem Holz und Kohle kann man im Winter einige Monate ohne Gasheizung durchhalten.

4. Kochen und Backen: Mit einer 11 Kg-Propangas-Flasche kann man für einen drei Personen-Haushalt bequem drei Monate lang täglich Kochen und Backen. Mit Campingkochern mit Gaskartuschen können natürlich Mahlzeiten auch zubereitet werden. Mit Multifülkocher ist man noch unabhängiger, denn der arbeitet mit normalem Benzin. .

5. Licht: Leuchtmittel, die selbst Batterie unabhängig sind, sind die richtige Wahl. Denn diese sind nicht nur schnell verbraucht, sondern zudem nur begrenzt haltbar. Beispielsweise Dynamo- oder Schüttellampen. Mit einem ausreichenden Vorrat an handelsüblichen Kerzen und vor allem, Petroleum- und Gaslaternen ist man außerdem noch gut ausgerüstet. Eine Petroleumstarklichtlampe ist ein vollwertiger Ersatz zu einer 100-400-Watt-Glühbirne. Sie brennt zwischen fünf bis acht Stunden mit einem Liter Füllung.

6. Streichhölzer: Für das Anzünden der genannten Brennstoffe eigenen sich vor allem Streichhölzer. Sie sind nicht nur lange haltbar, sondern auch billig.  Kauft man eine größere Menge, sollten diese in einzelne 10er-Packungen verpackt werden. Wasserdicht in Gefrierbeuteln. Streichhölzer sind den normalen Feuerzeugen auf jeden Fall vorzuziehen.

7. Kommunikation: Natürlich muss man auf dem Laufenden sein und wissen, was um einen herum alles los ist. Die beste Möglichkeit dazu ist ein Radio. Und zwar ein Weltempfänger. Einen solchen gibt es mit Dynamokurbel, um Netzunabhängig zu sein.

Diese 7 Hilfsmittel sind eine gute Möglichkeit, sich vor einem absoluten Gasboykott zu schützen. Ob es tatsächlich dazu kommt hängt natürlich davon ab, wie lange unsere Politik noch mit sinnlosen Machtspielen provoziert. Mit unseren 7 Vorsorgemitteln sind Sie aber in jedem Fall auf der sicheren Seite.

25. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.