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Sachwertversicherungen als Absicherung und Investment – Eine Übersicht

Bei Sachwertversicherungen lässt sich Geld sparen. Viele Policen sind überflüssig, und bei wertvolleren Sachwerten zählt das richtige Angebot. Zudem gibt es Sachwertversicherungen auch als Investmentform. Beim Begriff Sachwertversicherungen ist es nicht unbedingt leicht, die Übersicht zu behalten. Zudem machen zahlreiche Spezial- und Sonderversicherungen die Sache nicht einfacher.

Sachversicherungen – nicht alles wird gebraucht

In der klassischen Versicherung als Absicherung ist der Begriff Sachwertversicherung keine einheitlich verwendete Kategorie. Sie gehört zu den Sachversicherungen. Her geht es um Schäden an einer Sache.

Dazu gehört im privaten Bereich etwa die obligatorische Kfz-Haftpflichtversicherung. Alle anderen Sachersicherungen sollten auf ihre Dringlichkeit überprüft werden.

So kann sich eine Vollkaskoversicherung bei älteren Fahrzeugen als unnötiger Kostenfresser erweisen. Ebenso eine Insassen-Unfallversicherung, da die Insassen bei der regulären Kfz-Versicherungen mit abgedeckt sind.

Die Gebäude- sowie Feuerversicherung wiederum sind zwar entgegen landläufiger Meinung keine Pflicht, jedoch empfehlenswert und bei Bankdarlehen ohnehin unvermeidbar.

Zu den entbehrlichen Versicherungen gehört in der Regel der Schutz gegen Glasbruch. Das Risiko ist relativ gering und der mögliche Schaden dürfte sich in Grenzen halten.


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Selbst bei der Unfallversicherung ist zu überlegen, wie hoch das Risiko ist, durch einen selbstverschuldeten Freizeitunfall zum Invaliden zu werden. Statistisch gesehen gehen Schwerbehinderungen nur zu einem sehr geringen Prozentsatz auf derartige Unfälle zurück.

Überflüssig sind auch viele Spezialversicherungen etwa fürs Handy oder Reisegepäck. Bei mitgeführtem Schmuck, hochwertigen Laptops oder Fotoausrüstungen sind die Prämien hoch und die Leistungen gedeckelt.

Außerdem ist ein Diebstahl von Gepäck oder Sachwerten im Urlaub bereits durch die Hausratversicherung abgedeckt. Und die lohnt sich auf jeden Fall, besonders, wenn zum Hab und Gut wertvollere Gegenstände gehören.

Hausratversicherung – Basisschutz für Wertgegenstände

Die Hausratversicherung ist die Basisversicherung für jeden, der höherwertige Gebrauchsgegenstände und Wertsachen besitzt. Abgedeckt sind Schäden durch Brand, Blitz, Wasser, Hagel und Sturm sowie Einbruch. Allerdings sind einige Einschränkungen zu beachten.

Vor allem die eigene Fahrlässigkeit. Doch, auch wenn alles beachtet wird: In der Wohnung geklautes Bargeld wird nur bis zu 2.000 € ersetzt, bei wertvolleren Privatschätzen wie Gold, Silber, Schmuck, Gemälden, Münz- oder Kunstsammlungen liegt die Obergrenze bei 20.000 €.

Hinzu kommt: Die Hausratversicherung ist eine sog. Neuwertversicherung. Die laufend zu zahlende Prämie richtet sich nach dem Kaufpreis, erstattet wird aber nur der aktuelle Marktpreis. Für die einst teuer erstandene Stereoanlage oder den Computer gibt es somit eine meist enttäuschende Entschädigung.

Bei Gold und Silber wiederum ist der aktuelle Marktpreis Glückssache. Nicht an den Zeitwert angepasst werden jedoch Sachen mit Wertsteigerung. Für Kunstobjekte und Raritäten wird lediglich die vertraglich vereinbarte Summe gezahlt.

Wertsachenversicherung für Anlageobjekte und Wertvolles

Wer also zuhause Werte über 20.000 € aufbewahrt, sollte über eine zusätzliche Sachwertversicherung nachdenken. Ergänzende Wertsachenversicherungen decken wesentlich mehr Risiken ab: Verlust, Zerstörung, Beschädigung – natürlich mit Einschränkungen. Werden Antiquitäten oder andere Pretiosen beispielsweise aus dem Wohnwagen gestohlen, gibt es kein Geld. Auch nicht bei Schäden durch Abnutzung oder klimatische Einflüsse.

Vor Abschluss einer Police sollten alle Wertgegenstände vom Fachmann bewertet und dann einzeln aufgelistet werden. Ähnliches gilt für eine separate Schmuckversicherung. Zuvor jedoch die Angebote der Versicherer vergleichen. Bei gleicher Leistung lassen sich einige Hundert Euro sparen.

Übrigens: Zum Bereich der Sachversicherungen gehören auch die Vermögensversicherungen, bei denen es um finanzielle Einbußen bzw. Schadensersatz geht, etwa die private Haftpflichtversicherung, die sich für jeden dringend empfiehlt. Ebenso eine Rechtsschutzversicherung, mit der sich auch Anleger gegen nachteilige Praktiken von Fondsanbietern oder Anlageberatern wehren können.

Sachwertversicherung als Geldanlage

Und was die eingangs erwähnte Begriffsverwirrung angeht: Sachwertversicherungen gibt es seit 2012 als Investmentform, und zwar als Kapitalanlage im Versicherungsmantel. Durch monatliche Beiträge von 50 € oder 75 € wird über geschlossene Fonds in Sachwerte investiert: Immobilien, Firmenbeteiligungen, Edelmetalle oder Rohstoffe.

Mit Renditen von angeblich bis zu 6% sind Sachwertpolicen als langfristige Anlage und zur Altersvorsorge gedacht. Vorteil: Als Versicherung wird der Erlös nur nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert.

5. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.