MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Hohe Volatilität erschwert gutes Timing – Safety first lautet die Devise

Das richtige Timing ist an der Börse das A und O.

Doch das ist nicht immer ganz so einfach, wie man zunächst vielleicht denkt.

Ist die Marktlage zudem von einer steigenden bzw. hohen Volatilität geprägt, wird gutes Timing zunehmend schwieriger.

Beispiel: Oktober 2014

Der Oktober 2014 ist dafür ein gutes Beispiel.

Der plötzliche scharfe Kursrückgang ließ erst die Alarmglocken läuten. Wer hier verkauft hat, hat nichts falsch gemacht. Dann wieder in den Markt einzusteigen hat jedoch seine Fallstricke.

Verhalten der Marktteilnehmer verantwortlich für Volatilität

Volatilität, also Marktschwankungen, sind grundsätzlich auf das Verhalten der Marktteilnehmer zurückzuführen.

Wer als Anleger bei seinen Investment-Entscheidungen unsicher ist, neigt dazu, mehr zu traden als zu investieren.

Sprich:

Hohe Volatilität erschwert das richtige Timing

Verunsicherte Investoren lassen sich weit mehr von den Stimmungen des Marktes leiten, die wiederum zu einem guten Teil von der Börsen-Berichterstattung beeinflusst werden.

Da wir alle nur Menschen sind, erfasst diese Unsicherheit in schwierigen Marktphasen auch mehr Marktteilnehmer. Das wiederum führt zu steigender Volatilität.

Eine hohe Volatilität dokumentiert, dass die Kurse an den Märkten deutlich heftiger schwanken. Das erschwert selbst den Profis ein gutes Timing.

Der VDAX misst den aktuellen Grad der Volatilität für die 30 DAX-Unternehmen. Für die 500 Aktiengesellschaften, die im S&P 500 enthalten sind, zeichnet der VIX die Schwankungsbreite auf.

Volatilitätsindex VDAX im Vergleich zum DAX 30

In einem früheren Beitrag hatte ich Sie am Beispiel des Spreads zwischen Dow Jones und DAX 30 auf die damalige und – zu dem Zeitpunkt künftige – Relative Stärke des US-Leitindex aufmerksam gemacht.

VDAX und VIX unterstreichen diese Einschätzung für die Wall Street mit ihren Verläufen der vorangegangenen Wochen.

Schauen wir zunächst einmal auf die entsprechende Charttechnik des VDAX:

vdax gegen dax 30-18-11-2014

Volatilitätsindex VDAX im Vergleich zum DAX 30

Sie sehen es selbst: Noch am 16. Oktober klopfte der VDAX an die Pforte der Crash-Zone. Danach hat er sich wieder zurückgebildet, verharrte jedoch 1 Monat später immer noch in der neutralen Zone.

Von der Aufwärtstrend-Linie, die Sie durch die Tiefs vom Juli und September ziehen können, war der VDAX im November 2014 ebenfalls noch ein gutes Stück entfernt.

VDAX-Werte unter 15,00, oder noch besser: unter 14,80, wären demnach überaus hilfreich für den DAX 30 gewesen.

Volatilitätsindex VIX im Vergleich zum S&P 500

vix gegen s&p 500-18-11-2014

Volatilitätsindex VIX im Vergleich zum S&P 500

Hier wird der Unterschied deutlich:

Der VIX hatte sich im folgenden November bereits um mehr als die Hälfte seines Oktober-Tops abgekühlt. Und das US-Pendant hatte auch schon einen Versuch unternommen, den Aufwärtstrend seit Juli nach unten zu verlassen (blauer Kreis).

Wenn Sie nun einmal auf den gelb unterlegten Kursverlauf schauen, dann sehen Sie einen V-förmigen Kursverlauf des S&P 500. Mitte Oktober „roch“ es förmlich nach Crash.

Fazit

In einer solchen Marktlage Positionen gegen den Trend aufzubauen, ist geradezu Harakiri. Die darauf folgende, extrem dynamische Erholung ist eher selten anzutreffen – aber auch das geschieht an den Börsen nun mal.

Grämen Sie sich also nicht, falls Sie damals rechtzeitig ausgestiegen waren und danach den Kursen hinterhergelaufen sind. Die Sicherheit Ihres Anlagekapitals sollte immer absoluten Vorrang haben.

1. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.