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Sammlermünzen – eine Anlagealternative?

Sammlermünzen sind eine eigene Anlageklasse, wie sich immer wieder zeigt. Denn Gold- und Geldstücke sollen über Metall- und Tauschwerte hinaus wirken. Das gelingt aber selten, wenn Sie sich vor Augen halten, dass die Szene selbst für Außenstehende fast geschlossen ist.

Schwieriger Markt für Münzen

Dies ist ein erster Hinweis auf den schwierigen Markt. Weitere Hinweise schließen sich an: So berichtete 2012 ein Finanzmagazin über die faktischen Ergebnisse. Und die sind oft schlecht genug, weiß der Statistiker. Hier beschreiben wir Ihnen einige Zahlen zu Anlegermünzen und deren Rendite.

Gute Erfolge

Immerhin: Wer bestimmte Münzen in einer definierten Qualität sein Eigen nennt, kann auf hohe Erlöse beim Verkauf hoffen.

Der „Deutsche Wald“, eine Münze aus dem Jahr 2010, brachte so auf der Auktionsplattform „Ebay“ 2 Jahre später schon 300 €. Die Münze besteht aus 1/8 Feinunze Gold. Der Materialwert selbst beläuft sich auf ungefähr 160 €.

Nur:

  • Die Angaben gelten für die erste „Auflage“ namens „Eiche“.
  • Davon sind lediglich 200.000 Exemplare erstellt worden.
  • Dies ist der Rekord-Niedrigstwert, und auf diese Weise von vornherein auf Sammelgewinne angelegt. Bei der nächsten Auflage aus dem Jahr 2011 aber ist der Preis auf der Strecke geblieben.

Als mögliche Ursache nennen Experten: Der Ausgabeaufschlag war mit 50 € doppelt so hoch wie bei der ersten Auflage.

230 € kosten die Münzen, das heißt: 15 € mehr als der Materialwert sowie der Ausgabeaufschlag, den Sie als Investor hätten zahlen müssen. Immerhin entspricht dies noch einer Rendite von 8 %.

Auf der anderen Seite gilt: Die Auflage war genauso niedrig wie 2010. Damit aber ist das Ergebnis enttäuschend. Die knappe Auflagenhöhe gilt auch für die Emission des Jahres 2012unter dem Stichwort „Fichte“.

Gefahr: Rückgabe bringt wenig

Sie laufen zusätzlich Gefahr, auf die „Sicherheit“ der Münze hereinzufallen. Denn es heißt, Sie könnten das Stück sogar 4 Wochen nach Erwerb noch zurückgeben.

Nur: Das funktioniert nicht so, wie Sie sich das wahrscheinlich vorstellen… Denn Sie können zwar jetzt ordern, aber dies wäre eine sehr kurzfristige Spekulation auf den Goldpreis. Sie kennen aktuell weder den Ausgabepreis (wird noch festgelegt) noch die Entwicklung bis zur Wiederabgabe der Münze.

GeVestor meint daher: Finger weg! Die Münzen bringen selbst bei gutem Verlauf wenig, wie die Daten zeigen. Nur die künstliche Knappheit hat für eine noch halbwegs anständige Rendite gesorgt.

Eine Alternative sind schlichte Goldmünzen ohne „Sammlerwert“, denn deren Entwicklung lässt sich – zumindest für künftige Generationen an Münzen – schlecht kalkulieren. Wer gut laufende Münzen hat, muss sich wegen deren Bekanntheitsgrad aber nicht jetzt davon trennen.

Nur bedenken Sie: Sammlermünzen haben in Krisenzeiten keinen zusätzlichen Verkaufs- oder Tauschwert.

4. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.