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Schäden an der Mietwohnung: Wer haftet? Mieter oder Vermieter?

Treten am vermieteten Objekt Schäden auf, gibt es häufig Streit zwischen Mieter und Vermieter.

Oft genug werden sich beide Parteien über die Frage, wer für den entstandenen Schaden aufkommen muss, nicht einig.

Ähnlich verhält es sich mit der Haltung von Tieren im Mietobjekt. Greift die Tierhaftpflichtversicherung bei Schäden, welche durch den Vierbeiner des Mieters verursacht wurden?

Hier erfahren Sie mehr.

Urteil: Schäden an der Wohnung müssen vom Mieter mitgeteilt werden

Im vorliegenden Fall musste das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf die Klage eines Mieters verhandeln, der über verschlissene Bodenplatten gestolpert war und deshalb Schadensersatz vom Vermieter verlangte.

Doch das Düsseldorfer OLG wies die Klage des Mieters ab: Bei einer Beschädigung des Fußbodens muss der Vermieter informiert werden, damit der Schaden behoben werden kann.

Falls der Mieter dieser Informationspflicht nicht nachkommt, dann kann er auch keinerlei Schadensersatz vom Vermieter fordern, falls es zu einem Unfall kommen sollte. Es liegt also nicht in der Verantwortung des Vermieters, permanent das Innere des vermieteten Objekts zu überwachen.

Dies stellten auch die Richter des OLG fest, da „der Vermieter die Mietsache nicht laufend auf ihren Zustand überprüfen kann, ohne den Besitz des Mieters zu stören.“


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Er ist vielmehr darauf angewiesen, dass er von seinem Mieter auf etwaige Mängel hingewiesen wird. Falls der Mieter Informationen über Mängel nicht weitergibt, verletzt er damit seine Obhutspflicht, sodass er keinerlei Anspruch auf Gewährleistung hat.

Außerdem macht sich der Mieter dadurch auch noch schadensersatzpflichtig gegenüber dem Vermieter.

Oberlandesgericht Düsseldorf, Aktenzeichen I-24 U44/08

Tierhaftpflicht: Welche Schäden werden übernommen?

Wenn Haustiere in der Wohnung Schaden anrichten, müssen Mieter selbst für den Schaden aufkommen, selbst wenn sie eine Tierhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben.

Denn weder diese noch eine allgemeine Haftpflichtversicherung springen in solchen Fällen ein.

Gericht lehnte Haftung für Schäden in der Wohnung durch Tierhaftpflicht ab

Aus diesem Grund lehnte das Amtsgericht Köln die Klage einer Hundebesitzerin ab (Aktenzeichen 139 C 580/07), deren Vierbeiner wiederholt Schäden an Tapeten und Türzargen in ihrer Mietwohnung anrichtete.

Der entstandene Schaden wurde mit 600 Euro beziffert.

Begründung: Solche so genannten Abnutzungsschäden, die über einen längeren Zeitraum entstehen, werden nicht von der Haftpflicht beziehungsweise der Tierhaftpflicht abgedeckt.

Diese Policen springen nur dann ein, wenn Schäden einem plötzlichen Ereignis zuzuordnen sind. Zerkratzt eine Katze also beispielsweise bei Fremden das kostbare Ledersofa, so würden die Tiefhaftpflicht für den Schaden aufkommen.

Tierhaftpflicht ist ein Muss

Die Tierhaftpflicht kann Gold wert sein: Wenn ein Tier beißt oder gar einen Verkehrsunfall verursacht, können die Schäden im schlimmsten Fall einen siebenstelligen Eurobereich erreichen.

Kosten für die medizinische Betreuung, Verdienstausfall, eventuellen Rentenzahlungen oder Schmerzensgeld summieren sich rasant und können Tierhalter ohne Versicherungsschutz in den Ruin treiben.

Laut dem Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) müssen sie auch für die Schäden aufkommen, wenn sie keine direkte Schuld trifft. Erforderliche Versicherung abhängig von der Tierart Ob für Tierbesitzer eine private Haftpflichtversicherung ausreichend ist oder sie eine zusätzliche Tierhaftpflichtversicherung benötigen, ist abhängig von der Haustierart.

Kleine Tiere wie Katzen, Nagetiere oder Fische werden von der Haftpflichtversicherung abgedeckt. Bei größeren Tieren, etwa Hunden oder Pferden, ist eine Tierhalterhaftpflichtversicherung notwendig.

Wenn unberechtigte Schadensersatzforderungen vom Gericht abgelehnt werden, entfallen die Kosten hierfür übrigens auf die Versicherung.

In dem Fall, dass der Versicherte eine berechtigte Forderung gestellt hat, trägt die Versicherung üblicherweise sämtliche verursachten Personen- und Sachschäden im Rahmen der Deckungssumme.

17. August 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.