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Schenkungsteuer sparen: Den niedrigsten Wert für Ihr Grundstück ermitteln

Wenn Sie eine Immobilie verschenken oder vererben, ermittelt das Finanzamt den Wert der Immobilie für die Erbschaft- oder Schenkungsteuer nicht nach dem Kaufpreis, den Sie erzielen könnten, wenn Sie die Immobilie veräußern.

Es legt vielmehr eine fest vorgegebene Formel zu Grunde. Das hat normalerweise den Vorteil, dass der so ermittelte Wert nur bei etwa 60% des erzielbaren Kaufpreises liegt. Wenn Sie Geld sparen wollen, dann müssen Sie jetzt aufpassen.

So ermittelt das Finanzamt den Grundstückswert

Wenn der Verkehrswert Ihres Grundstücks aber nun unter dem Wert liegt, den das Finanzamt ermittelt, muss dieser niedrigere Wert angesetzt werden. Die durchschnittliche Jahresmiete der letzten drei Jahre wird mit 12,5 multipliziert.


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Wenn die Immobilie nicht oder nur teilweise vermietet ist, wird für die durchschnittliche Miete die Miete angesetzt, die für vergleichbare Objekte am jeweiligen Ort erzielt werden kann.

Der BFH hat in einem Urteil vom 10.11.2004 nun klar dargelegt, was zu tun ist, damit Sie beweisen können, dass der Wert eines geschenkten oder geerbten Grundstücks niedriger ist als der, den das Finanzamt ansetzen will. Der sich so ergebende Wert wird für jedes volle Jahr seit Fertigstellung der Immobilie um 0,5% reduziert.

In diesen Fällen kann der Wert unter dem Wert des Finanzamtes liegen

Der erzielbare Kaufpreis ist zum Beispiel dann kleiner als der vom Finanzamt angesetzte Wert, wenn die Grundstückspreise wegen eines anstehenden Flughafenausbaus extrem fallen oder das Grundstück belastet ist. Diese Reduzierung beträgt allerdings maximal 25%, so dass für Gebäude, wenn sie älter als 50 Jahre sind, immer nur 25% abzuziehen sind.

Wenn es sich bei der Immobilie um ein Gebäude handelt, in dem sich ausschließlich Wohnungen und zwar nicht mehr als zwei befinden, wird der bisher ermittelte Wert dann wieder um 20% erhöht.

Beispiel: Sie erzielen für ein vermietetes Einfamilienhaus monatlich 1.000,00 €. Das Haus wurde 1950 fertig gestellt. Der Wert des Grundstücks mit Gebäude errechnet sich für die Erbschaftund Schenkungsteuer dann wie folgt:

So ermitteln Sie selbst den Wert des Grundstücks

Hierzu müssen Sie beim Gutachterausschuss Ihrer Gemeinde abfragen, wie groß der Wert ist, den dieser für einen Quadratmeter in der betreffenden Straße ansetzt. Die Geschäftsstelle des Ausschusses erreichen Sie über die Gemeindeverwaltung. Maximal können aber lediglich 25% abgezogen werden: 80% dieses Wertes multiplizieren Sie dann mit der Quadratmeterzahl Ihres Grundstücks.

Hinzu kommt jetzt noch der Zuschlag von 20%, da es sich um ein Einfamilienhaus handelt: Wenn dieser Wert kleiner ist als der Wert, der sich aus der Berechnung aus den Mieten ergibt, bleibt es beim Wert aus den Mieten. Ist er größer, wird er als Grundstückswert für die Erbschaft- und Schenkungsteuer angesetzt.

23. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.