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Schindler-Aktie profitiert von Infrastruktur-Investitionen

Der Schweizer Aufzug- und Rolltreppenhersteller Schindler kann sich freuen. Anfang 2014 hat das Unternehmen den Zuschlag für die Lieferung von Aufzügen für Chinas höchstes Gebäude, das 660 Meter hohe Ping An Finance Center in Shenzhen erhalten.

Das Gebäude wird voraussichtlich im April 2015 fertig, wobei das Projekt dann mit 33 Doppeldeckeraufzügen ausgerüstet sein wird. Für Schindler ein wichtiges Infrastruktur-Vorzeigeprojekt, welches in die Firmengeschichte eingehen wird. Auch von der anstehenden Fußball-WM in Brasilien dürfte das Unternehmen profitieren.

Wo immer ehrgeizige Infrastrukturvorhaben in der Welt realisiert werden, die Lifte und Rolltreppen aus dem Hause Schindler sind fast immer mit dabei. Dies ist auch der Grund, warum viele Marktbeobachter die im Jahre 1874 gegründete Schindler Group als den eigentlichen Gewinner des Baubooms in Schwellenländern sehen.

Dieser Boom schlug sich nicht nur in der Umsatz- und Gewinnentwicklung, sondern auch im Kurs der Schindler-Aktie nieder, der in den vergangenen 2 Jahren zur Freude der Anleger deutlich zulegen konnte.

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Schindler bewegt täglich eine Mrd. Menschen

Schindler bewegt eigenen Angaben zufolge eine Milliarde Menschen pro Tag durch seine Aufzüge und Rolltreppen, die das Unternehmen inzwischen weltweit installiert hat.

Daher gilt Schindler auch als einer der Profiteure des Baubooms in Brasilien. Infolge der Fußball-WM in 2014 werden geschätzte 40 Mrd. US-$ in Infrastrukturprojekte investiert. Schindler hat sich im Jahr 1998 durch die mehrheitliche Übernahme von Elevadores Atlas in Brasilien bereits frühzeitig im größten Land Lateinamerikas positioniert.

Schindler-Aktie profitiert von Infrastruktur-Investitionen

Für die Fußball-WM in 2014 wurden unter anderem 14 bestehende Anlagen bzw. Stadien umgebaut und fünf Fußball-Tempel neu errichtet. Das legendäre Maracanã-Stadion wurde ebenfalls einem Umbau unterzogen. Unter anderem wurden neue Rolltreppen und Aufzüge sowie eine hochmoderne Lichtanlage installiert. Allein der Umbau des Maracanã-Stadions kostete vorsichtigen Schätzungen zufolge mindestens 860 Mio. Real (ca. 280 Mio. €).

Darüber hinaus ist Schindler in Lateinamerika eine große Nummer, nachdem die Schweizer im Jahr 2011 den marktführenden kolumbianischen Aufzughersteller Coservicios S.A. und dessen Marke „Andino“ übernommen haben.

Schindler rüstet sich für den Bauboom in Schwellenländern

Aber auch nach der Fußball-WM dürfte das Wachstum für Schindler weitergehen. Der Grund sind weitere Infrastrukturprojekte in Ländern wie China und Indien sowie in Osteuropa, wo die Infrastruktur teilweise noch unterentwickelt ist. Davon dürfte auch die Schindler-Aktie profitieren. Um sich für die Auftragsflut zu rüsten, hat Schindler in neue Produktionsanlagen in China, Indien, den USA und der Slowakei investiert.

Bereits investierte Anleger sollten dem Schweizer Qualitätsunternehmen weiter treu bleiben, denn ein Ende des soliden Wachstumskurses ist derzeit – ähnlich wie beim Konkurrenten Kone – nicht in Sicht. Vielmehr machen weitere Infrastruktur-Projekte in Schwellenländern die Schindler-Aktie auch für Neueinsteiger interessant.

5. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands