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Schüleraustausch: Diese Kosten kommen auf Eltern zu

Ein Jahr lang weg von zuhause, alleine in einem neuen Land, mit einer neuen Sprache, neuen Kultur und zahlreichen Erfahrungen – was für einige Schüler beängstigend klingt, finden andere spannend und planen schon frühzeitig ihren Auslandsaufenthalt während der Schulzeit.

Neben der Entscheidung für ein Land und dem organisatorischen Aufwand müssen vor allem die Kosten dieses Schüleraustauschs im Blick behalten werden, die für viele Eltern eine zusätzliche Belastung darstellen.

Eine Organisation hilft bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes

Häufig werden Auslandsaufenthalte für Schüler über eine Organisation arrangiert, die sich um die Schulzulassung, Schulgebühren und die monatliche Bezahlung der Gastfamilie kümmert. Der Flug, Vor- und Nachbereitungsseminare und eine Betreuung vor Ort sind dann oft im Preis enthalten.

Drei der größten Organisationen, die Auslandsaufenthalte für Schüler organisieren, sind AFS Interkulturelle Begegnungen e.V., AIFS Educational Travel und Youth For Understanding, wobei AFS in Deutschland der größte Anbieter mit dem breitesten Angebot ist.

Je präziser die Wünsche, desto teurer wird es

Anhand der Preise des größten Anbieters AFS lässt sich abschätzen, welche Kosten bei einem Schüleraustausch auf die Eltern zukommen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Wünsche formuliert werden und je präziser die Vorgaben sind, desto teurer wird der Auslandsaufenthalt.


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Werden die Gastfamilie und die Region im gewählten Land zufällig von der Agentur ausgewählt und ist die Schule eine Öffentliche anstelle einer Privaten, müssen Eltern für die beliebtesten Länder mit zum Teil fünfstelligen Kosten rechnen.

Ein Jahr Schüleraustausch: Mit diesen Kosten können Eltern rechnen

USA: Die USA sind das beliebteste Land bei Schüleraustauschen, die Kosten für ein Jahr belaufen sich bei AFS auf rund 10.800 €. Bei anderen Anbietern liegen die Preise zwischen 8.500 € und 11.800 € pro Jahr.

Kanada: Auf dem zweiten Platz der beliebtesten Länder für einen Schüleraustausch rangiert Kanada. Dort liegen die Kosten für ein Jahr Auslandsaufenthalt mit AFS bei 10.500 bis 11.000 €, je nachdem ob es in den französischsprachigen oder englischsprachigen Teil des Landes geht. Auf die Kosten für ein Jahr kommen dann noch 5.000 € Schulgebühren hinzu, wodurch der Aufenthalt in Kanada mit Abstand der teuerste von allen ist.

Australien und Neuseeland: Auch Australien und Neuseeland sind bei Schülern beliebt, die Preise liegen mit rund 12.500 € in beiden Ländern – organisiert von AFS – gleich hoch, bei anderen Anbietern gehen die Preise sogar noch höher, auf bis zu 14.800 €.

Großbritannien: Etwas näher an Deutschland gelegen, aber auch nicht wesentlich günstiger ist ein Schüleraustauch nach Großbritannien. Rund 12.000 € kostet ein Auslandsjahr dort, was für Europa verhältnismäßig hoch ist, aber an einem Haushaltskostenzuschuss liegt, den die Gastfamilie vor Ort erhält.

Frankreich: Ein Auslandsjahr in Frankreich gibt es für verhältnismäßig günstige 7.600 €.

Süd- und Mittelamerika: Spanischsprachige Länder außerhalb Europas werden bei Austauschschülern immer beliebter. Ein Jahr in Argentinien beläuft sich auf rund 8.000 €, in Costa Rica werden 8.500 € fällig, in Ecuador 7.900 €.  Ein Schüleraustausch in Mexiko und Chile schlägt mit  8.000 € zu Buche.

China: Auch ein Jahr im fernen Asien ist möglich, bei 8.900 € liegen die Kosten für ein Jahr Schüleraustausch, soll es in ein Internat gehen wird es teurer: 11.400 € kostet ein Jahr in China mit Internatsprogramm.

Finanzierungszuschüsse gibt es über Stipendien oder Bafög

Zusätzlich zu den genannten Kosten müssen Eltern ihren Kindern noch Taschengeld bezahlen. Dieses könnte bei 150 bis 200 € im Monat liegen. Finanzierungsmöglichkeiten für einen Schüleraustausch gibt es einige, dann werden die Kosten zum Beispiel vom Schülerauslands-Bafög oder von einem Stipendium gedeckt – zumindest anteilig.

Wem ein ganzes Jahr zu lang ist, der kann auch nur für ein halbes Jahr ins Ausland gehen. Die Kosten hierfür liegen aber meist nur 500 bis 1.500 € unter denen für ein ganzes Jahr, wodurch sich das halbe Jahr zumindest von der finanziellen Seite her kaum lohnt.

Auch auf eigene Faust kann ein Schüleraustausch organisiert werden

Alternativen zu den Organisationen gibt es auch, denn der Schüleraustausch kann selber organisiert werden. Dafür muss auf eigene Faust ein Schulplatz gefunden werden und Visum, die entsprechende Krankenversicherung etc. beantragt werden. Auch eine Gastfamilie müssen die Eltern dann selber finden. Dieses Vorgehen ist recht aufwändig, spart allerdings Kosten.

Besonders für Familien, die Kontakte zu Freunden oder anderen Familienmitgliedern im Ausland haben und somit nicht noch nach einer Gastfamilie suchen müssen, bietet sich diese Option an, die andernfalls langwierig und aufwändig sein kann.

22. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.