Die Schwäche an den Aktienmärkten hat sich in dieser Woche auch auf die Rohstoffe übertragen.
Gold hat dabei die Marke von 1.700 Dollar wieder durchbrochen. Silber notiert sogar bei nur noch gut 31 Dollar / Unze.
Im Verhältnis zum Jahreshoch notieren die beiden Edelmetalle schon deutlich darunter. Beim Gold sind es knapp 13 und beim Silber sogar mehr als 37%. Das verdeutlicht einmal mehr: Die Edelmetalle sind ein schwankungsanfällige Anlageklasse.
Aber dieses Urteil kann man derzeit fast für alle Anlageklassen fällen: Auch große Aktien weisen große Kursschwankungen auf. Dabei rutschen immer mehr Titel kräftig nach unten. Goldminen bilden hier jedoch noch eine Ausnahme.
So langsam setzt sich am Markt eben die Ansicht durch, dass diese Aktien im Vergleich zu physischen Käufen deutlich mehr Potenzial bieten. Ich habe auf die großen Chancen in diesem Sektor hier im Newsletter zuletzt schon häufiger hingewiesen.
Es bleibt dabei: Platin hat großes Potenzial
Und neben Gold- und Silberminen sind derzeit auch Platinproduzenten sehr attraktiv bewertet. Allerdings gibt es in diesem Segment nicht so viele Aktien. Derzeit ist der Platinpreis sehr niedrig. Die Chancen auf einen deutlichen Zuwachs stehen gut.
Bedenken Sie: Vor einem Jahr kostete die Unze Platin 1.640 Dollar – heute sind es nur noch 1.538 Dollar. Das entspricht einem Rückgang von gut 6%. Im gleichen Zeitraum hat jedoch der Goldpreis um mehr als 20% auf aktuell knapp 1.700 Dollar zugelegt.
Platin leidet derzeit unter den schwächeren Prognosen zur weltweiten Konjunkturentwicklung. Aber diese Prognosen decken sich nicht mit den aktuellen Daten aus wichtigen Branchen: So ist die Exportmenge der deutschen Automobilindustrie im Oktober nicht zurückgegangen. Und Katalysatoren in Autos sind noch immer ein extrem wichtiges Einsatzgebiet für Platin.
Aus diesem Grund sehen viele Investoren eben Platin als hochwertiges Industriemetall. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Ebenso wie Gold wächst auch beim Platin das Interesse von Investoren. Platin hat sicherlich nicht die Bedeutung wie Gold und Silber, aber das Interesse ist weiterhin hoch.
Das zeigen auch aktuelle Prognosen zur Entwicklung der Nachfrage: Die Experten von Johnson Matthey erwarten in diesem Jahr eine komplette Nachfrage von 8,08 Mio. Unzen. Damit würde das Niveau von vor der Finanzkrise wieder erreicht.
Sollte sich jedoch die schwache Tendenz an den Börsen weiter fortsetzen, dann ist beim Platin kurzfristig auch wieder ein Preis von weniger als 1.500 Dollar pro Unze denkbar. Für viele Experten ist dies die kritische Marke beim Platinpreis und gleichzeitig eine interessante Einstiegsmarke.



