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Schwankungsarme Aktien schneiden langfristig besser ab

Vielleicht kommt Ihnen die Aussage, dass ein höheres Risiko langfristig auch höhere Renditen einbringt, bekannt vor.

Doch seien Sie hier besser misstrauisch, denn diese These stimmt nur bedingt.

Höheres Risiko soll langfristig also belohnt werden.

Das besagt zumindest die traditionelle Kapitalmarkt-Theorie und geht aus vielen Büchern über das 1×1 der Geldanlage hervor.

Was es mit Beta-Aktien auf sich hat

Das Risiko einer Aktie im Verhältnis zum jeweiligen Aktienindex wird in der Maßzahl Beta ausgedrückt.

Beispielsweise bedeutet ein Beta von +0,5, dass die Aktie im Durchschnitt um 0,5% steigt, wenn der Index um 1% zulegt.

Solche Aktien, die nur recht wenig mit dem Gesamtmarkt schwanken, werden auch als Low-Beta-Aktien bezeichnet.

Hingegen steigt bei einem Beta von z.B. +2,0 die Aktie doppelt so stark wie der Index (High-Beta-Aktie).


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Natürlich wirkt das Beta auch in die andere Richtung, d.h. bei Kursrückgängen des Gesamtmarkts fallen High-Beta-Aktien kurzfristig entsprechend mehr als Low-Beta-Aktien.

Mit welchen Aktien aber erzielen Sie als Anleger langfristig eine höhere Rendite?

Theorie und Realität

Wie ich eingangs geschrieben habe, geht die akademische Lehre davon aus, dass langfristig das Investment in High-Beta-Aktien mit einer höheren Rendite belohnt wird.

Ein höheres Risiko sollte langfristig also auch höhere Renditen einbringen – so viel zur Theorie…

Die Intuition lässt vielleicht eher vermuten, dass sich über einen Bullen- und Bärenmarkt-Zyklus hinweg solche Effekte ausgleichen und dass es letztlich auf die Qualität des Unternehmens ankommt.

Doch beim realen Investieren kommt es nun einmal weder auf die eigene Vermutung oder akademische Theorien an, sondern auf die Rendite, die Sie am Ende tatsächlich erzielen.

Sehen Sie sich dazu den folgenden Chart an:

High-Beta vs. Low-Beta

Quelle: Baker, Bradley, Wurgler (2011)

Hier wurden die Aktien nach der Größe ihres Betas in 5 gleich große Gruppen (Quintile) á 20% des gesamten Aktien-Universums unterteilt und regelmäßig neu eingruppiert.

Und erstaunlicherweise schneiden die riskanten Aktien („Top Quintil“) langfristig sehr viel schlechter ab als die weniger riskanten Aktien („Bottom Quintil“) – und das, obwohl der Aktienmarkt über diesen langen Zeitraum sogar gestiegen ist.

Woran liegt das?

Große Chancen, großes Risiko – und leider oft keine Substanz…

Die Unternehmen hinter vielen High-Beta-Aktien weisen überwiegend sehr riskante Geschäftsmodelle ohne Substanz auf.

Wenn es hart auf hart kommt, ist die Performance dieser Aktien bei enttäuschten Wachstums-Erwartungen nicht nur schlechter als die Benchmark; die Aktien existieren vielfach einfach nicht mehr.

Erinnern Sie sich an das Blutbad des Neuen Markts zu Anfang des Jahrtausends!

Unter den Low-Beta-Aktien verbergen sich hingegen viele substanzstarke Unternehmen, deren Wachstums-Potential langfristig oft unterschätzt wird.

Die gute Nachricht für Sie als Anleger: Aktien, die kurzfristig weniger schwanken – und Sie vielleicht auch ruhiger schlafen lassen – , sind häufig auch die Aktien, die langfristig die höheren Renditen erzielen.

1. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.