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Schwankungsstärke berechnen – So geht’s

Die Index-Berechnung des VDAX erfolgt nach einer komplexen Optionsscheinformel (Black&Scholes-Formel).

Den genauen VDAX-Stand, der einmal pro Minute berechnet wird, können Sie auf der Internetseite der Deutschen Börse abrufen.

Der VDAX zeigt Ihnen dann an, in welcher Bandbreite der DAX in den nächsten Wochen am Terminmarkt erwartet wird.

Rückblickendes Beispiel: 17.01.2005

Die erwarteten Schwankungen der einzelnen DAX-Aktien übertrafen zu jener Zeit deutlich die erwarteten Schwankungen des Gesamtindex

Die 30 Einzelwerte des DAX verfügten durchschnittlich über eine erwartete Schwankungsstärke von 19,91. Die tatsächliche – am Terminmarkt ermittelte – Volatilität des DAX lag aber bei nur 13,75.

Durch die Risikostreuung sank die erwartete Schwankungsstärke. Eine Investition in den Gesamtindex musste als wesentlich risikoärmer eingeschätzt werden, als der Kauf von einzelnen Aktien.


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Berechnung der erwarteten Schwankungsstärke im Januar

2005:

VDAX: 14 Punkte, DAX: 4.250 Punkte

Der Optionshandel an den Terminmärkten zeigte also an, dass die Händler den DAX in den nächsten Monaten in einer Kursbandbreite von 4.041,09 bis 4.458,91 Punkten (4.250 +/- 208,91 Punkte) erwarteten.

Dieser Korridor von rund 400 Punkten scheint auf den ersten Blick recht groß zu sein, doch in der Vergangenheit wurden wesentlich höhere Werte angezeigt.

Der VDAX pendelte oft zwischen 20 und 30 und erreichte in Ausnahmesituationen Werte bis 60. Entsprechend groß war dann auch der Korridor. Der VDAX-Stand von 14 bildete ein Rekordtief, wie Ihnen der folgende Chart zeigt.

2002–2005: VDAX ist von 60 auf 14 abgestürzt

Der VDAX befand sich in jener Handels-Periode in einer Ausnahmesituation: In der Vergangenheit gab es stets eine deutliche Korrektur nach oben, wenn der Index unter 20 fiel.

Diese Korrektur ist 2004 ausgeblieben. Der VDAX fiel zu Beginn des neuen Jahres sogar unter 15. Da mittelfristig ein starker Anstieg zu erwarten war, lohnte sich  der Einstieg in aktuell günstig bewertete Optionsscheine.

Wie Sie anhand des Langfrist-Charts sehen können, erreichte der VDAX im Jahr 2002 erstmalig Spitzenwerte von bis zu 60. Nach den beiden schwachen Börsenjahren 2000 und 2001 war für 2002 eine leichte Erholung erwartet worden (zu erkennen am sinkenden VDAX in der zweiten Jahreshälfte 2001).

Der überraschende Kurseinbruch mit hohen DAX-Verlusten führte dann aber im Jahr 2002 an den Terminmärkten zu panikhaften Aktionen. Der VDAX schoss in die Höhe. Die (Prognose-)Unsicherheit erreichte ihren Höhepunkt.

Wie Sie den niedrigen VDAX einschätzen und für Ihre Kapitalanlagen nutzen können

Da der VDAX auf einen Kurssturz wesentlich stärker reagiert als auf hohe Zugewinne, ist ein niedriger VDAX, etwa jener im Jahre 2005, tendenziell ein gutes Zeichen.

An den Terminmärkten wurde damals nämlich ein massiver Einbruch des DAX in den nächsten Wochen und Monaten nicht für sehr wahrscheinlich gehalten.

Im Gegenteil: In Phasen einer leichten Konjunkturerholung geht das Prognoserisiko bezogen auf die Wachstums und Gewinnerwartungen zurück und löst dadurch einen sinkenden VDAX aus.

An den Terminmärkten wird – falls die historischen Erfahrungen stimmen – in solchen Situationen eine leichte Konjunkturbelebung erwartet.

9. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.