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Schweizer Bankgeheimnis durchlöchert wie Käse: Kein Schutz für Sie

Wer sein Geld halbwegs sicher vor staatlichem Zugriff schützen wollte, ging bis weit in dieses Jahrtausend hinein in die Schweiz.

Die hatte das Bankengeheimnis aus gutem Grund anders als Deutschland gesetzlich geregelt. Die „freiheitliche“ Schweiz sorgte mit einem „Bankkundengesetz“ schon in den 30er Jahren dafür, dass Geld aus internationalen Märkten vor dem Zugriff durch den Schweizer Staat geschützt wurde.

Achtung: Theoretisch konnten ausländische Staaten zugreifen – dafür aber braucht es ein Abkommen mit der Schweiz. Diese Abkommen gibt es jetzt in immer stärkerem Ausmaß – das Schweizer Bankgeheimnis und Bankkundengeheimnis – ist durchlöchert.

Aufsicht kontrolliert Banken in der Schweiz  – Kunden nicht direkt

Das Gesetz in der Schweiz sieht immer noch vor, dass eine Aufsicht die Banken selbst kontrolliert. Dafür verantwortlich ist die so genannte „Finma“. Von dieser Instanz kann der Schweizer Staat Auskünfte verlangen, auch über Schuldner und deren Geschäfte.

Faktisch darf die FINMA heutzutage bereits bei Verdacht(!) auf Straften bei Börsengeschäften, bei Steuerhinterziehung oder ähnlichen Vorfällen Kundendaten von Banken an ausländische Instanzen freigeben.

Diese ausländischen Instanzen müssen wiederum staatliche Strafverfolgungsbehörden wie Finanzämter sein.


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Aufgrund dieser Mechanismen wanderten auch die vielgerühmten „CDs“ mit Steuersündern aus der Schweiz nach Deutschland.

Diese Vorgänge belegen, wie löchrig das Bankgeheimnis inzwischen geworden sind. Schutz allerdings bieten Ihnen weiterhin die Abkommen zwischen den Staaten.

Ohne Abkommen passiert nichts

Grundsätzlich darf die Schweiz ihr Bankgeheimnis auf das gewohnte Niveau bis weit in die 80er Jahre hinaus wieder ausdehnen. Jeder Zugriff aus dem Ausland läuft über die Schweizer Behörden wie die FINMA. Wenn die Schweiz sich diesem Zugriff (wieder) verweigert, ist das Geld in der Schweiz „sicher“.

Nur: künftig werden weitere Daten über die bisher zulässigen hinaus auf Anfrage etwa nach Deutschland weiter wandern.

Die Anfragen gründen sich auf den – generellen – Verdachtsfall der Steuerhinterziehung. Deutsche Bankkunden werden nach den immer engeren Vereinbarungen in diesem Fall zusehends „gläsern“.

Auch wenn die Schweiz nicht Mitglied der EU ist, wird sie künftig eine „quasi-Quellensteuer“ in andere EU-Staaten, auch Deutschland, sicherstellen. Dies werden 35% auf alle Zinszahlungen sein, die Schweizer Banken automatisch einziehen und melden.

Achtung: Sie können diese Steuer rückwirkend selbst geltend machen, wenn Sie in Deutschland Freibeträge in der Steuererklärung nutzen.  Oben drauf gibt es noch ein kleines Trostpflaster:

Immerhin besteuert die Schweiz wenigstens die Dividenden nicht sofort. Diese müssen Sie selbst deklarieren. Hier ist das deutsche Finanzamt wiederum auf die Mithilfe der Schweizer Banken angewiesen, sobald sich ein „Verdachtsfall“ ergibt.

Vorteile fast verschwunden

Insgesamt jedoch müssen Sie davon ausgehen, dass auch Ihre Schweizer Bankgeschäfte unter der faktischen Kontrolle des Staates stehen.

Die EU sowie die „G20-Staaten“ treffen immer weitere Vereinbarungen mit dem Schweizer Staat, die in diese Richtung weisen.

Quellensteuer von Zinszahlungen werden direkt eingezogen

Anfragen des Fiskus aus Deutschland beantworten Schweizer Banken und Behörden ohne Widerrede (Voraussetzung für den Fiskus selbst: strafrechtlich relevante Ermittlungen)

Selbst vergangene „Verkürzungen“ werden Schweizer Banken und Behörden jetzt pauschal mit Deutschland abrechnen.

GeVestor.de meint: die Pauschaltarife werden aktuell noch rechtsverbindlich verhandelt. Daher können wir über die Höhe definitiv nur spekulieren. Wir rechnen mit einem Abschlag von 25% auf die Schweizer Vermögen, die Sie hier jetzt anmelden.

Einen Vorteil aber bieten Schweizer Bankkonten dennoch: Die Schweiz kann die jetzt vorhandenen Vereinbarungen neu aushandeln. Direkten Zugriff hat der deutsche Staat nicht. In einer sehr weitgehenden Krise kann dies entscheidend sein.

18. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.