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Schweizer Franken 2015 – was die Entwicklung für Anleger bedeutet

Am 15. Januar hatte die Schweizer Nationalbank (SNB) den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro abgeschafft.

Der Euro war daraufhin innerhalb von Minuten unter einen Franken gefallen und zuletzt 0,99 Franken wert. Die Aufhebung der Franken-Euro-Bindung hatte Anlegern, die auf der richtigen Seite lagen, Gewinne gebracht. Andere wiederum mussten teils herbe Verluste hinnehmen.

Euro pendelt sich ein

Nach der plötzlichen Aufwertung des Franken um rund 20% verharrte der Euro zunächst auf dem Niveau von unter einem Franken. Vom 26. Januar an begann er, sich langsam auf einen Kurs zwischen 1,05 und 1,06 einzupendeln.


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Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zunächst, dass erneute Devisen-Schnäppchen durch weitere Kurssprünge kurzfristig nicht zu erwarten sind. Auch wenn der Euro wegen des noch ungewissen Ausgangs in Sachen Griechenland unter Druck steht, die Schweizer Nationalbank hat derzeit wenig Interesse die eigene Wirtschaft durch einen zu hohen Frankenkurs zu benachteiligen.

Heimlicher Währungskorridor zur Beruhigung

Zwar handelt es sich nicht um eine offizielle Verlautbarung, doch die SNB versucht, den Franken auf einen Wechselkurs zwischen 1,05 und 1,10 zu halten. Nach der beendeten Franken-Euro-Bindung wäre dies ein inoffizieller Korridor. Damit sollen die Devisenmärkte im Zaum gehalten werden, ohne zwingend mit großen Beträgen bzw. Eurokäufen intervenieren zu müssen.

Das jedoch ist nicht ganz vermeidbar, denn die Flucht internationaler Anleger in den Franken hält an. Gerade in den Wochen nach Aufhebung der Franken-Euro-Bindung wurden wöchentlich Milliardenbeträge in Franken getauscht.

Um gegenzusteuern erhöhte die SNB die Negativzinsen für Bankeinlagen bei der Notenbank auf minus 0,75%. Doch auch wenn einige Banken den Strafzins an ihre Kunden weiterreichen, so scheinen ihn viele als Preis für eine sichere Anlage zu akzeptieren.

Entwicklung 2015: Schweizer Aktien nach wie vor attraktiv

Für Anleger, die in die Schweizer Wirtschaft investieren, kommt es jetzt vermehrt darauf an, für welche Titel sie sich entscheiden. Zwar hat sich der Aktienindex SMI nach seinem Kurssturz um rund 15% wieder etwas erholt, doch die exportabhängige Industrie steht unter Druck. Dass sich etwa Swatch-Uhren nun teurer verkaufen müssen und der Aktienkurs nachgab, ist ein Beispiel.

Gleichzeitig aber hat die Aufwertung des Franken die Kursverluste wieder ausgeglichen. In Euro gerechnet, konnte der SMI deshalb teilweise wieder um über 10% zulegen.

Finanzstarke internationale Titel im Visier

Obwohl kein Schweizer Unternehmen von der Frankenaufwertung komplett verschont blieb, so sind aus Anlegersicht vor allem die großen dividendenstarken Titel interessant.

Konzerne wie Nestlé, Roche oder Novartis sind nicht nur finanzstark, sie haben vor allem einen Vorteil: Mit ihrer internationalen Ausrichtung und Produktionsstätten in aller Welt sind sie breiter aufgestellt und unabhängiger.

18. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.