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Steuerfreibetrag für Selbstständige: Ausnutzen und Steuern sparen

Auf den Steuerfreibetrag zahlt man in Deutschland keine Einkommenssteuer – egal, wie viel man verdient.

Steuerfreibetrag: Selbstständige können Ausgaben anrechnen lassen

Der Einkommenssteuerfreibetrag liegt 2016 – auch für Selbstständige – bei 8.652 €. Selbstständig ist, wer nicht in einem Angestellten- oder Ausbildungsverhältnis arbeitet.

Er oder sie trifft also seine eigenen Entscheidungen und ist nicht hierarchisch untergeordnet. Zu selbstständigen Einnahmen zählen auch Gewinne aus der staatlichen Lotterie, aus Vermögensverwaltung und Aufsichtsratstätigkeit und aus Veräußerung des zur selbstständigen Tätigkeit notwendigen Vermögens.

Selbstständige können gewisse Ausgaben vom Bruttoeinkommen abziehen

Als Selbstständiger kann man bestimmte Ausgaben geltend machen. Dazu gehören zum Beispiel Werbungskosten wie Fahrt- und Weiterbildungskosten. So können beispielsweise Journalisten u.a. Kosten für Arbeitsmittel wie Papier und Diktiergeräte, für Fachliteratur mit zumindest fast ausschließlich berufsrelevanten Informationen, Fahrtkosten oder auch Aus- und Weiterbildungskosten absetzen.

Selbstständige können auch Spenden für wohltätige Zwecke absetzen und so ihren Freibetrag erhöhen. Um all dies geltend zu machen, müssen Selbstständige am Ende des Jahres eine Steuererklärung einreichen.

Steuerfreibetrag für Selbstständige auch bei anderen Steuerarten

Neben dem Grundfreibetrag für die Einkommenssteuer gibt es auch Freibeträge bei anderen Steuerarten. Durch den Sparerpauschbetrag müssen alleinstehende Anleger bis zu einer jährlichen Grenze von 801 € keine Abgeltungssteuer zahlen.

Steuerfreibetrag für Selbstständige: Gewerbesteuer für gewerblich Tätige ist Pflicht

Für die Gewerbesteuer gilt für Personengesellschaften und Einzelunternehmen ein Freibetrag von 24.500 € pro Jahr. Dieser Freibetrag gilt pro Unternehmen. Haben Sie als Selbstständiger also 2 Gewerbebetriebe, steht Ihnen der Freibetrag zweimal zu.

Dafür müssen die beiden Betriebe jedoch organisatorisch, finanziell und buchhalterisch voneinander getrennt sein. Die bei der Überschreitung des Freibetrags erhobene Steuer geht an die Kommunen – sie stellt für sie die wichtigste Einkommensquelle dar.

Gewerbesteuer-Freiheit für Freiberufler und nicht gewerblich tätige Selbstständige

Freiberufler und nicht gewerblich tätige Selbstständige sind von der Gewerbesteuer ausgenommen. Gewerbe definiert das Einkommenssteuergesetz als Tätigkeit, die man auf eigene Rechnung, eigene Verantwortung, auf Dauer und mit dem Ziel der Gewinnerzielung betreibt.

Nicht als Gewerbe definiert sind landwirtschaftliche oder freiberufliche Tätigkeiten. Freiberufler üben selbstständige wissenschaftliche, künstlerische oder auch schriftstellerische Tätigkeiten aus. Sie arbeiten zum Beispiel als Ingenieure, Ärzte oder Juristen.

Steuerfreibetrag für Selbstständige auch bei der Umsatzsteuer

Wie andere Unternehmen müssen Selbstständige Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen – es sei denn, Sie liegen unter dem in diesem Fall gültigen Steuerfreibetrag. Dann können Sie sich aussuchen, ob Sie Umsatzsteuer zahlen oder nicht.

Das ist der Fall, wenn Sie im vergangenen Jahr nicht mehr als 17.500 € verdient haben und im kommenden Jahr voraussichtlich höchstens 50.000 € verdienen werden. Sie müssen hierfür den Umsatz glaubhaft schätzen. Bei der Freistellung müssen Sie auf Ihren Rechnungen Ihre Steuer-Identifikationsnummer angeben, jedoch keine Umsatzsteueridentifikationsnummer.

5. Juli 2016

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Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.