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„Sell in May“ – was wirklich dahintersteckt

Wenn Sie die Börsen-Berichte und -analysen verfolgen, begegnet Ihnen jedes Jahr im Mai der Ratschlag „Sell in May and go away“.

Doch was ist wirklich dran an dieser alten Börsen-Weisheit? Ich werfe hier für Sie einen Blick auf die Saisonalitäten.

Im Mai auszusteigen, ist keine gute Idee

Zugegeben, ganz aus der Luft gegriffen ist die Börsen-Weisheit „Sell in May and go away“ nicht.

Tatsächlich gibt es an den Börsen häufig eine Art Sommerloch, was in den Sommermonaten meist zu geringeren Handels-Umsätzen und teilweise auch zu einer schwächeren Kursentwicklung führt.

Der Mai selbst ist jedoch keineswegs ein schlechter Börsen-Monat. Seit der Einführung des DAX im Jahr 1988 brachte der Wonnemonat im Schnitt sogar ein Plus von knapp 1%.

Auch der Juni bringt im langjährigen Vergleich leicht positive Renditen.

Der Juli ist mit einem durchschnittlichen Zuwachs von fast 2% historisch gesehen sogar einer der besten Börsen-Monate.


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Damit ist eines schon einmal klar: Sich im Mai komplett aus dem Aktienmarkt zu verabschieden und erst im Herbst wieder einzusteigen, ist – statistisch gesehen – keine gute Idee.

Nur der August und der September bringen negative Renditen

Der Blick auf die saisonale Entwicklung des DAX zeigt: Im langjährigen Vergleich bringen 10 von 12 Monaten positive Renditen.

Nur in 2 Monaten verzeichnet der deutsche Leitindex im Schnitt Verluste. Die statistisch schlechtesten Börsen-Monate sind der August und der September mit durchschnittlichen Einbußen von jeweils gut 2%.

Besonders ausgeprägt war diese Schwäche-Phase im Jahr 2015. In den Monaten August und September rutschte der DAX um 14,6% ab.

Anleger, die sich diese beiden Monate „ersparten“, erzielten in diesem Jahr einen Gewinn von 28,2%, während der DAX in 2015 insgesamt nur auf ein Plus von 9,6% kam.

Dass es auch anders laufen kann, zeigte das Jahr 2013: Da war ausgerechnet der September mit einem Plus von 6% der beste Börsen-Monat des gesamten Jahres.

Anleger, die in den Monaten August und September ausgestiegen waren, kamen daher nur auf einen Jahres-Gewinn von 20,8%.

Der DAX erzielte im Gesamtjahr dagegen einen Zuwachs von 25,5%.

Ein höherer Cash-Anteil kann nicht schaden

Was heißt das für Sie als Anleger? – Es gibt saisonale Effekte.

Darauf blind zu vertrauen und sich im Sommer komplett aus dem Aktienmarkt zu verabschieden, ist dennoch nicht empfehlenswert.

Zudem sollten Sie auch die Transaktions-Kosten, die bei einem Verkauf und späteren Rückkauf aller Depot-Werte anfallen, berücksichtigen.

Gleichwohl ist es nicht verkehrt, die Saisonalitäten im Hinterkopf zu behalten. Ein klarer Trend am deutschen Aktienmarkt fehlt derzeit (Stand: Mai 2016) nach wie vor.

Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, sich von Depotwerten, die sich nicht wie gewünscht entwickeln, zu trennen und über die Sommer-Monate einen etwas höheren Cash-Anteil halten.

Im Herbst, wenn die saisonal stärkste Börsen-Phase beginnt, sollten Sie dann – positive Signale vorausgesetzt – die Investitions-Quote wieder hochfahren.

4. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.