MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Sell in Summer-Strategie für ETFs

„Sell-in-Summer“ ist eine Investment-Strategie, die bedeutet: Schlechte Bösenmonate vermeiden und starke Monate mitnehmen. Sie gehört zu den einfachsten Börsen-Strategien.

Traditionell heißt eine alte Börsenregel: “Sell in May and go away, but remember to come back in September.” Der Anleger verkauft im Mai und steigt im September wieder zu.

Dieser Grundsatz wurde bereits in den 1980er Jahren durch eine Untersuchung bestätigt, die im amerikanischen Stock Trader´s Almanac veröffentlicht wurde.

Zum gleichen Ergebnis kam der international renommierte neuseeländische Finanzprofessor Ben Jacobson, der die Entwicklung an 37 Börsen untersuchte.

Das Phänomen des schwachen Börsensommers, ist seit 1694 bekannt.

Seitdem wird es weltweit beobachtet. Allerdings: Die „Sell in May Regel“ stimmt seit den 1980er Jahre nicht mehr uneingeschränkt.

August und September schwache Börsenmonate

Die problematischen Zeiträume haben sich auf den August und besonders den September verschoben, wie sich bei genauerem Hinsehen zeigt.

Dies ist mittlerweile auch statistisch belegt. Von daher sollte eher von einer „Sell in Summer“-Strategie gesprochen werden.

Fast regelmäßig fallen die Kurse im Juli ab und erholen sich erst im Oktober wieder.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Zudem fällt eine Reihe von historischen Ereignissen auf die schlechten Sommermonate.

Die Asienkrise begann im Sommer 1997, die Russlandkrise im August 1998, der Börsencrash am 11. September nach dem Anschlag auf die Twin-Towers in New-York und die Lehman-Pleite im September 2008.

Diese historischen Ereignisse tragen natürlich zu einer leichten Verzerrung zu Ungunsten der Krisenmonate bei.

Zudem gab es auch Ausnahmen. 2009 legte der DAX im September um 3,9 Prozent zu. Im August betrug das Plus 2,5 Prozent.

Aber: Statistisch gesehen lag beim EuroStoxx 50 das Septemberminus seit 1987 bei durchschnittlich 2,37 Prozent.

Der August zeigte einen Negativwert von 1,33 Prozent. Ähnlich das Bild beim DAX.

Schwache Monate aussetzen – Verluste vermeiden

Für den Anleger heißt das: Er kauft einen Börsen-ETF am 1. Oktober und verkauft ihn wieder am 31. Juli des Folgejahres.

Im August und September bleibt er einfach nicht investiert, um dann den Zyklus wieder von Neuem zu beginnen.

Der Vorteil beim ETF: Man muss kein Aktienpaket verkaufen, denn er bildet einen Index lediglich ab und enthält die darin enthaltenen Titel.

Damit hätte ein Investor mit einem DAX-Indexfonds nach 20 Jahren mehr als doppelt so viel Gewinn einstreichen können wie ein Anleger, der im Buy&Hold-Verfahren die schwachen Monate nicht vermieden hat.

Sein Einsatz hätte sich mehr als verzehnfacht.

Die Deutsche Börse beispielsweise hat deshalb 2005 einen eigenen Index aufgelegt, der die „Sell in Summer“-Strategie nachbildet – den DAXplus Seasonal Strategy.

Dieser Strategie-Index wird im August und September eingefroren. Seine Performance kann sich sehen lassen.

Von Ende April 2009 bis Ende April 2012 legte er um 54 Prozent zu. Beim regulären DAX lag das Plus bei 43 Prozent.

Langfristige Strategie für Sicherheitsbewusste

Die „Sell in Summer“-Strategie zahlt sich aus.

Sie sollte aber nur Teil einer breitangelegten Gesamtstrategie sein, denn es gibt immer wieder Jahre, die sich entgegen der statistischen Ewartung entwickeln.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Deshalb kann sie auch nur eine langfristige Strategie sein, die man als Anleger am Besten unbeirrt verfolgt.

Sie eignet sich vorwiegend zum Schutz vor Kursverlusten und deshalb für sicherheitsbewusste Anleger.

Hektisches Aussteigen, wie es vor Jahren bei heraufziehenden Krisen zu beobachten war, bewährt sich nicht. Auch das zeigt die Statistik.

4. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.