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SEPA-Umstellung 2016: So setzt sich die IBAN zusammen

Seit dem 1. August 2014 dürfen Unternehmen und Vereine Überweisungen in Euro nur noch im SEPA-Format mit der internationalen Kontonummer IBAN tätigen. Ab dem 1. Februar 2016 ersetzt die IBAN nun auch im Zahlungsverkehr von Verbrauchern die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl vollständig.

Die ungewohnt lange Kombination aus Zahlen und Buchstaben mag anfangs verwirrend sein, doch die Zusammensetzung der IBAN ist simpler als gedacht und bietet Verbrauchern langfristig zahlreiche Vorteile.

SEPA-Verfahren vereinfacht Euro-Zahlungsverkehr

Bereits 2005 wurden die Weichen für die Umstellung gestellt: Die nationalen Zahlungssysteme in Europa werden abgeschafft und ersetzt durch das internationale Zahlungssystem „Single Euro Payments Area“ – kurz „SEPA“ genannt.

Was seit August 2014 schon für Unternehmen und Vereine gilt, betrifft ab 2016 nun auch alle Verbraucher: Die 22-stellige IBAN ersetzt Kontonummer und Bankleitzahl. IBAN steht dabei für „International Bank Account Number“ (deutsch: Internationale Kontonummer).

Der SEPA-Raum umfasst 34 Länder, darunter die 28 EU-Staaten.


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Die Umstellung hat zum Ziel, Lastschriften, Überweisungen, und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren und so zu beschleunigen.

Trotz dieser Vorteile sind viele Verbraucher verunsichert und haben Sorge, sich die lange Zahlenfolge der IBAN nicht merken zu können. Dabei lässt sich der Aufbau recht einfach herleiten.

IBAN Zusammensetzung

Die IBAN setzt sich aus bekannten Bankdaten zusammen, die in einer bestimmten standardisierten Reihenfolge angegeben werden. International darf die IBAN maximal 34 Stellen aufweisen. Für jedes Land ist dabei eine bestimmte Länge vorgegeben. In Deutschland hat jede IBAN genau 22 Stellen.

Die IBAN beginnt immer mit einem alphanumerischen Länderkennzeichen.

Darauf folgt die zweistellige numerische Prüfziffer, die anhand einer bestimmen, vom ECBS – dem „European Committee for Banking Standards“ (deutsch:„Europäisches Normierungsgremium für Bankstandards“) – definierten Formel berechnet wird. Es folgt die 8 Stellen lange Bankleitzahl und die maximal 10-stellige Kontonummer. Verfügt die Kontonummer über keine 10 Stellen, werden die fehlenden Stellen vorne mit Nullen aufgefüllt.

Beispiel IBAN:

DE21 2005 0000 1234 5678 90

Anhand dieses Beispiels lassen sich die Kontodaten des Empfängers eindeutig identifizieren: Die Länderkennung ist DE (Deutschland), die Prüfziffer lautet 21. Die Bankleitzahl ist 200 500 00 und die Kontonummer 1234567890.

Im Papierformat wird die Kennung grundsätzlich in 4er-Blöcken getrennt geschrieben und darf keine Sonderzeichen oder Kleinbuchstaben enthalten. Im elektronischen Format ist die durchgehende Schreibweise zulässig: DE21200500001234567890.

So finden Sie Ihre IBAN und BIC

Neben IBAN muss zudem oft der BIC (Bank Identifier Code) angegeben werden, was in etwa das internationale Pendant zur deutschen Bankleitzahl ist.

Sowohl BIC als auch IBAN finden Sie in Ihren Kontoauszügen und ggf. auf Ihrer Bankkarte. Den BIC können Sie auch problemlos auf der Homepage Ihrer Bank einsehen.

Trotz nötiger Umgewöhnung ist das SEPA-Verfahren vielversprechend: So lassen sich in Zukunft Fehler bei internationalen Überweisungen besser vermeiden und die Kosten erheblich senken. In den meisten Fällen sind SEPA-Überweisungen sogar vollkommen kostenlos.

2. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Nina Tack
Von: Nina Tack. Über den Autor

Nina Tack ist Volkswirtin und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit den Themen Wirtschaft und Finanzen.