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September: Der schlechteste Börsenmonat des Jahres?

Unter Börsianern gilt der September als schlechtester aller Börsenmonate.

Ist es also Zeit für Sie, sich schließlich doch von Ihren Positionen in Aktien und Aktien-ETFs zu trennen?

Oder wird das Thema September-Crash von den Medien zu heiß gekocht?

Richtig ist auf jeden Fall, dass der September im historischen Durchschnitt die negativste Performance aller Monate aufweist.

Seit Einführung des Dow Jones im Jahre 1896 brachte der September im Schnitt Verlust von -1,09% ein, wobei im September auch die eine oder andere crashartige Bewegung stattgefunden hat.

Das ist deutlich schlechter als die durchschnittliche Wertentwicklung des übrigen Jahres, die bei +0,75% pro Monat liegt. Bislang liegen die wichtigen Indizes in diesem September komfortabel im Plus.

Hat sich die Fallhöhe vor dem vermeintlichen Aktien-Crash also sogar erhöht? Oder wird die „September-Angst“ von vielen Marktteilnehmern überschätzt?

Plausible Gründe für die negative September-Performance?

Wenn der September als Börsenmonat wirklich eine Gefahr ausstrahlt, dann muss es auch einen Grund dafür geben.


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In den USA ist eine mögliche Erklärungen zu finden. Einige Händler argumentieren mit Aktien-Verkäufen großer amerikanischer Publikumsfonds, deren Geschäftsjahr Ende September endet.

Seit es in 1990 in den USA eine Änderung im Steuerrecht gegeben hat, können innerhalb von Fonds Verlustpositionen gegen Kursgewinne gegengerechnet werden.

Somit ergeben Verkäufe von Aktien kurz vor Geschäftsjahresende durchaus Sinn.

Allerdings haben eigene Recherchen ergeben, dass nur rund 10% aller amerikanischen Publikumsfonds ihr Geschäftsjahresende im September haben. Mehr als 1/3 der Fonds macht hingegen im Dezember die Bücher zu.

Demnach müsste der Dezember – und eben nicht der September – der schlechteste Börsenmonat sein.

Andere Marktbeobachter machen die Urlaubszeit für die schwache September-Performance verantwortlich.

Anfang September sind alle Fondsmanager wieder aus den Sommerferien zurück. Angeblich würden ab dann viele Aktien verkauft werden.

Doch warum sollten Fondsmanager Aktien nach und nicht vor ihrem Urlaub verkaufen, in dem sie ihr Portfolio nicht überwachen können?

Das 1×1 der Statistik: Kausalität vs. Korrelation

Ohne guten Grund sollten Sie keine Positionen verkaufen, von denen Sie überzeugt, nur weil irgendein Kalendermonat angebrochen ist.

Dazu ein kleiner Schlenker in die Statistik: Wenn 2 Ereignisse häufig zusammenfallen, wie in diesem Fall der Monat September und die schlechte Aktienmarkt-Entwicklung, spricht man in der Statistik von hoher Korrelation.

Gemäß eines Wissenschaftlers der Universität in Berkeley lässt sich die Entwicklung des amerikanischen Aktienmarkts am besten durch die Butter-Produktion in Bangladesch erklären.

Diese beiden Datenreihen sind statistisch also ebenfalls hoch korreliert. Doch besteht deswegen auch ein kausaler Zusammenhang? – Wohl eher nicht.

Wenn man lange genug sucht, findet man irgendwann Datenreihen, die miteinander korreliert sind – wenn auch nur zufällig.

Findet man zusätzlich eine plausible fundamentale Argumentation für das gemeinsame Auftreten der korrelierten Ereignisse, dann spricht man von Kausalität.

Doch sie muss nicht zwangsläufig überzeugen, wie etwa in diesem Fall:

So überzeugen weder das Steuer- noch das Urlaubs-Argument als kausaler Zusammenhang zwischen dem Eintreten des Monats September und der schwachen Aktienmarkt-Performance in diesem Monat.

Ob Sie sich also von einigen Positionen trennen, sollten Sie nicht an der Beurteilung des Septembers als schlechtester Börsenmonats des Jahres festmachen.

11. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.