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Sexgeräusche: Nachbar von jungem Ehepaar terrorisiert – Kündigung

Sexgeräusche: Nachbar klagt auf Lärmbelästigung

Immer wieder wurde es Nachts laut – ungewöhnlich laut: Sexgeräusche. Nachbar klagt schließlich und prangert das nächtliche Treiben als Lärmbelästigung an.

Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte ein Sprecher der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ) dazu: „Die Häufigkeit und überdimensionale Lautstärke ihrer Schreie und das Gestöhne sind im ganzen Haus wahrzunehmen und als Lärmbelästigung nicht mehr hinnehmbar.“

Gleichzeitig wies der Sprecher darauf hin, dass die Privatsphäre der Mieter zwar respektiert wird, aber der Vermieter zur Einhaltung der Hausordnung verpflichtet ist – ganz im Sinne einer Gleichbehandlung aller Mieter.

Durch den permanenten Lärm hatte das Ehepaar bereits eine Familie vergrault, die bereits seit mehreren Jahren in dem Haus gewohnt hatte. Das Paar terrorisierte seine Nachbarn nicht nur mit lauten Geräuschen beim Geschlechtsverkehr, sondern feierte auch oft mit Freunden.

Außerdem kam es vor, dass zu nachtschlafender Zeit Möbel zusammengebaut wurden. Sämtliche Versuche, die Situation zu schlichten, waren jedoch zum Scheitern verurteilt, wie die GGZ mitteilt.


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Lärmquelle ist zweitrangig

GeVestor.de meint: Bei einer Kündigung wegen zu viel Lärm ist die Ursache des Lärms zweitrangig: Ganz gleich, ob laute Schlagermusik aus der Wohnung dröhnt oder Sexgeräusche den Nachbar terrorisieren – Lärm kann ein Kündigungsgrund sein.

Ändert sich nach einer Abmahnung nichts an der Lautstärke, dann droht die Kündigung. Dieser Sichtweise schließt sich auch der Deutsche Mieterbund an.

Lärm als Mietminderung – nicht zwingend!

Ein altbekanntes Problem der Vermieter ist Lärm. Immer wieder werden Stimmen der Vermieter laut, die auf Mietminderung klagen und Ihnen die Einnahmen schmälern wollen. Ist eine Mietminderung aber notwendige Folge, wenns mal wieder lauter wird?

BGH-Urteil stärkt Rechte des Vermieter: Lärm als minder kleine Stolperfalle

Im entschiedenen Fall ging es um das Thema Trittschall. Zum Einzug hatte die Immobilie einen bestimmten Standard, der sich im Verlauf der „Vermietungs-Karriere“ als nicht mehr zeitgemäß erwies. Falls Sie Vermieter sind: das spielt keine Rolle.

Der BGH urteilte (Az. VIII ZR 85/09): Es kommt auf den Zeitpunkt des Vertragsschlußes an, nicht auf die Weiterentwicklung. Hier hatte der Vermieter zum damaligen Zeitpunkt gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben entsprochen.

Glück für Vermieter: Lärm führt dabei nicht zu Mietminderung

Die Mieter aber fühlten sich im Recht und behielten einfach Miete ein: 10% über mehrere Monate, der Schaden summierte sich auf nahezu 2.000 Euro. Dieses Geld müssen die Mieter jetzt Cent für Cent zurückzahlen.

Achtung: Laut Urteil kommt es im Mietverhältnis auf die „Sollbeschaffenheit der Wohnung“ an und nicht auf die „Einhaltung bestimmter technischer Normen“ für Neubauten.

GeVestor.de meint: Gerade im Mietverhältnis sind Schallschutzfragen oft Minderungsgrund. Stellen Sie als Vermieter auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ab – und vor allem: zitieren Sie im Streitfall aus dem Mietvertrag.

Die dort getroffenen Vereinbarungen über den Zustand der Wohnung sind nach diesem Urteil nicht nur für den Schallschutz wichtig, sondern auch für andere Fragen.

6. April 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.