MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Shale gas – die neue Gasförderung

Vor allem in den USA ist das Gas aus dem Schiefergestein eine große Hoffnung.

Dementsprechend viele Förderungen wurden dort schon durchgeführt. Aber auch in Europa gibt es erste Bohrungen.

Fracking als Förderungsverfahren

Um zu verstehen, warum die Förderung von Schiefergas so gefährlich ist, muss man das Verfahren kennen. Diesen Vorgang nennt man Fracking.

Dabei wird ein Bohrer senkrecht in die Tiefe geführt. Zement umhüllt hierbei das Bohrloch.

Bei 2.000 Meter Tiefe, dringt der Bohrer waagerecht in den Gasspeicher aus Stein ein. Erst seit 2005 ist es möglich, den Bohrer auf diese Weise abbiegen zu lassen.

Anschließend lockern Sprengkörper das Gestein. Dann werden Sand, Wasser und Chemikalien unter hohem Druck in das Bohrloch gepresst.

Durch diese neuen Risse kann „shale gas“ nach oben hin entweichen. Aber auch das giftige Frack-Wasser kommt zurück.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Normalerweise wird es mit Wassertanks aufgefangen, aber es kann überlaufen und die Umwelt gefährden.

Das geschah auch im Norden Pansilvanias. Dort wurden auf einer Farm solche Bohrungen durchgeführt. Der Wassertank lief über und einige Kühe tranken davon, wodurch acht Kälber starben.

Shale gas: Grundwasservergiftung und weitere Folgen

Die Zementumhüllung des Bohrstabes soll dafür sorgen, dass Gas und Chemikalien nicht ins Grundwasser geraten.

Vorerst hält er auch, was er verspricht – aber nach Jahren kann der Zement brüchig werden. Somit können Gas und Chemikalien ins Grundwasser geraten.

Einen Beweis dafür, dass Gas durch einige Leitungen durchkommen kann, hat ein Mann aus dem Bundesstaat Colorado gefilmt.

Nicht weit von seinem Haus befindet sich ebenfalls eine dieser Bohrstationen. Der Mann hält ein Feuerzeug an seine aufgedrehte Wasserleitung und es entsteht eine riesige Stichflamme.

Der Treibhauseffekt wird durch CO2- und Methanemissionen, die bei der Schiefergasbohrung und Verwendung des Gases entstehen, angekurbelt.

Nachdem in Ohio Fracking durchgeführt wurde, gab es dort im Jahr 2011 elf kleine Erdbeben – davor jedoch kein Einziges.

Mehr dazu: Obamas Energiepolitik: Von der grünen Revolution zum Ölexporteur

Schiefer- vs. konventioneller Gasabbau

Konventionelles Gas ist einfacher zu fördern als Schiefergas. Außerdem müssen für die Bergung weniger Löcher gebohrt werden, womit auch die Kosten gering bleiben.

Also selbst wenn das Schiefergasvorkommen größer ist als das konventionelle, müssen viel mehr Löcher gebohrt werden, um die gleiche Menge Gas zu erhalten als bei einem kleineren konventionellem Gasvorkommen.

Doch auch wenn die Förderung konventioneller Gasvorkommen günstiger ist, erweist sich das Geschäft mit dem shale gas immer noch als ein Milliardengeschäft.

In den USA zahlt man für eine Standardhandelseinheit Erdgas 3 Euro.

In China hingegen zahlt man 12 bis13 Euro.

Das liegt vor allem daran, dass die USA durch die Förderung von Schiefergas mehr Gas besitzt als jedes andere Land.

Außerdem will man einen Ersatz für die konventionellen Erdgasvorkommen finden. Denn diese sind so gut wie ausgeschöpft.

30. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.