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Short-ETFs: Taktischer Einsatz mit Risiko

Short-ETFs eignen sich vorwiegend zum taktischen und kurzfristigen Einsatz.

Mit ihnen kann man von fallenden Kursen profitieren und Erträge generieren, während andere verlieren.

Mit ihrer Funktionsweise, die einer Umkehrwirkung entspricht, und zu äußerst günstigen Kosten sorgen Short-ETFs für Zusatzgewinne und sichern das Depot ab.

Ihr Einsatz ist jedoch begrenzt.

Short-ETFs: ihre Funktionsweise und ihre Vorteile

Wer mit einem Short-ETF in seinem Portfolio Vorsorge getroffen hat, der kann Verluste auf der Long-Seite wettmachen, denn ein Short-ETF fährt beim Abwärtstrend Gewinne ein.

Mit diesem Prinzip lassen sich auch Rücksetzer in volatilen Phasen ausgleichen.

Short-ETFs steigen in dem Maße wie der zugrunde liegende Index fällt.

Damit darf sich ein Anleger etwa bei einem Crash am Aktienmarkt beruhigt zurücklehnen, anstatt gespannt und nervös auf eine rasche Trendwende zu hoffen.

Short-ETFs haben sich gerade in der Finanzkrise bewährt, als die Kurse weltweit reihenweise einbrachen.

So brachte etwa der Short-DAX-ETF (WKN DBX1DS) oder der DJ EuroStoxx50 Short-ETF (WKN DBX1SS) von db x-trackers, dem ETF-Ableger der Deutschen Bank, ein sattes Plus.

Gewinne gab es auch mit Short-ETFs auf die Bankenbranche.

Short-ETFs sind relativ neu.

Spätestens seit ihrer Einführung ist die Möglichkeit von fallenden Kursen zu profitieren nicht mehr nur eine Domäne von Börsenprofis mit Zugang zum Terminmarkt.


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Short-ETFs kann jeder über die Börse kaufen und verkaufen. Und: ETFs sind jederzeit handelbar.

Zudem bergen ETFs auf  Short-Indizes weniger hohe Risiken als klassische Derivate.

Das Kapital ist vor Insolvenz geschützt. Damit unterscheiden sie sich auch von Short- Zertifikaten.

Im Gegensatz zu Optionsscheinen oder Futures gibt es weder Zeitwert- noch Rollverluste.

Mehr zum Thema: Contango und Backwardation: Börsen-Kauderwelsch

Short-ETFs gibt es auf verschiedene Indizes wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Anleihen.

Das anfangs sehr begrenzte Angebot bestand vorwiegend aus Produkten des Anbieters db x-trackers. Mittlerweile haben auch andere Anbieter nachgezogen.

Short-ETFs: Mit ihrer Funktionsweise verhalten sie sich anders als reguläre ETFs

Allerdings: Short-ETFs sind weniger  für den Eigeneinsatz unerfahrener Anleger geeignet.

Sie setzen voraus, dass der Anleger ein gewisses Risikobewusstsein mitbringt und sich mit ihren Eigenheiten näher beschäftigt hat.

Anders als reguläre, langfristig ausgelegte ETFs sind sie kurzfristige, taktische Trading-Produkte, die eine gewisse Herausforderung darstellen.

Der Grund liegt ihrer spezifischen Funktionsweise.

Grundprinzip bei Short-ETFs ist der Leerverkauf

Das Grundprinzip der Funktionsweise von Short-ETFs ist zunächst noch relativ einfach und entspricht einem Leerverkauf.

Der Anleger bzw. der Fondsverwalter leiht sich Aktien, oder einen Aktienkorb von einem anderen Investor und verkauft sie in der Hoffnung, dass die Kurse weiter fallen.

Das Ziel des Anlegers: Er will die Papiere möglichst günstig wieder zurückkaufen.

Die Differenz zwischen Verkaufs- und Rückkaufpreis ist der Gewinn – abzüglich einer Leihgebühr.

Mehr zum Thema: Leerverkäufe: Einfach erklärt

Da das Geld nicht in Aktien investiert wird und der Verkauf der im Index enthaltenen Aktien ein Leerverkauf ist, werden obendrein Zinsen am Geldmarkt erwirtschaftet.

Diese Zinsen werden sowohl für die investierten Gelder als auch für die durch den Leerverkauf erhaltenen Mittel in gleicher Höhe verdient.

Mit Short-ETFs doppelt gewinnen

Der Anleger erhält die Zinsen zusätzlich, und zwar in Höhe des doppelten Tagesgeldzinssatzes.

Mit den vereinnahmten Zinsen ist er immer auf der Gewinnerseite – bei fallenden und steigenden Kursen.

Damit wird das Risiko zusätzlich gestreut und das Portfolio stabilisiert.

Short-ETFs können das Investment absichern. Sie sind aber nur für den kurzfristigen Einsatz geeignet.

Das liegt an einigen spezifischen Details und Eigenheiten, mit denen der Anleger sich vorab unbedingt vertraut machen sollte.

Mehr zum Thema: ETF Short: Herausforderungen liegen im Detail

Mit der richtigen Short-ETF-Strategie können Anleger mehrfach profitieren. Sie sollten sie aber mit Bedacht einsetzen.

4. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.