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Short Selling: Die wichtigsten Tipps fürs Investmentverhalten

Komplexe oder exotische Investment-Strategien erscheinen oftmals verführerisch.

Doch dies entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eins der meist unterschätzten Risiken.

Komplex ist nicht gleich sicher

Besonders Neueinsteiger in die Welt der Trades erliegen gerne der Verführung durch komplexe aber hochriskante Anlage-Strategien.

Dabei wäre manch einer wesentlich besser mit den guten alten soliden Anlagekonzepten bedient, wie zum Beispiel dem Erwerb von Anteilen eines starken Unternehmens und dem Reinvestieren von Dividenden.

Eine dieser gefährlichen Strategien, die Neulinge besser vermeiden sollten, ist das Short Selling.

Dabei entleiht sich der Investor Wertpapiere von seinem Broker und konzentriert sich ausschließlich auf deren Wert.

Dann verkauft er gezielt Anleihen und eröffnet eine Short-Position. Fällt nun der Preis tatsächlich, versucht der Trader seine Short-Positionen zu geringeren Kosten zu schließen und so Gewinn zu erwirtschaften.

Die große Gefahr liegt darin, was passiert, wenn der Wert der Anleihen steigt statt zu fallen, denn dann hat man nur noch die Wahl zwischen zwei unangenehmen Konsequenzen.


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Mehr Geld für den Broker

Broker verlangen für gewöhnlich eine minimale Gewinnspanne von 50% der Positionen.

Wenn ein Trader also 100 Anleihen als short jeweils für 50$ verkauft – man darf nicht vergessen, dass die 5.000$ geliehen sind – muss er wenigstens 2.500$ Marge einbehalten.

Steigt aber der Wert der Anleihe auf z.B. 60$ müssen zwangsläufig die Investitionsmenge oder die Sicherheiten auf 3.000$ erhöht werden, um die 50% Gewinnspanne zu gewährleisten.

Ist auf der anderen Seite eine solche Investitionserhöhung nicht möglich, muss der Anleger ‚buy to close‘ gehen, um die Anleihen schnell wieder loszuwerden.

Der gesamte Verlust in diesem Fall beträgt dann allerdings nicht nur die Differenz zwischen dem Original-Preis und dem gestiegenen Wert.

Hinzu kommen dann auch noch die Zinsen für das Beleihen der Anteile wie es beim Short Selling üblich ist.

Regeln der Risikominimierung

Sollte man sich aber trotz allem für Short Selling entscheiden, ist es von entscheidender Bedeutung, einige grundlegenden Regeln der Risikominimierung im Kopf zu behalten.

Das Wichtigste: Verkaufen Sie niemals eine Anleihe short, wenn Sie die damit verbundenen Risiken nicht vollkommen absehen können.

Die Wertpapiere, die heute überbewertet sind, werden es morgen auch noch sein und die Chancen sind gut, dass sie in einem Monat noch deutlich höher überbewertet sein werden.

Bei dieser Art des Trades kann man keinesfalls zeitlichen Angleichungen vertrauen, denn ein überbewerteter Stock negiert nicht die zusätzliche Gefahr einer Inflation.

Aus diesen Gründen ist Short Selling für die meisten Anleger zu risikoreich und zu teuer.

Alternativen

Aber es gibt zum Glück Alternativen. Sobald ein Sektor mit hoher Wahrscheinlichkeit im Wertniveau steigen wird, sinkt oftmals ein anderer, denn unterschiedliche Sektoren stehen untereinander in zyklischen Intervallen in Verbindung.

Günstige Anlage-Möglichkeiten ergeben sich dann, wenn es gelingt, Sektoren zu erkennen, die sich gerade am Tiefpunkt ihres Geschäftszyklus befinden.

In diesem Fall ist es wesentlich sicherer, in längerfristige Positionen zu investieren, und den nächsten zyklischen Anstieg abzuwarten.

Eine weitere Möglichkeit sind natürlich auch Put Optionen. Der intrinsische Wert eines Puts erhöht sich mit jedem Punkt, den eine Aktie fällt. Anstatt also Anleihen verkaufen zu müssen und große Risiken durch geliehenes Geld einzugehen, können Sie auch einfach eine Put Option kaufen.

Dafür zahlt man oft nur ca. 5% dessen, was 100 Anteile kosten würden und auch nur das verliert man, wenn sich das Timing als ungünstig herausstellen sollte. Ist das Timing jedoch günstig, winkt eine spektakuläre Rendite.

10. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.