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Short Straddle! Die Alternative, wenn nichts oder wenig passiert!

Der Begriff “Short Straddle” bedeutet nichts anderes als:

Gleichzeitiger Verkauf von Call-Option und Put-Option bzw. Call-Optionsschein und Put-Optionsschein”.

Dabei wählt man jeweils für Call und Put dieselben Stückzahlen, dieselbe Basis (Strike) und dieselbe Laufzeit!

Die Basis wird dabei in der Regel so nah am Geld wie möglich gewählt (möglichst gleiches Niveau wie der aktuelle Kurs des Underlyings).

Wofür brauche ich das?

Mit einem Short Straddle konstruiert der Anleger eine Strategie, die auf etwa gleichbleibende Kurse des Underlyings setzt.

Der Short Straddle wirft Gewinne ab, wenn sich das Underlying kaum bewegt bzw. am Laufzeitende nahe des Basispreises befindet.

Volatile oder sich stark verändernde Kurse sind der Tod des Short Straddle.

Es kann dann im Worst Case ein Totalverlust eintreten. Aus diesem Grunde sollten nur erfahrene Anleger diese Strategie aufbauen und nur ein Bruchteil des Kapitals eingesetzt werden.


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Beispiel:

„Verkauf 10 Kontrakte Call ODAX 6850 Apr 12“

Aktueller Kurs 238,80 (24.02.12 13:28)

plus

“Verkauf 10 Kontrakte Put ODAX 6850 Apr 12“

Aktueller Kurs 214,20 (24.02.12 13:28)

Der Anleger hofft nun auf sich kaum bewegende Dax-Kurse oder einen Dax-Stand von um die 6.850 Punkte am Verfallstermin 20. April  2012.

Da er durch den Verkauf der beiden Optionen 513 Euro/Optionenpaar* eingenommen hat, macht er Gewinne, wenn sich der Dax zwischen 6.337 und 7.363 Punkten befindet!

Mindesthandelsgröße ist ein Kontrakt. Dies entspricht beim Dax 5 Optionen

1. Steigt der Dax beispielsweise auf 7.000 Punkte, so hätte der Call einen rechnerischen inneren Wert von 150 Euro, der Put wäre wertlos. Somit hätte der Anleger 513 Euro – 150 Euro = 363 Euro /Optionenpaar verdient.

Aber auch bei leicht fallenden Kursen verdient dieser Short Straddle noch.

2. Fällt beispielsweise der Dax-Index auf 6.500 Punkte, dann wäre der Put 350 Euro wert, der Call hingegen wertlos. Der Anleger hätte 513 Euro – 350 Euro = 163 Euro/Optionenpaar verdient.

ACHTUNG: Um diesen Trade durchführen zu können, muss der Anleger eine Sicherheitsmargin auf dem Konto haben, die geblockt wird. Bei dem genannten Beispiel sind das etwa 3.500 Euro/Kontrakt für den Short Straddle. Er nimmt 5*513,- Euro, entsprechend 2.565,- Euro pro Kontrakt ein.

Achtung, der Verlust kann überdimensional hoch ausfallen. Beispielsweise würde ein Dax-Stand von 9.000 zu einer Rückzahlung von 2.150 Euro/Option, also 10.750 Euro/Kontrakt führen.

Da der Anleger aber nur 513 Euro/Option, also 2.565,- Euro/Kontrakt  eingenommen hatte, kann der Verlust über die Depotdeckung hinausgehen. Bei einem Short-Straddle ist deshalb eine Margin zu hinterlegen.

Wird der Verlust der Positionen größer, dann verlangt der Broker einen Nachschuss in der Margin, um die Deckung aufrecht zu erhalten.

Einen Short Straddle sollten nur Profis oder sehr erfahrene Anleger handeln!

24. Februar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten Chancen-Investor und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!