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ShortDAX und ETFs: Alles, was Sie wissen sollten

„Ich glaube, die Börsen werden noch einmal kräftig fallen und würde gerne auf dieses Szenario wetten. Können Sie mir da einen ETF auf den ShortDAX empfehlen?“

Das schrieb mir kürzlich ein Leser. Zugegeben, das ist eine sehr spezielle Frage. Aber die Antwort dürfte Sie alle interessieren.

ETFs sind börsengehandelte Fonds

Zunächst einmal zur Einordnung: ETFs sind börsengehandelte Fonds, die passiv gemanagt und daher von den Verwaltungskosten her sehr günstig sind. Sie bilden in der Regel irgendeinen Index nach.

Neben ETFs auf die üblichen Börsenindizes wie DAX, Dow Jones, Euro Stoxx etc. gibt es auch ETFs auf Indizes wie den ShortDAX. 


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ShortDAX: DAX mal andersrum

Der ShortDAX bildet die DAX-Entwicklung mit umgekehrten Vorzeichen nach. Steigt der DAX an einem Tag um zwei Prozent, fällt der ShortDAX um zwei Prozent.

Fällt der DAX dagegen binnen eines Handelstages um zwei Prozent, steigt der ShortDAX um zwei Prozent. 

Wie funktioniert der ShortDAX in Verbindung mit ETFs?

Jetzt könnte man ja glauben, dass ein ETF auf den ShortDAX den DAX genau spiegelverkehrt wiedergibt. Das ist aber beileibe nicht so. Der Grund dafür ist, dass der ShortDAX nur die tägliche prozentuale Änderung gegenüber dem Vortag mit umgekehrten Vorzeichen wiedergibt.

Ein Rechenbeispiel macht deutlich, warum der ShortDAX nicht einfach die spiegelverkehrte DAX-Kurve wiedergibt:

Angenommen, der DAX steht bei 5.800 Punkten. Am nächsten Handelstag steigt er um 200 Punkte auf 6.000 Punkte. Das heißt, er hat sich um 3,45 Prozent nach oben bewegt (200 Punkte geteilt durch 5.800 Punkte).

Der ShortDAX fällt also um 3,45 Prozent, denn er gibt die DAX-Bewegung ja mit umgekehrten Vorzeichen wieder.

Angenommen, am nächsten Tag fällt der DAX auf 5.800 Punkte zurück. Heißt das, der ShortDAX steht wieder bei Null? – Das ist nicht so! Denn von 6000 auf 5.800 Punkte ist der DAX „nur“ um 3,33 Prozent gefallen (200 Punkte geteilt durch 6.000 Punkte).

Der ShortDAX-ETF ist also immer noch mit rund 0,12 Prozent im Minus. Ausgeglichen wären die Verluste lediglich, wenn der DAX am zweiten Handelstag auf 5.793 (3,45 Prozent von 6.000 Punkten) gefallen wäre. 

Wie funktioniert der ShortDAX in Verbindung mit ETFs?: Das Fazit

Das heißt, wer einen ETF auf den ShortDAX kauft, hat Pech, wenn der Index zuerst steigt, bevor er wie erwartet fällt. Aus diesem Grund ist ein solches Index-Investment nicht unbedingt zu empfehlen, schon gar nicht, wenn Sie zunächst noch mit steigenden Kursen rechnen müssen.

19. März 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".