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Sicher traden: Risiko-Management im Blick behalten

Wenn sich Anleger über ihre Börsenerfolge unterhalten, fällt immer häufiger der Begriff „Trefferquote“.

Diese recht irreführende Aussage hat schon viele Anleger in den Ruin getrieben.

Denn sind wir mal ehrlich: Eine Trefferquote von 90% erscheint auf den ersten Blick als bewundernswert.

Wenn aber die übrigen 10% zu schweren Verlusten oder gar einem Totalverlust führen und der mögliche Gewinn nur wenige Prozent beträgt, so würden Sie mir doch recht geben, wenn ich behaupte: Diese Strategie macht keinen Sinn!

Statt Trefferquote besser Blick auf Chancen/Risiko-Verhältnis werfen

Nehmen wir also erst mal Abstand von der „Trefferquote“ und werfen einen Blick auf das Chance/Risiko-Verhältnis (CRV).

Das CRV ist eine einfache Analysetechnik, die in der Praxis leider immer wieder vergessen wird.

Mit dem Eröffnen einer Position ist meistens eine Renditeerwartung verbunden.

Diese beinhaltet ein ungefähres Kursziel.

Auf der anderen Seite steht die Verlustbegrenzung (Stop Loss).

Mehr zum Thema: Stopp-Kurse: Gewinnsicherung richtig gemacht

Das Kurspotenzial bezeichnen wir als „Chance“, die Verlustbegrenzung als „Risiko“.

Teilen wir nun die Chance durch das Risiko, so erhalten wir das CRV.

Das Ziel jedes Anlegers sollte es sein, möglichst nur Trades einzugehen, die ein hohes CRV aufweisen.

Wichtig ist also, einen möglichst eng kalkulierten Stopp bei größerem Kurspotenzial zu setzen.

Beim charttechnischen Traden ist die Berechnung des CRV eine sinnvolle Methode, um die Effektivität charttechnischer Konstellationen miteinander vergleichen zu können.


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Eine Unterstützung beispielsweise wird häufig von Anlegern zum antizyklischen Einstieg genutzt.

Dies macht jedoch nur dann Sinn, wenn diese den Kurs nicht nur vor einem weiteren Abrutschen bewahrt, sondern auch eine deutliche Gegenreaktion auslöst.

Grundsätzlich sollten Sie jedoch eines beachten: Gewähren Sie keiner Position ein überproportionales Verlustrisiko.

Ein Beispiel: Das Startkapital liegt bei 20.000 € und das maximale Verlustrisiko beläuft sich in der Regel auf 300 bis 350 €.

Dies bedeutet, pro Trade liegt gerade mal ein maximales Verlustrisiko von ca. 1,5% auf Ihr Gesamtkapital vor.

Gewinne und Verluste im Blick behalten

Nicht nur Gewinne sind entscheidend, auch die Strategie für die Verluste. Dazu erfahren Sie in den weiteren Abschnitten mehr.

Die Ziel-Richtung muss von Anfang an definiert sein.

Genauso wichtig wie die direkte Absicherung einer Position mit einem Stop Loss ist ebenfalls ein klar definiertes Ziel – auch bekannt als „Target“.

Bevor man eine Position eingeht, legt man sich eine Strategie zurecht, warum diese Aktie oder das Instrument auf den jeweiligen Index gekauft wird und bis zu welchem Kursbereich mögliches Potenzial besteht.

Die Begründungen jedes Einzelnen hierfür mögen individuell sein, haben aber in jedem Fall ihre Berechtigung.

Wer langfristigen und nachhaltigen Erfolg im Trading erreichen möchte, braucht einen Trading-Plan.

Trading-Plan verhilft zum langfristigen Erfolg

Sprich: Wohin soll sich der Kurs im Idealfall bewegen und was passiert, wenn es nicht nach Plan läuft?

Was der Business-Plan für Unternehmer ist, stellt der Trading-Plan für einen Trader oder Anleger dar.

Nur wenn Sie sich an Ihre festen Vorgaben halten, wird der Erfolg auch messbar.

Regeln werden nicht aufgestellt, um diese wieder zu brechen.

Auch wenn das Wort „Regel“ eher eine gewisse Härte verkörpert, ist es dennoch ein großer Schutz.

Der Trading-Plan hält Sie auf Kurs, und darum geht es, außer Sie wollen einer von vielen werden, der nach kurzer Zeit wieder erfolglos von der Bildfläche verschwindet.

Halten Sie Ihr Verlustrisiko im Auge und schlagen Sie den Markt

Wichtiger Bestandteil im Trader-Alltag ist das Glattstellen von Positionen, wenn der maximale Verlust erreicht wird – eine absolute Muss-Regel.

Anleger tun sich jedoch erfahrungsgemäß schwer damit, Verluste zu realisieren.

Deshalb empfiehlt es sich, mit Stop-Loss-Kursen zu arbeiten:

Geben Sie dazu eine Order ab, dass Ihre Aktie, oder in unserem Fall eher ein Zertifikat, automatisch verkauft wird.

Dies soll geschehen, wenn das Papier bis an Ihre „Schmerzgrenze“ fällt. Damit können Sie Ihren Verlust auf die für Sie maximal tragbare Höhe begrenzen.

Auf keinen Fall sollten Sie einen gesetzten Stop-Loss-Kurs nach unten anpassen.

Wenn Sie mit Ihrer Marktmeinung richtig liegen und die Aktie bis auf Ihr Kursziel steigt, bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten:

Entweder sofort verkaufen und den Gewinn realisieren. Oder Sie arbeiten auch hier mit Stop-Loss-Kursen, was manchmal geschickter ist.

Denn wenn Sie nun die Stop-Loss-Marke auf Ihr Kursziel nachziehen, bleiben Sie bis zum Unterschreiten dieser Marke in der Aktie investiert und profitieren damit ggf. von weiteren Kurssteigerungen.

Erreicht beispielsweise die Puma-Aktie das Kursziel von 260 €, kann man den Wert sofort verkaufen und den entstandenen Gewinn realisieren.

Alternativ dazu hat man die Möglichkeit, den Gewinn durch das erneute Platzieren eines Stop-Loss-Kurses bei 260 € abzusichern.

Wird diese Schwelle von der Aktie nicht mehr unterschritten, bleibt man in der Aktie investiert und nimmt mögliche Kursgewinne mit.

Fällt der Titel jedoch wieder, sorgt die automatisierte Verkaufsorder dafür, dass der angestrebte Gewinn sicher ist!

Sorgen Sie daher stets für eine automatisierte Verlustbegrenzung!

30. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist Profi Trader. Er bestreitet seit Jahren seinen Lebensunterhalt durch das Handeln an den Aktienmärkten. Seinen Schwerpunkt hat der Trading-Experte auf den Handel mit Indizes gelegt.