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Sichere Einnahmen mit Dividenden

Auch Apple zahlt seit 2015 eine Dividende.

1,98 $ je Aktie sind es für das entsprechende Geschäftsjahr.

Das ergibt eine Rendite von 1,57% im Jahr. – Nicht viel?

Immerhin stellt der Technologie-Gigant damit langjährige US-Staatsanleihen in den Schatten.

Warum also in Anleihen klammer Schuldner investieren, wenn großartige Unternehmen ebenso spendabel vergüten!?

Welche Kriterien Sie als Anleger beachten müssen, damit die Freude an den Ausschüttungen nicht getrübt wird, erfahren Sie hier.

Festes Fundament oder auf Sand gebaut?

Dividenden sind in der letzten Zeit zu einem der Top-Themen an den Börsen aufgestiegen.

Doch nicht jede Renditezahl hält, was sie verspricht.

Basieren die Ausschüttungen auf einem festen Fundament, sodass sie auch in den folgenden Jahren fließen dürften?


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Oder handelt es sich um die Zahlung eines schrumpfenden Unternehmens, das eigentlich keine Chance hat, im Branchen-Umfeld auch dann noch das Dividenden-Niveau zu halten?

Sobald ein Investor diese Fragen beantworten kann, dürfte die Auswahl der Dividenden-Titel langfristig Früchte tragen.

Dividende sichert den Kurs ab

Langfristig zeigen die soliden Dividenden-Zahler durchschnittlich die besten Ergebnisse.

Längere volatile Zeitabschnitte am Aktienmarkt sorgen dafür, dass die Anleger mehr Sicherheit suchen.

Und diese finden sie bei soliden Dividenden-Zahlern, da die Ausschüttung den Kurs in gewisser Weise nach unten absichert.

Wichtige Kriterien

Dividenden-Titel sollten daher gerade in risikoreichen Zeiten einen größeren Stellenwert Im Aktiendepot einnehmen als spekulativere Wachstumswerte ohne Ausschüttung.

Stopp! Vor der Auswahl muss der Investor seine Hausaufgaben machen.

Denn: Was nützt es, wenn ein Unternehmen etwa über eine Dividenden-Rendite von 15% auf die in 2013 gezahlte Dividende verweisen kann, das Geschäft jedoch 2013 nicht lief und 2014 die Ausschüttung daher entfiel!?

Es gibt daher wesentliche Anhaltspunkte, die vor einem Investment geklärt werden müssen:

So ist die Dividenden-Rendite für die kommenden 12 Monate wichtiger als historische Auszahlungen.

Zudem ist ein Vergleich relativ zum Sektor und über die vergangenen 10 Jahre hilfreich.

Auch wie stark das Dividenden- und Gewinn-Wachstum ist, gibt Anhaltspunkte über die längerfristig erreichbare Rendite.

Dabei ist wichtig und zu berücksichtigen, wie hoch die Sicherheit der Gewinnentwicklung ist.

Qualität, Qualität, Qualität

Für die Qualität einer Aktie spricht insbesondere die Bilanzstärke – und damit verbunden der Verschuldungs-Grad.

Benötigt der Konzern viel Fremdkapital und Geld für Sach-Investitionen, bleibt in der Regel nicht viel für Dividenden-Steigerungen übrig.

Eine nicht zu verachtende Kennzahl ist natürlich die Ausschüttungsquote. Diese sagt aus, welcher Teil des Gewinns ein Unternehmen an die Aktionäre weitergibt.

Die Deutsche Telekom verdiente 2013 beispielsweise 0,21 € je Aktie und hat 0,50 € pro Anteilsschein ausgeschüttet, was eine Ausschüttungsquote von 138% bedeutet.

Langfristig sind solche Zahlungen aus der Substanz des Konzerns nicht gesund.

22. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.