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Sichere Einnahmen mit Dividenden. Darauf müssen Sie achten!

Auch Apple zahlt jetzt Dividenden! 1,98 $ je Aktie waren es für das Geschäftsjahr 2015. Das ergibt eine Dividendenrendite von knapp 2% im Jahr.

Nicht viel? Immerhin stellt der Technologie-Gigant damit langjährige US-Staatsanleihen in den Schatten.

Warum also in Anleihen klammer Schuldner investieren, wenn großartige Unternehmen sehr viel spendabler vergüten?

Welche Kriterien Sie als Anleger beachten müssen, damit die Freude an den Ausschüttungen nicht getrübt wird,erfahren Sie hier.

Festes Fundament oder auf Sand gebaut?

Dividenden sind in der letzten Zeit zu einem der Top-Themen an den Börsen aufgestiegen. Doch nicht jede Renditezahl hält auch, was sie verspricht.

Basieren die Ausschüttungen auf einem festen Fundament, sodass sie auch in den kommenden Jahren fließen dürften?

Oder handelt es sich um die Zahlung eines schrumpfenden Unternehmens, das eigentlich keine Chance hat, im Branchen-Umfeld auch in den kommenden Jahren das Dividenden-Niveau zu halten?


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Sobald ein Investor diese Fragen beantworten kann, dürfte die Auswahl renditeträchtiger Dividenden-Titel langfristig Früchte tragen.

Dividende sichert den Kurs ab

Langfristig zeigen die soliden Dividenden-Zahler durchschnittlich die besten Ergebnisse. Sollte der Aktienmarkt weiterhin volatil bleiben, werden die Anleger mehr Sicherheit suchen.

Und diese finden sie bei soliden Dividenden-Zahlern, da die Ausschüttung den Kurs in gewisser Weise nach unten absichert.

Wichtige Kriterien

Dividenden-Titel sollten daher gerade in risikoreichen Zeiten einen größeren Stellenwert im Aktiendepot einnehmen als spekulativere Wachstumswerte ohne Ausschüttung.

Stop! Vor der Auswahl muss der Investor seine Hausaufgaben machen.

Denn was nützt es, wenn ein Konzern eine Dividendenrendite von 15% auf die in 2014 gezahlte Dividende vorweisen kann, das Geschäft jedoch 2014 nicht lief und 2015 die Ausschüttung daher entfiel. Prominentes Beispiel ist der Energie-Versorger RWE.

Es gibt daher wesentliche Anhaltspunkte, die vor einem Investment geklärt werden müssen:

So ist die Dividendenrendite für die kommenden 12 Monate wichtiger als historische Auszahlungen.

Zudem ist ein Vergleich relativ zum Sektor und über die vergangenen 10 Jahre hilfreich.

Auch wie stark das Dividenden- und Gewinn-Wachstum ist, gibt Anhaltspunkte über die längerfristig erreichbare Rendite.

Dabei ist wichtig und zu berücksichtigen, wie hoch die Sicherheit der Gewinn-Entwicklung ist.

Das A und O: Qualität, Qualität, Qualität

Für die Qualität einer Aktie spricht insbesondere die Bilanzstärke, und damit verbunden der Verschuldungsgrad.

Benötigt der Konzern viel Fremdkapital und Geld für Sachinvestitionen, bleibt i. d. R. nicht viel für Dividenden-Steigerungen übrig.

Eine nicht zu verachtende Kennzahl ist natürlich die Ausschüttungsquote. Diese sagt aus, welchen Teil des Gewinns ein Unternehmen an die Aktionäre weitergibt.

Die Deutsche Telekom verdiente 2013 z. B. 0,21 € je Aktie und hat 0,50 € pro Anteilsschein ausgeschüttet, was eine Ausschüttungsquote von 138% bedeutet. Langfristig sind solche Zahlungen aus der Substanz des Unternehmens nicht gesund.

10. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.