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Sicherheit im Depot – Anleihe mit Umtauschrecht

Neben einer zufriedenstellenden Rendite und Liquidität ist die Sicherheit eines der wichtigsten Ziele von Anlegern. Im Idealfall spiegelt die Zusammensetzung eines Depots genau dies wider – abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen, versteht sich.

Mit Umtauschanleihen oder engl. exchangeable bonds können Investoren für Sicherheit in ihrem Portfolio sorgen. Per Definition profitieren Anleger hierbei nicht nur von den jährlichen Zinszahlungen sondern automatisch auch von den möglichen Kursgewinnen einer Aktie.

Umtauschanleihen: Definition bringt Vorteile für Emittenten und Anleger

Umtauschanleihen bieten sowohl Emittenten als auch Anlegern eine Reihe von Vorteilen. Derartige Finanzprodukte werden von Großaktionären oder Unternehmen als Instrument verwendet, sich von einem Aktienpaket zu trennen. Dies geschieht meist zum Zweck anderweitiger Projekte.


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Das jährliche Emissionsvolumen an Umtauschanleihen beläuft sich auf nur etwa 350 Mio. € (zum Vergleich: Volumen herkömmliche Wandelanleihen – ca. 810 Mrd. €).

Umtauschanleihen weisen eine verhältnismäßig niedrige Verzinsung auf. Daher sind sie für institutionelle Marktteilnehmer wie Banken, Versicherungen oder Konzerne ein kostengünstiges Finanzierungsinstrument.

Anleger profitieren bei der Umtauschanleihe von den festen Jahreszinsen, die über einen bestimmten Zeitraum ausgezahlt werden. Während der Laufzeit und an deren Ende hat der Käufer der Anleihe die Wahl, das Investment gegen eine bestimmte Anzahl Aktien zu tauschen.

Darüber hinaus kann er sich auch seine Anteile am Ende des Investitionszeitraums zum Nominalwert auszahlen lassen. Damit ist er gegen Kursverluste geschützt und kann dennoch von Anstiegen einer Aktie profitieren. Das erklärt den relativ niedrigen Zinssatz, den der Käufer einer Umtauschanleihe hinnehmen muss.

Eine solche Anleihe wird zu einem sehr sicheren Investment, weil diese – wenn der Inhaber der Anleihe es wünscht – am Ende der Laufzeit unwiderruflich zum Nominalwert ausgezahlt wird. Der deutsche Fiskus betrachtet die Umtauschanleihe als Innovation unter den Finanzprodukten. Daher ist die Marktrendite – der gesamte Gewinn bei der Veräußerung – zu versteuern.

Beispiel für die Platzierung einer Umtauschanleihe

America Movil platzierte Mitte Mai 2015 eine Umtauschanleihe, die in holländische KPN-Aktien gewandelt werden kann. Laut dem Jahresbericht besitzt America Movil 21,1% an KPN. Der mexikanische Konzern könnte am Ende der 5-jährigen Laufzeit diesen Anteil auf smarte Art und Weise verringern oder sogar komplett abbauen.

Das Volumen der Anleihe mit der Bezeichnung America MovilB de CV 5/2020 beträgt 3 Mrd. €, was nahezu der Höhe der gehaltenen Aktienposition entspricht. Aufgrund der weltweit niedrigen Zinsniveaus gibt es für die Anleihe keinen Kupon (0,0 %). Somit profitieren Anleger zunächst einmal nur vom möglichen Kurszuwachs, der für die ersten Monate bis dato +0,0344 % beträgt.

Umtauschanleihen sind unter dem Strich erheblich komplexer ausgestaltet als klassische Wandelanleihen. Für Anleger ist es vor dem Erwerb ratsam, für eine korrekte Bewertung dieser Finanzprodukte sowohl den Emittenten als auch die Aktie (Tauschobjekt) genau zu analysieren.

9. Februar 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.