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Sicherheit voran: Short-ETF Fonds vermeiden

In der neuen Woche werden wir wieder lebendige Börsen erleben. Die Zahlen aus den USA werden die Börsen weiterhin in Schwung setzen.

Unternehmensdaten wie Konjunkturdaten dominieren die Kurse. Achtung: wer wie ich mit der Möglichkeit rechnet, die Kurse können fallen, ist mit „Short-ETFs“, wie sie jetzt fleißig beworben werden, nicht gut bedient.

„Short“: Fonds mit Konstruktionsfehler

An sich sieht es so aus, als seien diese Fonds sogar eine faire Chance für Sie. „Short“ bedeutet, mit dem Fonds setzen Sie auf fallende Kurse. Ebenso wie mit „Long“-Fonds, die einfach Aktien enthalten. Steigen die Kurse, wird der Wert der Fonds wachsen. So sollten auch Shorts bei fallenden Kursen 1:1 wertvoller werden. Ein Konstruktionsirrtum.

Ein Beitrag der „Welt“ sollte kürzlich aufklären. Es ist nicht ganz gelungen – darin findet sich sogar die Empfehlung, Sie sollten als Investor in „Short“-Fonds investieren. Dem kann ich mich trotz der Rückschlaggefahr nicht anschließen. Für Ihre Absicherung dieser Tage empfehle ich eine andere Strategie.

Der Irrtum bei Short-ETFs liegt in der Konstruktion der täglichen Abrechnung. Short-Index-Fonds enthalten Derivate, die profitieren, wenn der Index fällt. Nach einem Tag wird abgerechnet. Steigt der Index, verlieren diese Derivate. Erneut gilt: nach einem Tag wird abgerechnet.


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Basiseffekt beachten: Short-Index vom Verlauf abhängig

Jetzt stellen Sie sich eine nicht gleichmäßige Entwicklung etwa im Dax vor. Er verliert an einem Tag 5%, können Sie annehmen. Bei einer 1:1 Abbildung gewinnen Sie demnach 5%, die Absicherung funktioniert. Da aber täglich abgerechnet wird, würde ein Anstieg auf den Ausgangswert am nächsten Tag zu einem Gesamtverlust führen.

Ausgangsniveau seien 100%. Minus 5% am ersten Tag, Plus 5%-Punkte am zweiten Tag entsprechen aber 5,26% Zugewinn auf Basis von 95%, um wieder auf 100% zu kommen. Die Derivate werden aber entsprechend dem Zugewinn beim Index mehr verlieren als sie bei 5% gewonnen hatten. Noch deutlicher wird es bei größeren Zahlen:

Wenn der Index am ersten Tag 10% auf 90% Kurs abgibt, gewinnt er 11,11% hinzu, um wieder auf 100% zu landen. Das bedeutet dann: Ein „Short-Investment“ gewinnt am ersten Tag, nach dem neu abgerechnet wird, nicht soviel hinzu, wie es am zweiten Tag verliert. Daher: Ihre Rendite wird bei vielen „Short-ETFs“ überraschend schlecht sein.

Andere Absicherungssrategie wählen

Daher empfehle ich für Tage wie diese und Ihre langfristige Vorsorge eine andere Strategie: setzen Sie einfach so genannte „Trailing“-Stops. Dies können Sie über Börsen wie Stuttgart oder München einrichten. Die Stop-Loss-Limits wandern mit, je nachdem, wie sich der zugrundeliegende Titel entwickelt. So können Sie festlegen, dass Sie von steigenden Kursen profitieren und die Gewinne durch ein dynamisches Stop-Loss-Limit dann absichern, wenn die Kurse später fallen.

Ich meine daher:

  • Investieren Sie besser in „Long“-Positionen, wenn Sie mit ETF-börsengehandelten Fonds Ihre Vorsorge betreiben,
  • Setzen Sie dabei geeignete Stop-Loss-Marken zumindest 20% unter den aktuellen Kursen und
  • Benutzen Sie „Trailing“-Stops der Börsen München oder Stuttgart.

Dann sind Sie auch in diesen unsicheren Tagen der neuen Woche auf der sicheren Seite.

PS:  Chefredakteur Dr. Erhard Liemen vom „Deutschen Wirtschaftsbrief“ setzt in unsicheren Phasen gelegentlich mentale Stop-Loss-Limits ein. Also Kursmarken, die Sie nicht bei der Bank angeben, sondern Kursmarken, die Sie sich persönlich „merken“.  Sehen Sie sich alles unterhalb des Links am Ende dieses Newsletters persönlich gerne an.

17. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.