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Sicherungsstrategie bei Anleihen – mit einer Leiter zum Erfolg?

Bond Laddering (Bond = Anleihe, ladder = Leiter) ist eine Strategie, die zur Optimierung von Anleihen-Investments angewendet wird. Diese Leiterstrategie erklärt sich begrifflich mit dem grafischen Muster, das bei dem Verfahren entsteht:

Ein Anleiheportfolio wird so ausbalanciert, dass mit einer Kombination von Anleihen verschiedener Laufzeiten Risiken minimiert und Renditen optimiert werden. Durch Laufzeiten von lang, weniger lang bis kurz und kürzer entsteht das Bild einer Treppe bzw. Leiter.

Anleihen mit langer oder kurzer Laufzeit?

Das Ziel beim Bond Laddering: Zinsänderungsrisiken umgehen und möglichst hohe Renditen einfahren. Der Effekt der Strategie erklärt sich mit den spezifischen Eigenschaften von Anleihen.

Wer in Anleihen investieren will, steht anfangs vor der Frage, ob er lieber auf lange Laufzeiten mit höherer Verzinsung oder kurze mit niedrigeren Zinsen oder beides setzen soll. Auch spielt die Überlegung eine Rolle, dass sich der Marktzins zwischenzeitlich verändern kann.


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Grundsätzlich: Kurzläufer bringen weniger Zinsen, Langläufer mehr. Kurzläufer haben ein geringeres Zinsänderungsrisiko, Langläufer ein größeres. Beide haben Vor- und Nachteile, die sich bei bestimmten Veränderungen bemerkbar machen.

Zinsänderungsrisiko gefährdet Rendite

Steigt der Marktzins, so ärgert man sich, wenn man auf einem Langläufer mit geringerer Verzinsung sitzt. Will man den verkaufen und gegen eine neue Anleihe austauschen, so ist mit Verlusten zu rechnen, weil potenzielle Käufer die alte Anleihe nur zum geringeren Kurs kaufen.

Bei steigendem Zins sinkt der Kurs. Der Zeitpunkt, an dem sich der Kursverlust mit der besseren Rendite der neuen Anleihe aufwiegt, hängt von der Duration ab, der durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer. Je länger sie ist, desto schlechter.

Das Dilemma kann man natürlich umgehen, indem man stattdessen Kurzläufer kauft. Doch wenn der Marktzins sinkt, entsteht hier das umgekehrte Problem. In dem Fall wären wiederum wären Langläufer besser.

Bond Laddering: Portfolio-Balance mit System

Wie also lässt sich ein kontinuierlicher Geldfluss auf möglichst hohem Niveau und mit möglichst geringem Zinsänderungsrisiko sichern? Der erste Gedanke ist, das Portfolio mit Anleihen verschiedener Laufzeiten bzw. Restlaufzeiten zu diversifizieren. Der nächste entscheidende Schritt aber ist, mit System eine optimale Gewichtung und Balance herzustellen, und zwar mit dem Bond Laddering.

Dabei kauft man Anleihen von beispielsweise 2, 4, 6, 8 und 10 Jahren. Diese Staffelung ist wie eine Leiter. Jedes Mal, wenn eine der Anleihen ausläuft, kommt dann stattdessen eine neue Anleihe mit der längsten Lauf- bzw. Restlaufzeit ins Depot. Auf diese Weise wird die Staffelung fortgesetzt, was kontinuierliche Zinserträge garantiert.

Gegen Leitzinsänderungen gewappnet

Außerdem: Erhöht die EZB demnächst die Leitzinsen, ist der Schaden äußerst begrenzt. Selbst wenn dann das Portfolio unter Marktwert liegt, kann man reagieren und mit der neuen Liquidität, die regelmäßig frei wird, sofort neue Anleihen mit höheren Zinsen kaufen.

Gehen dann die Leitzinsen irgendwann wieder nach unten, müssten zwar die Kurzläufer ausgetauscht werden. Das aber wäre unproblematisch, weil die Erträge der anderen Anleihen, die über dem Marktwert liegen, für Ausgleich sorgen.

Welche Anleihen nun genau zur Umsetzung der Leiterstrategie einzusetzen sind, hängt ganz von der individuellen Risikobereitschaft und den Renditeerwartungen eines Anlegers ab. Generell sollte man bei Anleihen eines stets im Auge behalten: Je höher die Verzinsung einer Anleihe ist, desto geringer ist die Kreditwürdigkeit (Bonität) des Herausgebers.

28. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.