In Deutschland und auf der ganzen Welt ist Siemens ein Synonym für Leistungsstärke und Innovation. Dies spiegelt sich auch in den neuesten Zahlen für 2011 wider.
Die Zeichen an der Börse scheinen auf Erfolg zu stehen. Wird dieses Jahr ein gutes für Siemens-Aktie?
Erfolgsjahr für Siemens AG?
Die Nachfrage wächst und die Anteilsverkäufe an Areva NP, einem Tochterunternehmen des französischen Konzerns Areva, finden sich in den Prognosen für das Geschäftsjahr 2011 wieder. Auch die verkauften Anteile an Krauss-Maffei Wegmann brachten um die 100 Millionen Euro an Einnahmen.
Dabei stiegen Siemens Auftragseingang und Umsatz zum vierten Mal im Vergleich zum Vorjahreswert an. Der Auftragseingang stieg um 28 Prozent, der Umsatz um 7 Prozent.
Siemens korrigiert Prognosen
Für das laufende Jahr wird ein Gewinn von 7,5 Milliarden Euro erwartet, gab Siemens am Mittwoch bekannt. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten kletterte unterdessen auf 3,174 Milliarden Euro.
Noch im Vorfeld hatte man mit einem Gewinn um die 5,5 Prozent gerechnet. Auch die eingegangen Neubestellungen konnten sich um ein Viertel verbessern. Im Zentrum der Nachfrage stehen dieser Tage vor allem Windanlagen und Stromnetze. Ein weiteres Anzeichen für den Boom erneuerbarer Energien.
Der Vorsitzende des Vorstands der Siemens AG, Peter Löscher, zeigte sich zufrieden. Das herausragende Auftragswachstum des Unternehmens stünde auf breiter Basis, so Löscher. Der Österreicher Löscher ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender von Siemens.
Tochterunternehmen Osram vor Börsengang
Der Erfolg ist jedoch nicht auf ganzer Linie spürbar: Das Tochterunternehmen Osram machte im Vergleich zum Vorjahr um 4 Millionen Euro weniger Gewinn. Eine Entwicklung, die Siemens mit der Anpassung von US-Pensionsfonds erklärt.
Im vergangenen März kündigte man an, den Börsengang der Siemens-Tochter vorzubereiten. Das geplante Zeitfenster könne teilweise sogar übertroffen werden, gab Finanzvorstand Joe Kaeser bekannt.
Doch wie steht es um die Siemens-Aktie?
Im Vorfeld dominierten die Spekulationen um einen potentiellen Anstieg der Gewinnprognose auch die Erwartungshaltung der Börsianer. Manche werteten die Zahlen durchweg positiv, andere wiederum hatten sich mehr versprochen. Schon allein deshalb zählte die Siemens-Aktie zu den Verlierern im Dax und musste leichte Abschläge in Kauf nehmen.
Die Aktien fielen um 1 Prozent auf 96,39 Euro, einige Experten zeigen sich jedoch hocherfreut über die aktuellen Entwicklungen und sprechen sich für ein Halten der Aktien aus.
Der Wachstumstrend bleibt weiterhin ungebrochen.
Siemens: Zwischen Tradition und Moderne
Die Geschichte des deutschen Traditionsunternehmens beläuft sich auf nunmehr 160 Jahre. 1847 gründen Werner von Siemens und Johann Georg Halske die Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske.
Nach dem zweiten Weltkrieg stieg der Industriekonzern zu einer weltweit angesehenen Marke und feierte besonders mit seinen Überseegeschäften wirtschaftliche Erfolge.
Heute arbeiten circa 400.000 für die Siemens AG, deren Name auch im 21. Jahrhundert ein international Begriff ist.


