Keine Frage: Silber bleibt auch weiterhin ein lukrativer Rohstoff. Vor allem aber auch in den vergangenen 12 Monaten hat das Metall einen teilweise rasanten Anstieg erlebt. So stieg der Preis auf ein Rekordhoch von annähernd 50 Dollar im April diesen Jahres. In diesem Bereich war der Preis zuletzt 1980. Der Anstieg fiel damit deutlich stärker aus als beim Gold.
Aber Vorsicht: Silber ist auch wieder seinem Ruf als sehr schwankungsanfälliges Investment gerecht geworden. Wenn Sie also in Silber investieren wollen, sollten Sie ein gesundes Maß an Risikobereitschaft und auch Geduld mitbringen.
Das hat auch die Preisentwicklung in dieser Woche wieder gezeigt: Im Vergleich zum Gold sackte der Preis kräftiger ab und notiert aktuell bei 38,50 Dollar pro Feinunze auf dem niedrigsten Stand seit Mitte August.
Trotz des im historischen Maßstab hohen Preisniveaus ist es für einen langfristigen Einstieg noch nicht zu spät. Die fundamentale Lage, darauf habe ich an dieser Stelle schon mehrfach hingewiesen, deutet mittel- bis langfristig weiter steigende Preise an. Am Silbermarkt herrscht ein bekanntes Muster vor: Eine stetig steigende Nachfrage trifft auf ein nur langsam wachsendes Angebot.
Noch viel Luft bis zum alten Rekordhoch
Ist aber trotzdem der Silberpreis von 38 Dollar pro Feinunze aktuell nicht zu hoch? Die klare Antwort lautet: Nein. Dazu ist es hilfreich, auf den inflationsbereinigten Silberpreis zu schauen. Macht man das, so fällt auf, dass das alte Rekordhoch von 1980 bei 110 Dollar pro Unze lag – wenn man die offiziellen Daten zur US-Inflation heranzieht.
Insofern haben wir noch viel Luft nach oben, bis Silber wieder diese Marke erreicht. Beim Gold sieht das Bild anders aus: Hier liegt das alte Rekordhoch ungefähr bei 2.200 Dollar pro Feinunze. Vom aktuellen Niveau aus sind es also nur noch knapp 25% bis zu diesem Stand. Beim Silber jedoch noch annähernd 190%.
Grundsätzlich gibt es zwei Wege auf einen weiteren Aufschwung beim Silber zu setzen: Sie setzen direkt auf das Edelmetall oder Sie kaufen Aktien aus dem Sektor.
Zunächst zum physischen Silber. Auf dem Markt gibt es da zwei Arten: den Silberbarren und die Silbermünzen. Im Grunde ist es fast egal, welche Form Sie in Deutschland kaufen. Die Reinheit des Metalls ist durch die Stempel der Barrenanbieter oder den Herausgeber der Münze garantiert. Aber in Deutschland gibt es doch eine kleinen Unterschied: Silberbarren unterliegen dem vollen Mehrwertsteuersatz von 19%. Silbermünzen hingegen werden nur mit dem reduzierten Satz von 7% besteuert. Insofern fällt die Entscheidung dann auch leicht: Silbermünzen sind in der Anschaffung einfach preiswerter.
Auf aussichtsreiche Silberaktien werde ich in der nächsten Woche genauer eingehen.



