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Silber Chart: Historische Analyse des Goldbruders

Während Gold die Menschen seit jeher fasziniert, übt Silber zwar eine ähnliche Anziehungskraft aus, ist aber bei weitem nicht so wertvoll wie Gold. Gründe dafür sind nicht etwa die geringen Einsatzmöglichkeiten.

Silber ist eines der am häufigsten benutzten Industriemetalle und wird beispielsweise in der Medizin, in Haushaltsgeräten, Elektronikartikeln, in der Fotoindustrie oder bei verschiedenen Legierungen eingesetzt.

Gold ist allerdings als Schmuck gefragter als Silber. In Indien wird zum Beispiel bei Hochzeiten traditionell Gold verschenkt, weshalb die Nachfrage hier durchgehend hoch ist. Ganz zu schweigen von seinen nützlichen Eigenschaften für die Industrie, die ähnlich umfassend sind wie bei Silber.

Der Silber Chart seit 1970 und der Einfluss der Familie Hunt

Der historische Silber-Chart startet in 1970 bei einem Wert von etwa 2 US-$. Der Gold- und Silberstandard wurde zu dieser Zeit abgeschafft und die Währung fortan nicht mehr durch Reserven dieser Rohstoffe gedeckt.

In Folge dessen sank der Silberpreis auf den absoluten Tiefpunkt.


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Rasanter Anstieg und Fall ins Bodenlose 1970-1980

Die Familie Hunt ist als ein Hauptakteur zu nennen, wenn es um Rohstoffspekulationen in der Vergangenheit geht. Als reiche Großgrundbesitzer von Ölfeldern in Texas entdeckten die Hunts den Silbermarkt für sich und erwarben regelmäßig große Mengen des Edelmetalls.

Dies begann bereits im Jahre 1974, was dazu führte, dass der Silberpreis rasch auf knapp 6 US-$ anstieg. Interessant ist hierbei, dass sich die Hunts das Silber physisch ausliefern ließen.

Durch den Kursanstieg witterte die Familie das Potential hinter diesem Markt und kaufte fortlaufend immer neue Mengen Silber. Inflationsschutz war weniger der Gedanke als vielmehr eine Marktpreisbestimmung.

Auch als einige Zentralbanken ihr Silber verkauften und der Kurs dadurch zeitweise auf 3-4 US-$ fiel, investierten die Hunts weiter.

Im Jahr 1980 beschloss die New York Commodities Exchange (COMEX), dass es mit dieser Spekulationsblase nicht weitergehen dürfe. Die Hunts besaßen zu diesem Zeitpunkt rund 15% der globalen Silbervorräte und zwei Drittel der amerikanischen Vorräte im Wert von ca. 5 Milliarden US-$ – eine zu große Abhängigkeit.

Ein bis dahin einmaliges Regelwerk verweigerte der Familie eine weitere physische Auslieferung ihrer erworbenen Silberkontrakte. 1980, als der Preis auf ein Rekordhoch gestiegen und Silber stark nachgefragt war, griff die Börse ein.

Die COMEX untersagte den Kauf von Silber in größeren Mengen und erlaubte nur noch Verkäufe. Außerdem verlangten sie von einem Tag auf den anderen weitaus höhere Sicherheitseinlagen für ihre Terminkontrakte.

Der Preis von Silber sank  – wie der Chart zeigt – von Januar bis zum März des Jahres 1980 auf etwa 16 US-$. Der 27. März 1980 ging dann als „Silver Thursday“ in die Börsenhistorie ein und der Silberpreis rutsche schließlich ab auf 10,80 US-$.

Seitwärtsbewegung von 1985 bis 2005 und Asien als Boom-Markt

Wenige Jahre nach dem raschen Kurseinbruch wurden die Anleger vorsichtiger und konzentrierten sich auf andere Märkte, so dass sich der Silberpreis nicht dramatisch veränderte. Spekulationen auf dem neuen Markt und andere Themen waren in den Fokus der Anleger gerückt. Zudem hatte Silber noch nicht den Stellenwert den es aufgrund der gestiegenen Anzahl an Elektronikartikeln in Privathaushalten heute hat.

Aufgrund der wachsenden Ökonomien in Asien und der damit verbundenen Produktionssteigerung wurde Silber wieder stärker als Industriemetall nachgefragt.

Aber auch mit einkehrendem Wohlstand und als Substitut für Gold stieg die Nachfrage gerade in den asiatischen Ländern so stark an, dass Silber im Gegensatz zu Gold einen weitaus größeren Preisanstieg zu verzeichnen hatte. Mittlerweile ist China weltweit größter Silberproduzent und gewinnt den Großteil aus Recycling.

7. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.