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Silber: Investieren über verschiedene Wege möglich

Sie interessieren sich für das Edel- und Industriemetall Silber? Dann haben Sie mehrere verschiedene Möglichkeiten, in Silber zu investieren beziehungsweise auf den Silberpreis zu setzen. Die wichtigsten lernen Sie in den folgenden Abschnitten kennen.

Physisches Silber: Geldanlage in Münzen und Barren

Wer physisches Silber kaufen will, hat die Wahl zwischen Barren und Münzen.

  • Barren gibt es in Gewichtseinheiten von 100 Gramm bis zu 15 Kilogramm.
  • Münzen sind dagegen verfügbar in der Gewichtseinheit einer halben oder ganzen Feinunze (15,55 oder 31,10 Gramm) oder einem Vielfachen davon.

Anders als Gold ist Silber in Deutschland mehrwertsteuerpflichtig. Sie müssen also zum reinen Materialwert immer noch die Mehrwertsteuer dazurechnen.

Mehr zum Thema: Der Cook-Island-Silberbarren als günstige Alternative

Tipp: Bevorzugen Sie Münzen gegenüber Barren. Denn (Anlage-)Münzen aus Silber werden mit 7% besteuert, wogegen auf Silberbarren 19% anfallen. Wenn Sie also Münzen statt Barren kaufen, sparen Sie 12 %-Punkte Umsatzsteuer.


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Die gängigsten Silbermünzen

Wichtig: Kaufen Sie keine Gedenk- und Sonderprägungen. Denn dafür müssen Sie mehr berappen als nur den Materialwert plus Mehrwertsteuer. Anlagemünzen, die so genannten Bullion Coins (wörtlich übersetzt: „Barrenmünzen“) liegen Sie dagegen richtig. Die häufigsten Silbermünzen zur Geldanlage sind:

  • die österreichische Münze Philharmoniker
  • die US-amerikanische Münze American Eagle
  • die kanadische Münze Maple Leaf
  • die australischen Münzen Kookaburra, Koala und Känguruh
  • die chinesische Münze Panda
  • die britische Münze Britania

Aufgepasst: Die Preise für Silber schwanken stark. Außerdem sind oft die Spreads (Unterschiede zwischen An- und Verkaufskurs) sehr hoch. Sie liegen mitunter bei 15 bis 20%. Es lohnt sich daher, die Preise verschiedener Münzen und Anbieter zu vergleichen.

Dass Sie zudem für eine diebstahlsichere Verwahrung und Lagerung (z. B. in einem Bankschließfach) sorgen sollten, versteht sich von selbst.

Mehr zum Thema: Die richtige Pflege von Silberbarren

Silber-ETCs: Günstige und lagerfreundliche Alternative

Wer Silber kaufen will, ohne darauf Mehrwertsteuer zu entrichten, ohne durch einen hohen Spread zusätzlich Geld zu verlieren und sich um die Lagerung zu kümmern, dem sei statt physischem Silber ein ETC auf Silber empfohlen.

Die Abkürzung ETC steht dabei für Exchange Traded Commodity, auf Deutsch: börsengehandelter Rohstoff. Solche ETCs kaufen physisches Silber in Barren ein und lagern es in großen Tresorräumen ein.

Allerdings scheidet bei dieser Form des Silberkaufs für Sie als Inhaber die Möglichkeit auf, bei einer (Hyper-)Inflation einfach auf Silber als Zahlungsmittel auszuweichen. Es liegt nur in elektronischer Form in Ihrem Depot und verbrieft Ihr Miteigentum an den real existierenden Lagerbeständen an Silberbarren.

Mehr zum Thema: Was Anleger über Silber wissen müssen

Beachten Sie: Da Silber viel weniger wert ist als Gold und bei gleichem Volumen zudem weniger wiegt, braucht Silber sehr viel mehr Lagerplatz. Das schlägt sich in den Gebühren von Silber-ETCs nieder, die meist deutlich teurer sind als bei Gold ETCs. So kostet etwa der weiter hinten empfohlene db Physical Silver ETC der Deutschen Bank pro Jahr 0,45% an Verwaltungsgebühren. Die Gebühren für das mit Gold hinterlegte Schwesterprodukt db Physical Gold ETC dagegen nur 0,29%.

Trotzdem sind Silber-ETCs in Sachen Gebührenbelastung unschlagbar günstig. Der Spread liegt in der Regel bei maximal 0,02%, kein Vergleich zu den astronomischen Handelsspannen bei Münzen und Barren.

Index-Zertifikate auf Silber: die schlechtere Alternative

Auf Silber gibt es auch eine ganze Reihe von Index-Zertifikaten. Ein solches Zertifikat ist jedoch generell unbesichert. Sein Wert ist nichts anderes als das Zahlungsversprechen des Emittenten (also meist einer Bank). Wenn diese Bank pleitegeht, ist dieses Versprechen – und damit das Zertifikat – nichts mehr wert, egal, ob der Silberpreis gerade hoch oder niedrig ist. Aus diesem Grund rate ich von einem Investment in Index-Zertifikate auf den Silberpreis ab.

16. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.