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Silber kaufen ohne Mehrwertsteuer? Das ist kein Geheimnis!

In Deutschland müssen Edelmetallfans auf ihre Silbermünzen den ermäßigten Steuersatz von 7% zahlen. Jedoch plant die Bundesregierung für das Jahr 2014 eine Anhebung des Steuersatzes auf die vollen 19%.

Offenbar verfolgt der Gesetzgeber mit dieser Änderung eine Anpassung an das europäische Recht. Denn abgesehen von einigen wenigen Ländern wie beispielsweise Deutschland erhebt der Großteil der EU-Mitgliedsstaaten bereits den vollen Mehrwertsteuersatz auf Silbermünzen.

So müssen sich Silberliebhaber also auch hierzulande auf höhere Steuerzahlungen einstellen. Oder aber sie greifen auf Trick 17 zurück, denn kauft man Silber im Ausland, beispielsweise in der Schweiz, dann zahlt man keine Mehrwertsteuer.

Silber kaufen ohne Mehrwertsteuer: Das Ausland als Steuer-Schlupfloch

Allerdings ist der steuerfreie Erwerb von Silber an eine Voraussetzung geknüpft: Das Silber muss im Ausland lagern. Sobald es nämlich nach Deutschland geholt wird, schlägt der Fiskus zu.


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Liegen lassen und verkaufen – so lautet die Devise zum Steuernsparen

Damit es also steuerfrei bleibt, muss das Silber in der Schweiz gelagert werden. Dafür gibt es sogenannte Zollfreilager. Adressen für solche Lager kann man z.B. über Schweizer Banken ausfindig machen. Allerdings entfällt hier der Sicherungscharakter von Silber. Für den Depotanteil, in dem es um dauerhaften Kapitalschutz geht, ist genau dieses Verfahren ungeeignet.

Da die Regierung allerdings jederzeit den Mehrwertsteuersatz erhöhen könnte, ist es nicht auszuschließen, sogar ein Minusgeschäft zu machen. Daher bietet sich diese Variante „nur“ dann an, wenn man Silber etwa in der Schweiz lagert und von vornherein beabsichtigt, es dort auch wieder zu verkaufen. Denn dann erzielt man Geldgewinne.

Mit Edelmetallen jedoch ist eine Besteuerung nach 12 Monaten Spekulationsfrist ausgeschlossen.

Kuriose Mehrwertsteuerregelungen: Deutschland, der Steuerdschungel

Generell gestalten sich die Mehrwertsteuerregelungen für Edelmetallkäufe in Deutschland völlig uneinheitlich. Wer Gold in Form von Münzen oder Barren kauft, zahlt grundsätzlich keine Mehrwertsteuer. Bei Silber unterschiedet man zwischen Anlage- und Sammlermünzen.

Diese werden ebenfalls mit 19% besteuert, wenn sie auf der „Liste der Silbermünzen“ des Bundesfinanzministeriums genannt werden. Gängige Anlagemünzen wie China-Panda oder der Silberphilharmoniker gehörten bisher nicht dazu. Für sie gilt bis 2014 noch der reduzierte Steuersatz von 7%.

Bei Silberbarren hingegen werden immer die vollen 19% fällig. Und bei Münzen aus Platin oder Palladium gilt ebenfalls immer der volle Mehrwertsteuersatz.

Steuerliche Behandlung von Silber im EU-Inland

Seit der Vollendung des Europäischen Binnenmarktes zum 1. Januar 1993 wird im kommerziellen innergemeinschaftlichen Warenverkehr keine Einfuhrumsatzsteuer mehr erhoben. Das heißt, der Erwerb von Silber aus anderen Mitgliedstaaten der EU unterliegt ausschließlich der Umsatzbesteuerung im Erwerbsland.

Im Klartext bedeutet das in der Praxis: Es ist durchaus möglich, in Deutschland Silbermünzen zu kaufen, die nur mit 7% besteuert werden (in Österreich dagegen beispielsweise mit 20%), ohne dass eine Nachversteuerung oder Einfuhrumsatzsteuer fällig wird. Durch diesen Umstand können hierbei also 13% gegenüber der Besteuerung in Österreich gespart werden.

26. Oktober 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.